21.12.2017

Fröhliche Weihnachten! Weihnachten: 6 Tipps für harmonische Festtage mit Familie

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Harmonie an Weihnachten ist nicht selbstverständlich.

Foto: iStock/PeopleImages

Harmonie an Weihnachten ist nicht selbstverständlich.

Wenn kleine und große Familien an Weihnachten zusammenkommen, stehen nicht nur harmonische Festtage, sondern auch Stress auf dem Programm. Aber mit der richtigen Psycho-Diplomatie kriegen Sie alles in den Griff, was die Stimmung vermiesen könnte.

1. Das falsche Geschenk. Wie schade!

So eine schöne Schleife, so ein verheißungsvolles Geschenkapier und dann kommt eine Teekanne zum Vorschein, die man sich niemals ausgesucht hätte. Scheußlich! Und eine peinliche Situation. Denn kein Mensch kann überzeugend Freude heucheln, wenn das Geschenk einfach überhaupt nicht passt. Das heißt: Ihr Gegenüber wird merken, dass Sie nicht begeistert sind. Er spürt Ihr Entsetzen und ist selbst enttäuscht.

Lieb und ehrlich sein! Damit die Sache schnell vom Gaben-Tisch ist, muss die Wahrheit raus. Beginnen Sie ganz lieb mit der guten Nachricht: "Die Idee mit der Teekanne ist wirklich gut. Aber ganz ehrlich: Ich finde sie ein bisschen groß. Meinst du, ich könnte mir eine kleinere aussuchen?" Wenn es den Kassenbon gibt, ist das Problem sofort gelöst. Aber auch, wenn kein Umtausch möglich ist, haben Sie die Lage geklärt und müssen das Teil wenigstens nicht das ganze Jahr über ehrenvoll platzieren.

2. Der Schwiegervater erzählt eine Geschichte zum hundertsten Mal. Nicht schon wieder!

Es beginnt meistens mit "Als ich jung war " oder "Früher ". Dann folgt eine längere Erzählung, die alle letztes Weihnachten und auch die Jahre zuvor bereits gehört haben. Das strapaziert die Geduld und kann auch ein echter Stimmungs-Killer sein. Die ersten verlassen unauffällig den Raum.

Fragen stellen! Sie möchten sich nicht langweilen, aber Sie möchten auch niemanden verletzen. Deshalb ist es gut, früh zu reagieren. Unterbrechen Sie den Schwiegervater freundlich: "Au ja, ich erinnere mich. Die Geschichte hast du schon erzählt. Das war so interessant." Dann stellen Sie ihm möglichst eine Frage, damit er im Gespräch bleibt. Er soll ja erzählen - nur nicht immer dasselbe.

3. Ein Ehekrach, wenn Gäste da sind. Geht gar nicht!

Leider wächst das ausgerechnet an den Feiertagen. Die Vorbereitungen waren anstrengend, die Nerven liegen ziemlich blank, die Erwartungen sind hoch. Da reicht eine Kleinigkeit und man könnte wirklich in die Luft gehen. Besser: Luft holen und überlegen, ob sich die Aufregung lohnt. Nicht schlimm, wenn die Socken mal wieder vor dem Wäschekorb gelandet sind. Schwamm drüber, wenn der Baum ein winziges bisschen schief steht. Das wird das Fest nicht verderben, ignorieren Sie es einfach.

Speed-Streiten hilft! Ist es ernster (der Liebste hat die Schwester beleidigt), muss es raus - auch wenn Zeit und Intimität fehlen. Treffen Sie sich kurz zum Schnell-Streit. Geben Sie sich vier Minuten. Zwei für jeden. Unterbrechung und Widerspruch sind nicht erlaubt!

Jeder wird los, was er loswerden muss und dann ist Schluss. Zurück an die Arbeit oder zu den anderen! Üben Sie das "Speed"-Streiten mindestens einmal schon vor Weihnachten. Sie werden merken: Wenn der erste Druck weg ist, fühlt man sich zumindest ein bisschen erleichtert und kann mit der eigentlichen Diskussion warten, bis das Publikum verschwunden ist.

4. Eigentlich alles ganz friedlich. Aber ein falsches Wort und es kann passieren. Die Zündschnur brennt!

In fast jeder Familie gibt es ein Lieblings-Streitthema. Eins, bei dem alle wissen: Wenn wir darauf kommen, knallt es. Das Essen (" Jedes Jahr Gans ist doch langweilig"), die Geschenke ("Schrecklich, dieser Konsum-Terror"), die Politik ("So geht das nicht weiter"), das Gesellschaftsspiel ("Du schummelst!").

Lachen und vergleichen! Sie kennen also Ihren Krisenherd und können bei den ersten Anzeichen eingreifen. Am besten mit Humor: "Herrlich, da ist er ja wieder unser alljährlicher Weihnachts-Streit. Wie wir das immer hinkriegen! Meint ihr, das ist in anderen Familien auch so?"

Durch diese Frage und den Vergleich schaffen Sie blitzschnell wieder ein Gemeinschaftsgefühl. Sie sind eine Familie! Sie haben eine besondere Spezialität - und wenn es das Streiten ist! Dann wechseln Sie schnell das Thema ("Herrlich, dieser blaue Himmel").

5. Die Teenie-Tochter wartet nur darauf, dass sie endlich zu ihren Freunden darf. Wie traurig!

Genervter Blick, dauernder Handy-Check und nur noch ein Wunsch auf dem Zettel: "Ich möchte endlich raus hier." So ein bockiger Teenie auf dem Sofa stört die Harmonie. Dabei ist es total normal, dass Kinder, die endgültig aus dem Spielzeug-Alter raus sind, ihre Gedanken woanders haben - auch wenn Weihnachten ist. Das ist nicht böse oder persönlich gemeint. Es gehört einfach zum Erwachsenwerden. Was aber auch dazugehört: Verantwortung übernehmen und Kompromisse schließen.

Vorher verhandeln! Deshalb beginnt hier die Diplomatie schon vor dem Fest. Besprechen Sie in Ruhe den Zeitplan. Legen Sie fest, was Sie unbedingt gemeinsam machen möchten. Bescherung, Mitternachts-Spaziergang zur Messe, Festessen, Besuch bei den Großeltern.

Bestimmt fallen auch Ihrer Tochter eine ganze Menge Traditionen ein, auf die sie nicht verzichten möchte. Dann überlegen Sie, wann freie Zeit oder Flucht erlaubt sind. Frühstück? Kaffeetrinken? Zweiter Weihnachtstag? Tragen Sie das Ergebnis Ihrer Verhandlungen gleich in beide Terminkalender ein. Gewissheit beruhigt.

6. Der Menü-Countdown läuft. Kann vielleicht mal jemand helfen?

In der Küche klappern Töpfe und Schüsseln, im Wohnzimmer klingen Prosecco-Gläser und Gelächter. Eine arbeitet und die anderen feiern schon mal - das ist natürlich kein guter Beginn für ein stressfreies Essen. Denn dann brutzelt nicht nur der Braten vor sich hin, auch der Kopf raucht vor Wut.

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Bestimmen wie ein Chef! Wecken Sie Ihre Hilfskräfte schon beim Willkommens-Drink. Das Verteilen der Gläser ist ein guter Augenblick, um die nächste Stunde zu organisieren. Sagen Sie beim Zuprosten ganz direkt, welche Unterstützung Sie gebrauchen können.

"Lotte, hilfst du mir bitte gleich mit den Kartoffeln", "Heinz, holst du um 12.45 Uhr die Gans aus dem Ofen", "Klaus, kümmerst du dich um den Wein". Klingt vielleicht ein bisschen chefmäßig, aber genau das sind Sie im Moment! Und nicht vergessen: Die meisten Gäste sind froh, wenn sie helfen können.

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