08.04.2017

Geld-Formel 2017 Vier Shopping-Tipps: So vermeiden Sie Fehlkäufe

Ein schlechtes Gewissen nach einem Einkauf hatten wir alle schon einmal. Unsere vier Tricks sorgen für einen bewussteren Umgang mit Geld beim Shoppen.

Foto: iStock/wundervisuals

Ein schlechtes Gewissen nach einem Einkauf hatten wir alle schon einmal. Unsere vier Tricks sorgen für einen bewussteren Umgang mit Geld beim Shoppen.

Wer kennt das nicht: Nach dem Bezahlen ist die Freude groß aber dann kommt das schlechte Gewissen - mit diesen Shopping-Tipps vermeiden Sie Fehlkäufe.

Vorsicht, schlechtes Gewissen! An der Kasse fühlte sich noch alles gut an, aber dann kommt das dicke Ende …Manchmal packt uns das schlechte Gewissen schon direkt vor der Ladentür, manchmal wenn die Kreditkarten-Abrechnung kommt, manchmal erst wenn wir das ungetragene Kleid (oder das abgelaufene Glas Oliven) ein Jahr später mit Preisschild im Schrank entdecken.

In jedem Fall kosten diese kleinen Abstürze neben Geld vor allem Seelen-Energie und machen unglücklich. Je häufiger es passiert, desto schlechter geht es uns (und unserem Konto). Schluss damit!

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1. Geduld ist wichtig

Hektik ist nie ein guter Berater und Spontan-Käufe gehen meistens schief. Plötzlich haben wir eine Bluse in der Tasche, die überhaupt nicht zu unseren anderen Sachen passt. Oder eine Tiefkühl-Pizza im Korb, die wir doch nie wieder kaufen wollten, weil sie mehr Kalorien als Genuss liefert. Nehmen Sie sich deshalb immer Zeit, bevor Sie Geld ausgeben.

Üben Sie Slow-Shopping - so geht's:

  • Vor dem Gang in den Supermarkt checken Sie Ihre Vorräte und planen Sie Ihre Mahlzeiten. Was möchten Sie an diesem Tag genau tun? Leichter essen? Neues probieren? Schnell kochen? Reste verwerten? Dann schreiben Sie auf Ihre Liste nur Dinge, die zu Ihrem jeweiligen Ziel passen. Alles andere bleibt im Laden, Sie brauchen es nicht.

  • Bei größeren Anschaffungen kommt es noch mehr auf die Details an. Überlegen Sie zum Beispiel genau, welche Erwartungen die neuen Schuhe erfüllen müssen. Zu schwarzen und blauen Hosen passen? Drei Zentimeter größer machen? Regen aushalten? Pflegeleicht sein? Einen schmalen Fuß machen? Notieren Sie alles und kaufen Sie nur ein Paar, bei dem Sie hinter jedem Punkt ein Häkchen machen können. Auch wenn es dauert – jede andere Entscheidung wäre ein Kompromiss, den Sie bald bereuen. Wenn Sie die Jagd auf den perfekten Schuh dagegen erfolgreich beenden, gibt das einen extra Glücks-Kick. Die Geduld lohnt sich also doppelt!

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2. Was brauche ich wirklich?

Wir kaufen Schokolade, weil wir Trost brauchen. Wir kaufen einen Flausch-Pullover, weil wir uns nach Geborgenheit sehnen. Wir kaufen einen bunt gemusterten Schal, weil wir uns mehr Abwechslung wünschen.

Kurz: Wir geben oft Geld für Dinge aus, die man gar nicht kaufen kann. Mit einer kleinen Psycho-Übung gehen Sie der Ursache für Ihre geplante Anschaffung auf den Grund und können sich anschließend mit null Cent viel besser helfen.

Meditieren Sie kurz: Atmen Sie dreimal tief durch. Schließen Sie die Augen, hören Sie in sich hinein und beantworten Sie die Frage: Wie fühlst du dich gerade? Ist die Antwort …

  • traurig: Lassen Sie die Schokolade liegen, telefonieren Sie besser mit Ihrer Freundin oder Ihrem Liebsten und erzählen Sie von Ihrem Kummer - echter Seelen-Trost garantiert.

  • gestresst: Verzichten Sie auf den Pullover, nehmen Sie zu Hause lieber ein Verwöhnbad, hören Sie Ihre Lieblingsmusik und entspannen Sie wirklich.

  • gelangweilt: Vergessen Sie den bunten Schal und unternehmen Sie etwas. Treffen Sie sich zum Beispiel mit Freunden, probieren Sie ein exotisches Rezept oder erkunden Sie einen neuen Ort.

3. Willenskraft will Stärkung

Wenn wir ein Geschäft betreten, wandern wir von einer Verlockung zur nächsten. Jedes Mal, wenn wir etwas in die Hand nehmen, bauen wir eine Beziehung zu dem Objekt der Begierde auf. Zur Chipstüte, den schicken High Heels … Es kostet Willenskraft, die Sachen zurückzulegen. Irgendwann ist diese Kraft wie ein Muskel erschöpft. Damit das nicht zu schnell passiert, achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt.

Meiden Sie kritische Situationen:

  • Gehen Sie nie hungrig in den Supermarkt, sondern nach einer Mahlzeit. Wenn Sie direkt vom Job kommen, essen Sie unterwegs wenigstens einen Apfel und trinken Sie viel Wasser.

  • Verschieben Sie größere Einkäufe, wenn Sie gerade Ärger im Job oder mit der Familie haben. Sie sind dann seelisch geschwächt, brauchen Abstand. Um Fehlkäufe zu vermeiden, gehen Sie in kritischen Situationen nicht ins Einkaufszentrum. Bei gutem Wetter sind Sie zum Beispiel im Park viel besser aufgehoben, bei schlechtem Wetter im Kino.

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4. Die Zahlung macht den Unterschied

Die letzte Kauf-Bremse können wir auf dem Weg zur Kasse einsetzen. Suchen wir da nämlich nach Münzen und Scheinen, sinkt das Risiko, dass wir unnötig Geld ausgeben.

Dieses Phänomen haben US-Konsumforscher entdeckt: Kunden, die das Karten-System nutzen, sind bereit, für dasselbe Produkt mehr zu zahlen. Und im Supermarkt kaufen Barzahler gesündere Sachen als Kartenzahler. Warum? Offenbar schmerzt es mehr, Geld direkt auf den Tisch zu zählen, als es vom Konto abzubuchen.

Beschaffen Sie Bares

  • Nicht genug Geld für das T-Shirt oder den Einkauf im Portemonnaie? Dann ist ein kleiner Umweg fällig! Verlassen Sie das Geschäft, gehen Sie zum Bank-Automaten und nutzen Sie den psychologischen Vorteil der Barzahlung.

  • Zweites Plus: Während Sie sich Geld beschaffen, gewinnen Sie Abstand und Zeit, können in Ruhe überdenken „brauche ich das wirklich?“.

Entspannter durch den Alltag:

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Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 4.

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