28.03.2017

Entspannter leben Adieu, Energie-Räuber! 5 nervige Störenfriede im Alltag

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Kleine und große Glücksmomente sind die besten Kraftquellen im Alltag.

Foto: iStock/Goodluz

Kleine und große Glücksmomente sind die besten Kraftquellen im Alltag.

Unser Alltag ist hektisch genug. Was unnötig Kraft kostet, muss weg! Hier sind fünf Dinge, von denen wir uns jetzt ganz schnell verabschieden!

1. Zu wenig Schlaf macht empfindlich

Beobachten Sie sich mal selbst. Wenn Sie am Wochenende ausgeschlafen am Frühstückstisch sitzen, sind Sie viel gelassener. Plötzlich nerven die klappernde Badezimmertür, die falsche Musik im Radio oder der Husten des Partners nicht mehr so. Sie lächeln, schließen die Tür, schalten das Radio ab oder streichen dem Liebsten über den Rücken. Sie sind ein anderer Mensch. Denn Körper und Seele hatten über Nacht Zeit, sich wirklich zu erholen.

ÄNDERN SIE IHR ABEND-RITUAL

Vor dem Schlafengehen schnell noch ein bisschen aufräumen, die E-Mails checken oder gar vom Bett aus den Fernseher wieder einschalten? Diese Dinge gehören leider bei vielen zum klassischen Abend-Ritual. Aber so kommen Sie nie auf die empfohlene Schlafenszeit von sieben bis acht Stunden. Machen Sie es besser: Ihr Wecker klingelt immer um 6.30 Uhr? Dann gehen Sie spätestens um 22.30 Uhr ins Bett. Keine Ausnahme! Und damit Sie wirklich zur Ruhe kommen, schalten Sie schon eine halbe Stunde vorher richtig ab. Lesen Sie, hören Sie Musik, schauen Sie einfach in den Nachthimmel, trinken Sie eine Tasse beruhigenden Kamillen-Tee oder massieren Sie Hände und Füße mit entspannendem Lavendelöl.

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2. Übertriebene Strenge lähmt

Die Kollegin hat vergessen, eine E-Mail zu verschicken. Sie trösten: „Kein Problem!“ Bei Nachbars türmt sich der Abwasch. Sie denken: Na und! Aber wehe, bei Ihnen sieht es so aus, wenn Überraschungsbesuch kommt. Wehe, Ihnen passiert so ein Fehler im Job. Das verzeihen Sie sich nicht so schnell! Da wird ein Drama draus! Sie machen sich Vorwürfe und fühlen sich wie eine Versagerin. Diese übertriebene Strenge gegenüber sich selbst gehört zu den schlimmsten weiblichen Energie-Räubern. Und die meisten Frauen wissen das sogar: „Ich setze mich selbst zu sehr unter Druck“, sagen 48 Prozent bei einer Umfrage der Techniker Krankenkasse.

ÜBEN SIE NACHSICHT

Warum sind Sie zu anderen netter als zu sich selbst? Das macht keinen Sinn. Überlegen Sie beim nächsten Mal: Was würde ich meiner besten Freundin jetzt raten? Wie würde ich sie trösten? Und dann tun Sie genau das. Sie setzen sich hin, atmen tief durch, umarmen sich (funktioniert!). Dann besprechen Sie die Sache liebevoll mit sich selbst: „Jeder macht mal Fehler, niemand ist perfekt. Du warst schon so oft Retterin in der Not, jetzt lässt du dir mal helfen. Denk dran: Es ist nicht so wichtig, was andere von dir halten. Viel wichtiger ist, dass du an dich glaubst.“ Je länger Sie sich so unterhalten, desto stärker werden Sie spüren, wie Sie entspannen.

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3. Enge Kleidung erstickt

Ob wir uns in die angesagten Skinny Jeans quetschen oder Hosen tragen, die einfach eine Nummer zu klein geworden sind – zu enge Kleidung schadet doppelt. Erstens schwächt sie das Selbstbewusstsein, weil sie uns dauernd an ein vermeintliches (Figur-)Problem erinnert. Und zweitens nimmt sie uns tatsächlich Luft. Wir können darin nicht so tief ein- und ausatmen wie wir sollten. Die Sauerstoffversorgung ist nicht optimal und so funkt das System ständig: „Mit dir stimmt was nicht.“

KAUFEN SIE SCHICK, ABER BEQUEM

Also in weiten Sack-Kleidern verschwinden? Lässige Jogginghose statt schmale Jeans? Nein! Denn natürlich muss schicke Kleidung nicht zum Energie-Räuber werden. Im Gegenteil! Tage, an denen wir mit unserem Spiegelbild zufrieden sind, laufen einfach besser. Aber beim Kauf und bei der morgendlichen Outfit-Auswahl sollten Sie immer drei Fragen mit „Ja“ beantworten: Sehe ich darin gut aus? Fühle ich mich darin wohl? Bekomme ich genug Luft?

4. Auch kleines Chaos erschöpft

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Handtasche komplett ausgekippt? Auf der Suche nach einem wichtigen Kassenbon, dem teuren Lippenstift oder dem Portemonnaie? Wann mussten Sie das letzte Mal zum Bus rennen, weil Sie vorher Schlüssel oder Handy nicht finden konnten? Wahrscheinlich ist es nicht allzu lange her und ganz bestimmt haben Sie dabei Stress-Symptome gespürt: Das Herz raste ein bisschen und die Atmung ging schneller. Sie haben Ihren Körper und Ihre Seele in eine kleine Panik versetzt. Ganz unnötig!

SCHAFFEN SIE ORDNUNG

Je mehr Dinge in Ihrem Alltag einen festen Platz haben, desto seltener geraten Sie in Such-Panik. Ab jetzt gilt: Kassenbons kommen immer in die Scheintasche. Lippenstift und Portemonnaie haben ein eigenes Fach. Gibt’s bei Ihrer Handtasche nicht? Dann investieren Sie in eine neue mit besseren Organisations-Möglichkeiten. Für Handy, Schlüssel und wichtige Sachen schaffen Sie möglichst auch in der Wohnung eine feste Station. Nach jedem Gebrauch legen Sie sie zurück

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5. „Ja, aber …“ ist eine echte Stress-Falle

Kleine und große Glücksmomente sind die besten Kraftquellen im Alltag. Leider machen wir sie häufig mit „Ja, aber …“-Sätzen sofort kaputt. Wir sagen zum Beispiel: „Ja, ich liebe meinen Partner, aber was, wenn er mich eines Tages verlässt?“ Oder: „Ja, ich freue mich auf den Urlaub, aber was, wenn es regnet?“ Oder: „Ja, ich habe einen guten Job gemacht, aber was, wenn der Chef nun noch mehr von mir erwartet?“ Statt Kraft aus einem positiven Ereignis zu ziehen, setzen wir uns mit Zweifel-Sätzen unter negativen Stress.

SAGEN SIE „STOPP!“

Wenn wieder so ein böses „Aber“ auftaucht, sagen Sie laut „Stopp“! Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich kurz nur auf das rote achteckige Schild. So verlassen Sie das Negative-Gedanken-Karussell. Jetzt sagen Sie die Sätze noch einmal: „Ja, ich liebe meinen Partner und das ist toll!“ „Ja, ich fahren in den Urlaub und es wird super.“ Sie spüren es sofort: Ihre Gesichtsmuskeln entspannen, Sie lächeln und sind glücklich und stark statt zweifelnd und schwach.

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