25.07.2016

Wohlbefinden Kann man Glücklichsein erben? Das sagt die Zufriedenheitsstudie

Haben wir unser Glück in der eigenen Hand?

Foto: iStock/Petar Chernaev

Haben wir unser Glück in der eigenen Hand?

Liegt das Glücklichsein in den Genen? Diese Frage stellten sich Forscher in einer großen internationalen Studie. Finden Sie hier die Antworten!

Was macht Sie zufrieden? Und wie stehen Sie zu Ihrem Schicksal? Stecken Sie gleich den Kopf in den Sand, wenn es einmal nicht so gut läuft? Oder gehören Sie zu den robusteren Naturen, die ein Unwohlsein schnell abschütteln und weiter machen?

Jetzt werteten internationale Forscher die genetischen Daten von knapp 300.000 Menschen aus und fanden tatsächlich Verbindungen zwischen Lebenszufriedenheit und Vererbung.

Sind die Gene schuld?

Die rund 180 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungszweigen fanden gleich mehrere Genabschnitte, die Wohlbefinden und Zufriedenheit aber auch Depression und neurotisches Verhalten beeinflussen. Diese Zusammenhänge waren bisher fast unbekannt. Doch was bedeutet diese Erkenntnis für unser Lebensglück? Ist Glücklichsein also vererbbar? Professor Gert G. Wagner vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommt zu der Erkenntnis, dass das psychologische Wohlbefinden größtenteils durch die Umwelt, aber eben auch durch genetische Faktoren beeinflusst werde.

Ist jeder seines Glückes Schmied?

Die Antwort der Forscher lautet: Ja, denn nur ein geringer Bruchteil der ermittelten Genabschnitte seien für die Erblichkeit psychologischen Wohlbefindens verantwortlich. Der größte Teil der genetisch erklärbaren individuellen Unterschiede in Punkto Lebenszufriedenheit entstehen durch das Zusammenspiel Tausender unterschiedlicher kleiner genetischer Veränderungen. Jedes einzelne Gen hat nur einen winzigen Einfluss darauf.

Wenn zum Beispiel „der Enkel nach seinem Opa kommt“, er also ähnliche Eigenschaften hat, liegt dies an Tausenden vielleicht sogar Millionen verschiedener genetischer Varianten – und nicht an einer Handvoll Glücks-Gene.

Zur individuellen Zufriedenheit führen überwiegend äußere Faktoren wie Lebensumstände oder Umwelteiflüsse.

Unterm Strich lautet das Ergebnis der Studie: Wohlbefinden und Zufriedenheit liegen nur zu geringem Teil in den Genen. Zum Glück!

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie finden Sie hier (auf Englisch!).

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