Aktualisiert: 13.05.2021 - 21:31

Zu lange warten, Füße nicht abtrocknen... Hilfe, Fußpilz! Diese Fehler ziehen die Behandlung in die Länge!

Ein sehr häufiger Fehler bei Fußpilz: Anzeichen ignorieren und nicht behandeln lassen.

Foto: Getty Images/robertprzybysz

Ein sehr häufiger Fehler bei Fußpilz: Anzeichen ignorieren und nicht behandeln lassen.

Bei Fußpilz juckt und spannt die Haut. Wer jetzt nicht reagiert, riskiert langwierigen Nagelpilz. Doch Vorsicht: Bei Fußpilz gibt es einige Fehler. Und die können unangenehm werden, denn die Pilzerkrankung ist hoch ansteckend...

Reden wir doch mal wieder über Füße. Unsere Treterlein bringen uns tagtäglich überall hin und doch gönnen wir ihnen meist viel zu wenig Aufmerksamkeit. Manchmal äußert sich das dann in Problemen. Spätestens, wenn's anfängt zu jucken oder die Haut unangenehm spannt, sollten Ihre Alarmglocken schrillen. Wer diese Warnzeichen ignoriert, macht einen der Fehler bei Fußpilz, die in langwierige Behandlungen ausarten können. Wir verraten Ihnen, was noch so alles passieren kann.

Fußpilz richtig behandeln - So geht’s
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Fußpilz: Diese Fehler sind schnell passiert

Juckende Füße kann man ignorieren, oder? Nein – auf gar keinen Fall. Denn hinter dem Juckreiz kann ein Hautpilz stecken, auch Fußpilz genannt. Der ist schnell eingefangen, aber gar nicht schnell wieder losgeworden. Schon gar nicht, wenn Sie bestimmte Fehler machen:

Fehler 1: Juckende Füße ignorieren

Die Haut juckt, vor allem zwischen den Zehen, sie spannt, tut stellenweise sogar weh. Vielleicht bilden sich sogar schon kleine Bläschen. Spätestens jetzt sollten Sie feststellen, dass etwas im Argen ist und reagieren. Doch schon beim Kribbeln der Fußhaut sollten Sie zumindest an Fußpilz denken. Die ersten Anzeichen sind nämlich unsichtbar.

Denn Fußpilz, eine Form des Hautpilz, wird ausgelöst durch Candida-Arten. Meist steckt der Pilz Candida albicans dahinter. Das Gemeine: Der ist hoch ansteckend und kann sich a) auf dem eigenen Körper weiter verteilen und b) sich auch bei anderen Menschen einnisten, die mit Ihrem Candida in Kontakt kommen. Je schneller also behandelt wird, desto eher senken Sie das Infektionsrisiko für andere Hautstellen und andere Menschen.

Fehler 2: Üblen Geruch ignorieren

Bei manchen Menschen kommt es nebst spürbaren und sichtbaren Hautveränderungen am Fuß auch zu einer unangenehmen Geruchsbildung. Das liegt nicht am Pilz selbst, sondern an Bakterien, die sich ansiedeln und die sich über die geschwächte Haut so richtig freuen. Und da setzen auch schon Fehler 3 und 4 an...

Fehler 3: Mangelde Fußhygiene

Gönnen Sie Ihren Füßen ein bisschen Sauberkeit. Das heißt auch beim Duschen: ruhig mal einseifen und abschrubben. Und insbesondere unter den Nägeln sollte regelmäßig gereinigt werden, dort sammeln sich nämlich jede Menge Fusseln, abgestorbene Hautschüppchen und Co, die einen ausgezeichneten Nährboden für Bakterien und eben auch Pilze bieten.

Ganz wichtig bei der Fußhygiene ist aber vor allem das Danach: Trocknen Sie Ihre Füße immer gründlich ab – und zwar auch zwischen den Zehen.

Ist der Fußpilz allerdings schon da, dann bitte den infizierten Bereich nicht einfach mit dem Handtuch abtrocknen, das Sie für den gesamten Körper nehmen. Wir erinnern uns: Fußpilz kann sich sehr leicht weiterverbreiten. Die entsprechenden Stellen sollten daher am besten mit einem Papiertuch, etwa Toilettenpapier, getrocknet werden. Das können Sie danach einfach entsorgen.

Tipp aus der Apotheke: Die Füße einfach mit einem nicht zu heiß eingestellten Föhn trocknen!

Fehler 4: Socken und Schuhe nicht sauber halten

Allerspätestens wenn die Socken müffeln, sollten Sie sie gründlich waschen, und zwar bei bekanntem Fußpilz am besten bei mindestens 60 °C. Noch besser: Socken und benutzte Handtücher mit pilztötenden Desinfektionsspülern behandeln. Generell gilt aber: Socken bitte täglich wechseln.

Und auch die Schuhe sollten Sie – übrigens auch vorbeugend – regelmäßig desinfizieren. Das gilt vor allem für feste, nicht besonders atmungsaktive Exemplare.

Die beste und auch einfachste Möglichkeit: Schuhe regelmäßig gut auslüften lassen. Im Sommer kann es dazu reichen, sie einfach draußen in die Sonne zu stellen (natürlich nur bei lichtechtem Material). Oder eben immer mal warm durchföhnen. Ganz wichtig ist das, wenn die Schuhe einmal richtig nass geworden sein sollten. Immer gut durchtrocknen lassen!

Wer Probleme mit Fußpilz hat, kann seine Schuhe auch desinfizieren, sollte dazu aber auf jeden Fall ein spezielles Spray aus der Apotheke nutzen – nämlich eines mit antimykotischer Wirkung. Das entfernt auch Erreger aus abgestorbenen, abgefallenen Hautschuppen. Denn Fußpilz kann sehr lange überleben.

Auch gut zu wissen: Was tun gegen Fußgeruch? So haben Schweiß & Co keine Chance!

Fehler 5: Sie riskieren Ansteckung durch fehlenden Schutz

Zu guter Letzt ist der größte Fehler der, sich gar nicht erst vor einer Ansteckung mit Fußpilz zu schützen. Das gilt vor allem, wenn Sie oft in Bereichen sind, in denen viele Menschen barfuß laufen und in denen es dazu noch schön feucht ist: Schwimmbad, Sauna, Sportverein, aber auch in Hotelzimmern.

Überall dort sollten Sie am besten immer Badelatschen tragen, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Doch auch zu Hause lauert die Fußpilz-Gefahr, wenn jemand aus der Familie unwissentlich infiziert ist. Das bedeutet: Auch dort am besten vor allem im Bad nicht barfuß gehen. Zudem sollte sowieso gelten: Jedes Familienmitglied hat sein eigenes Handtuch, eigene Nagelscheren und Feilen. Und eigene Schuhe sowieso...

Was, wenn's doch passiert ist? Dann helfen am besten der Gang zum Arzt und das Mittel aus der Apotheke. Wer nämlich jetzt nicht behandelt, riskiert eine Ausbreitung bis hin zum nur schwer behandelbaren Nagelpilz. Doch solange nur kleine Stellen betroffen sind, können Sie die medizinische Fußpilz-Behandlung auch mit Hausmitteln gegen Hautpilz unterstützen. Wichtig dabei ist, dass Sie darauf achten, hygienisch vorzugehen, um den Pilz wirklich loszuwerden und nicht doch noch jemanden anzustecken.

Infos zu Hautpflege und Wissenswertes über Füße ist nicht nur bei Fußpilz und anderen Hauterkrankungen wichtig. Schauen Sie auf unsere Themenseiten – die versorgen Sie mit vielen weiteren Infos und Tipps für zarte Haut und gesunde Treter.

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