Aktualisiert: 08.01.2021 - 16:55

Stichwort Schichtdicke Schützt die Maske? Dieser Trick verrät es Ihnen!

Alle Infos rund um Mund-Nase-Schutzmasken

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Vorstellung der Mund-Nase-Schutzmasken-Typen und was es jeweils zu beachten gibt. - Behelfs-/Alltagsmaske - Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) - Filtrierende Halbmasken (FFP2 und FFP3)

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Die Maskenpflicht begleitet uns vermutlich noch lange. Und die Stoffmaske steht noch immer hoch im Kurs. Doch ist sie überhaupt sicher? Mit einem einfachen Trick erkennen Sie, ob Sie mit Ihrer Stoffmaske Ihre Mitmenschen schützen können.

Warum wir Mund-Nasen-Bedeckungen tragen? Vor allem, um andere zu schützen, sollten wir unerkannt mit dem Coronavirus (oder einem anderen respiratorische Infektionskrankheiten auslösenden Virus) infiziert sein. Denn Masken halten vor allem Tröpfchen auf – und zu einem gewissen Grad sogar Aerosole. Zumindest verringern sie die Tröpfchenverbreitung etwa beim Sprechen. Aber halten insbesondere wiederverwendbare Stoffmasken ihr Versprechen? Mit einem ganz einfachen Trick können Sie herausfinden, ob Ihre Maske schützt – nämlich ob sie Tröpfchen zumindest abbremsen kann.

Einfacher Trick verrät, ob Maske schützt

Wir sind das Masketragen zwar mittlerweile schon irgendwie gewohnt, aber manchmal steht man dann doch plötzlich ohne da, oder greift auf einen Schal oder ein Bandana zurück. Ist der Stoff zu dünn, verliert die Mund-Nasen-Bedeckung nämlich die Schutzwirkung, die sie haben soll: andere schützen. Und auch man selbst ist umso mehr dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt, je dünner der Stoff ist.

Das können Sie aber ganz leicht überprüfen:

  • Probieren Sie einmal, mit Maske vor Mund und Nase eine Kerze auszupusten. Klappt das? Dann ist die Maske zu dünn. Klappt's partout nicht und die Kerze bleibt brennen? Super, dann ist Ihre Maske als Fremdschutz effektiv.

Diesen Trick nennt etwa die US-Epidemiologin Dr. Anne Rimoin gegenüber freundin.de. Sie ergänzt: "Je mehr Schichten die Maske hat, desto sicherer ist sie."

Auch bei OP-Masken oder FFP2-Masken dürften Sie übrigens Probleme haben, die Kerze auszupusten, denn diese Maskenarten sind dicht bis sehr dicht gewebt. FFP2-Masken liegen dazu noch eng an und eignen sich so sogar für den persönlichen Schutz bis zu einem gewissen Grad.

Einen weitere Aerosol-Trick können Sie bei kalten Temperaturen anwenden:

  • Stellen Sie sich mit Maske nach draußen. Normalerweise kondensiert Ihr Atem um Sie herum bei Kälte in weißen Wolken. Passiert das auch mit Maske in großem Umfang? Dann sitzt die Maske nicht richtig oder ist zu dünn. Wenn die Maske gut abschließt, werden auch die Atemwölkchen um Sie herum weniger.

Worauf es noch ankommt

Masken senken das Infektionsrisiko – wenn sie dick genug sind und richtig getragen werden. Denn die Dicke der Maske ist nicht das einzige, das die Schutzwirkung ausmacht. Auch zu lockere Masken verlieren ihren Schutz. Rutscht die Maske immer wieder von der Nase? Dann bitte nachjustieren oder ein passenderes Modell zulegen. Auch durch die Nase atmen Sie nämlich ständig Aerosole aus. Und die werden durch dichte Masken zumindest ein wenig abgebremst. Und insbesondere beim Niesen treten ohne Nasenbedeckung Tröpfchen in Geschwindigkeiten von über 160 km/h in die Umgebung. Sie können sich sicher ausmalen, wie schnell die dann, ganz ohne Schutz, bei den Menschen um Sie herum landen.

Vorsicht: Aerosole können dennoch auch durch Stoff- und OP-Masken hindurchtreten. Sollten Sie nur kurz Kontakt mit Menschen haben, während um Sie herum ein Luftaustausch geschieht, dann reicht das in den meisten Fällen aus. Doch bei langen Aufenthalten in geschlossenen, nicht gelüfteten Räumen verlieren auch die Masken irgendwann ihre Schutzwirkung. Das Problem: Stoff- und OP-Masken schützen die Träger nicht vor Aerosolen, insbesondere wenn sie an der Seite noch Luftlöcher lassen. Besser sind da die festen FFP2-Masken. Dann aber bitte darauf achten, dass diese kein Ventil haben – denn sonst verlieren sie ihre Wirkung, andere zu schützen.

Wichtig ist auch: Maske bitte regelmäßig wechseln und Stoffmasken regelmäßig waschen! Ist die Maske durchfeuchtet, bitte austauschen. Ist sie wirklich schmutzig? Dann weg damit oder im Falle von Stoffmasken eine Runde in der Waschmaschine drehen lassen. Denn Masken können durchaus krank machen, wenn man nicht hygienisch mit ihnen umgeht! Da kann das Halskratzen dann auch mal schnell von Bakterien kommen, die sich im Stoff tummeln.

Mehr dazu: Wie lange kann man so eine FFP2-Maske eigentlich tragen? Vorsichtig sollten Sie aber beim Kauf von FFP2-Masken über das Internet sein. Denn diese angeblichen FFP2-Masken schützen nicht vor dem Coronavirus!

Auch interessant: Stoff, OP, FFP3: Welche Maske hilft wem?

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