31.07.2020 - 17:46

So schützen Sie sich Sonnenbrand im Auge: Ja, das geht!

Am besten mehrfach geschützt: Vor Sonnenbrand im Auge hilft vor allem eine Sonnenbrille mit ausreichend UV- und Infrarotschutz. Und der Hut dazu kann auch nicht schaden.

Foto: iStock.com/Ridofranz

Am besten mehrfach geschützt: Vor Sonnenbrand im Auge hilft vor allem eine Sonnenbrille mit ausreichend UV- und Infrarotschutz. Und der Hut dazu kann auch nicht schaden.

Nicht nur die Haut: Auch die Augen wollen im Sommer vor schädlicher UV-Strahlung geschützt werden. Denn wussten Sie, dass Sie sich Sonnenbrand im Auge zuziehen können? Was hilft, ist die richtige Sonnenbrille.

Der Sommer ist erst dann richtig herrlich, wenn die Sonne scheint. Am besten brennt sie so richtig vom Himmel. Das kann der Gesundheit allerdings mehr schaden, als Sie jetzt vermutlich denken. Klar: Hut auf gegen Sonnenstich, Sonnencreme gegen Sonnenbrand, im besten Fall sogar bedeckende, aber luftige Kleidung. Aber haben Sie schon einmal von Sonnenbrand im Auge gehört? Ja, auch unser Sehorgan kann verbrennen, wenn wir es nicht genügend schützen.

Sonnenbrand im Auge: Das sind die Symptome

Von klein auf lernen wir – oder zumindest die meisten von uns – dass wir nicht mit bloßem Auge in die Sonne schauen sollen. Wer das einmal kurz ausprobiert hat, wird sowieso schnell merken, dass man sich danach für einige Momente erst einmal neu orientieren muss. So sehr kann das helle Licht der Sonne blenden. Aber die Gefahr liegt noch ganz woanders: nämlich in der UV-Strahlung. Und die dringt auch ins Auge, wenn wir nicht direkt reinstarren.

Wer nach einem sonnigen Tag mit geröteten, tränenden und brennenden Augen zu kämpfen hat und zusätzlich nur noch unscharf sieht, hat sich vermutlich einen Augen-Sonnenbrand zugezogen.

So entsteht der Augen-Sonnenbrand

"Wie bei einem Sonnenbrand auf der Haut, können im Auge die Horn- und Bindehaut 'verbrannt' werden. Dies nennt man auch Photokeratitis, Verblitzung oder Schneeblindheit", erklärt Florian Gisch, Geschäftsführer von Wetzlich Optik-Präzision. Wie bei einem normalen Sonnenbrand auf der Haut sterben dabei auch im Auge Zellen ab, die die Verbrennung abbekommen haben. Das umliegende Gewebe reagiert mit einer Entzündungsreaktion – ebenfalls wie beim Haut-Sonnenbrand. Wie die umliegende, entzündete Haut, wird auch das Auge rot, es brennt und schmerzt. Das passiert meist einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne.

Beschwerden klingen ab – aber dauerhafte Schäden können bleiben

In der Regel hilft es, bei Augensonnenbrand erst einmal in einem abgedunkelten Raum zu bleiben und auf entsprechende Salben und Augentropfen aus der Apotheke zurückzugreifen. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Beschwerden meist ab.

Aber Optiker Gisch rät zur Vorsicht, denn das Auge kann auch nachhaltig geschädigt werden: "Die Hornhaut des Auges ist ein Teil des Körpers, der sehr stark mit Nerven durchzogen ist. Verletzungen schmerzen hier besonders." Er rät daher dazu, bei Verdacht auf Augen-Sonnenbrand einen Augenarzt aufzusuchen.

An sonnigen Tagen: Schützen Sie Ihre Augen!

Zum Glück gibt es aber noch die gute, alte Sonnenbrille – die schützt nämlich am allerbesten vor Augenverbrennungen durch die Sonne. Allerdings ist damit nicht jedes Modell gemeint, das Sie an der Straßenecke kaufen können. Auf diese Punkte sollten Sie achten:

  • UV-Schutz: Achten Sie auf die Kennzeichnung "UV 400"
  • Die CE-Kennzeichnung zeigt, ob das Modell den EU-Richtlinien entspricht
  • Achten Sie im besten Fall auf zusätzlichen Infrarotschutz
  • Wählen Sie ein Modell, das die Augen von allen Seiten abschirmt, also auch vor seitlicher Sonneneinstrahlung schützt

Übrigens ist die Sonnenbrille als Schutz nicht nur im Hochsommer wichtig, sondern kann etwa auch im Winter im Schnee oder etwa an Seen oder am Meer helfen – immer da, wo Sonnenstrahlen stark reflektiert werden. "Sonnenlicht besteht zu 40 Prozent aus Infrarotstrahlen. Diese erwärmen das Auge und können die Linse und Netzhaut langfristig schädigen", erklärt Gisch.

Schützen Sie Ihre Augen also vor allem auch vor hoher Sonneneinstrahlung, nicht nur im Sommer – um brennenden Augen sowie Sehproblemen vorzubeugen und sich vor Augenkrankheiten zu schützen. Denn die Augen sind ein empfindliches Gebilde, was Sie etwa schnell bei Bindehautentzündung und den damit verbundenen Einschränkungen bemerken. Und haben Sie schon einmal von Glaskörperflocken gehört? Was genau hinter den "Fusseln" im Blickfeld steckt, erfahren Sie hier.

Zum Experten: Florian Gisch ist Geschäftsführer bei Wetzlich Optik-Präzision GmbH in Viersen.

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