Aktualisiert: 12.11.2020 - 17:19

Lästige Symptome lindern Dauer einer Erkältung: Lässt sich das Leiden abkürzen?

Wer eine aufkeimende Erkältung nicht mehr stoppen kann, kann möglicherweise deren Dauer und damit die Leidenszeit verkürzen.

Foto: iStockcom/seb_ra

Wer eine aufkeimende Erkältung nicht mehr stoppen kann, kann möglicherweise deren Dauer und damit die Leidenszeit verkürzen.

"Mit Arzt dauert die Erkältung sieben Tage, ohne eine Woche": Diesen Spruch haben Sie bestimmt schon gehört. Was ist dran und wie lässt sich die Dauer reduzieren?

"Die Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage." Ganz unrecht hat der Volksmund nicht. Ein grippaler Infekt ist äußerst unangenehm – und dauert im Schnitt mindestens eine Woche, eher etwas länger. Doch mit geeigneten Hausmitteln, viel Ruhe und einer medikamentösen Behandlung lassen sich Symptome oft lindern und die Dauer der Erkältung manchmal sogar verkürzen.

Erkältung am besten bereits bei den ersten Anzeichen stoppen

Wer sich schont und die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkältung stärkt, kann den richtigen Ausbruch oft noch stoppen und so auch die akute Phase mit Halsschmerzen, Schnupfen und Schlappheit umgehen.

Schon vorher – zwischen Ansteckung und dem vollen Ausbruch des Infekts – merken Erkältete, dass sich etwas anbahnt. Sie fühlen sich abgeschlagen und haben zum Beispiel Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden oder ein Kratzen im Hals. “Bloß keine Erkältung!”, ist da oft der Gedanke.

Gerade in Zeiten erhöhter Infektionszahlen ist es noch unangenehmer als sonst schon, vor anderen niesen oder husten zu müssen. Kein Wunder: Mitmenschen wenden sich aus Furcht vor einer Ansteckung nicht selten erschrocken ab. Betroffene fühlen sich deshalb häufig auch ausgegrenzt. Spätestens bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollten Sie also einen Gang zurückschalten, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Wie lange dauert eine Erkältung von den ersten Symptomen bis zu deren Abklingen?

Die Startphase der Erkältung dauert etwa einen bis zwei Tage an. Die Episode nach der Infektion und vor dem Auftreten von Krankheitszeichen nennen Mediziner Inkubationszeit.

Wer nicht rechtzeitig die Kurve kratzt, kommt in die akute Phase, in der die heftigen Krankheitsanzeichen etwa drei Tage lang andauern.

Danach ist die Erkältung leider noch lange nicht vorbei: Bis die Symptome vollständig abgeklungen sind, vergehen in der Regel weitere drei bis fünf Tage, in manchen Fällen deutlich mehr. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem etwa haben länger mit dem grippalen Infekt zu kämpfen.

Was tun? Mit einfachen Maßnahmen sich und andere schützen

Sie sollten sich deshalb bereits beim ersten Halskratzen möglichst viel Ruhe gönnen und gezielt die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte stärken, um den richtigen Ausbruch der Erkältung noch zu stoppen. Wenn Sie bei ersten Erkältungssymptomen zusätzlich zu Hause bleiben, geben Sie Ihrem Körper die Ruhe, die er jetzt dringend benötigt, und schützen andere Menschen vor einer möglichen Ansteckung. Zumal man sich ja gerade in diesen Zeiten, wo erhöhte Vorsicht geboten ist, nie so richtig sicher sein kann, welches Virus hinter erkältungstypischen Beschwerden steckt.

Helfen können unter außerdem wohltuende Hausmittel wie heißer Tee, eventuell mit einem Löffel Manuka-Honig – der kurbelt das Immunsystem aufgrund seiner Zusammensetzung und seiner Enzyme nämlich richtig an. Auch Lebensmittel mit Zink können helfen, die Dauer der Erkältung zu verkürzen.

Ist der Infekt bereits voll im Gange, heißt es: Zu Hause viel Ruhe gönnen und auf medikamentöse Therapie sowie auf bewährte Hausmittel setzen, um das Immunsystem bei der Abwehrarbeit weiter zu unterstützen.

Fazit: Erkältung nicht ignorieren – sondern sich Ruhe gönnen!

Wer die Symptome der Erkältung stattdessen verschleppt, indem er sich nicht genug schont und vielleicht sogar trotzdem zur Arbeit geht, zieht nicht nur die Erkältungsdauer in die Länge, sondern riskiert auch Folgekrankheiten. Und die können teilweise richtig gefährlich werden – zum Beispiel, wenn aus dem Husten eine Lungenentzündung wird oder es sich um eine chronische Bronchitis, Stirn-/ Nasennebenhöhlenentzündung oder gar eine Herzmuskelentzündung handelt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Warnsignale dafür sprechen, bei einem grippalen Infekt schleunigst zum Arzt zu gehen.

Übrigens: Eine Lungenentzündung lässt sich möglicherweise verhindern! 7 Tipps helfen dabei, die schwere Komplikation gar nicht erst auftreten zu lassen.

Wie Sie sich vor einer Erkältung am besten schützen? Hier haben wir noch fünf Tipps für Sie:

5 Tipps zum Schutz vor Infektionen
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Noch mehr Ratgeber und Tipps zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite #JetztBloßKeineErkältung.

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Quellen:

  • Bachmann, S. & Längler, A.: Hausmittel in der modernen Medizin, Elsevier/Urban & Fischer Verlag, 2005
  • Michael Zimmermann: Burgersteins Mikronährstoffe in der Medizin, 3., aktualisierte Auflage, Thieme-Verlag, 2003
  • Joel Fuhrman: Keine Chance für Grippe und Erkältung, riva Verlag, 2018
  • Cochrane Library: Singh et al.: Zinc for the common cold; aufgerufen am 07.11.2020
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