Aktualisiert: 17.06.2021 - 18:25

Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe besser verstehen eCOV-Studie: So können Sie mithelfen, das Coronavirus effektiv zu bekämpfen

Von der Redaktion

Schnell abends noch eine Datenspende abgeben: Mit der eCOV-App können Sie Wissenschaftler:innen dabei unterstützen, das Coronavirus, die Pandemie und die Auswirkungen der Impfungen besser zu verstehen. Der Zeitaufwand ist minimal.

Foto: Getty Images/Hinterhaus Productions

Schnell abends noch eine Datenspende abgeben: Mit der eCOV-App können Sie Wissenschaftler:innen dabei unterstützen, das Coronavirus, die Pandemie und die Auswirkungen der Impfungen besser zu verstehen. Der Zeitaufwand ist minimal.

Wie wirkt sich eigentlich die Kreuzimpfung aus, welche unerwünschten Reaktionen der Impfstoffe treten bei wem auf und wie verändern sich die Symptome von Covid-19 mit neuen Varianten? Rund um das Coronavirus gibt es noch viel zu lernen. Dabei kann jede:r von uns die Forschung unterstützen – mit digitaler Datenspende. Und das geht so:

Mittlerweile haben wir zumindest fast alle schon einmal irgendwelche Berührungspunkte zur Pandemie rund um das Coronavirus gehabt: Sei es eine oder sogar schon die zweite Impfung, ein einfacher Antigen-Schnelltest oder auch die Erkrankung mit Covid-19. Das heißt, es sammelt sich eine Art Schwarmwissen an, das die Forschung weiterbringen kann. Denn noch immer gibt das Coronavirus der Menschheit Rätsel auf. Wie wirken die Impfstoffe auf neue Varianten, welche Symptome treten auf und wie häufig kommt welche Nebenwirkung nach einer Impfung eigentlich vor? All das lässt sich nur mit einer unfassbar großen Datenmenge lösen – und zu der kann jede:r etwas beitragen. Die eCOV-Studie hilft der Forschung, Erkenntnisse über Covid-19, Coronatests und die Impfstoffe zu gewinnen.

Mit der eCOV-Studie kann jede:r die Forschung unterstützen

Was passiert während dieser Pandemie? So richtig lässt sich diese Frage immer noch nicht beantworten. So vieles spielt mit hinein, so viele Faktoren müssen berücksichtigt werden. Doch je mehr Daten es gibt, desto genauer lässt sich ein Bild zeichnen. Genau das ist das Ziel der eCOV-Studie des gemeinnützigen Unternehmens Data4Life und der Hasso Plattner Foundation.

Die Studie richtet sich sowohl an geimpfte als auch an ungeimpfte Erwachsene. Das Besondere: Sie findet unter realen Bedingungen statt, nämlich im Browser, ob auf dem Smartphone, am Tablet oder oder am PC.

Bei der Registrierung müssen zwar E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer angegeben werden, die Verarbeitung der Daten geschieht jedoch laut Data4Life anonymisiert, selbst die Forschenden erhalten nur pseudonymisierte Daten, erfahren also nichts zu Ihrer Identität. Die persönlichen Daten sind dafür da, Ihnen regelmäßige Einladungen zu den Umfragen der Studie zuzusenden.

Einmal angemeldet, werden Teilnehmende durch eine Maske geleitet, die passend zum Thema Fragen stellt. Sind Sie beispielsweise bereits geimpft worden, können Sie hier vermerken, ob und welche unerwünschten Reaktionen Sie hatten.

Auf vier große Fragestellungen zielt die Studie dabei ab:

  • Einfluss der Corona-Impfstoffe
  • Nebenwirkungen und unerwünschte Reaktionen der Corona-Impfstoffe
  • Häufige Symptome von Covid-19
  • Nutzung und Arten von Corona-Tests

Wer kann teilnehmen?

Jeder Erwachsene in Deutschland kann an der Studie teilnehmen, die Person muss lediglich mindestens 18 Jahre alt sein. Es ist völlig irrelevant, ob Sie bereits an Covid-19 erkrankt waren, bereits geimpft sind oder nicht oder ob und welche Vorerkrankungen vorliegen.

Wie funktioniert das Ganze?

Teilnehmende Personen müssen sich ein Konto bei Data4Life erstellen. Das funktioniert mit einer E-Mail-Adresse und der Telefonnummer für die Verifizierung. Ganz wichtig: Jede:r bekommt einen elektronischen Schlüssel zugesendet, der aufbewahrt werden sollte. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen, können Sie es nur mit diesem Schlüssel zurücksetzen.

Nach dem Einloggen kann es losgehen: Zuerst werden 21 allgemeine Gesundheitsfragen gestellt, die sich innerhalb von höchstens fünf Minuten beantworten lassen.

Damit startet die Studie, die voraussichtlich rund acht Wochen dauert. Wöchentlich werden Sie um ein Update gegeben, zu diversen Themen. Wer bereits geimpft ist, bekommt Fragen zur Impfung gestellt, wer bereits an Covid-19 erkrankt war, kann Fragen zum Krankheitsverlauf beantworten. Aber auch das Vertrauen in Impfstoffe wird abgefragt, ebenso Erlebnisse bei Tests. Jede Fragerunde in den Folgewochen erfordert laut Unternehmen einen Zeitaufwand von zwei Minuten pro Woche.

Insgesamt ist die Studiendauer auf zwei Jahre angelegt. Der Studienzeitraum für Teilnehmende beträgt nach Start allerdings vorerst die genannten acht Wochen. Jede:r kann aber selbst entscheiden, die Teilnahme danach noch weiterzuführen. Wer möchte, kann auch früher aussteigen, jedoch bieten Ihre Antworten erst nach einem Zeitraum von ebendiesen acht Wochen sinnvolle Daten, mit denen Forschende arbeiten können.

Wenn die breite Bevölkerung der Wissenschaft hilft

Solche weiträumigen Erhebungen innerhalb der Bevölkerung sind in Deutschland noch relativ selten, daher ist die Skepsis teilweise noch recht hoch. In anderen Ländern, etwa den USA, werden Einwohner schon länger in die Forschung mit einbezogen. Man nennt das "citizen researchers". Das passiert oft, wie in diesem Falle auch, in Form einer freiwilligen Datenspende. Sprich: Sie teilen online Ihre Erfahrungen. Je mehr Menschen dies tun, desto besser können Forschende das Thema, in diesem Fall die Pandemie und deren Auswirkungen, verstehen und so effektiver weiterforschen.

Das Spannende: Jede:r Mitmachende kann die Auswertungen der Ergebnisse einsehen. "Durch eine transparente Darstellung der Studie erhoffen wir uns zusätzlich, das Vertrauen in die Wissenschaft und die Akzeptanz von pandemierelevanten Maßnahmen wie der Covid-19 Impfung zu stärken und die Datenspende zur neuen Normalität werden zu lassen", erklärt PD Dr. Cornelius Remschmidt, Chief Medical Officer von Data4Life gGmbH.

Die Studie wurde vor dem Start von der Ethikkommission der Ärztekammer Berlin geprüft und im Anschluss daran genehmigt.

Auf dem Gebiet des Coronavirus ist Data4Life übrigens kein unbekanntes Unternehmen. Bereits der Coronavirus-Onlinetest "CovApp" in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin stammt aus dem Hause der Potsdamer, ebenso wie ein webbasiertes digitales Symptom-Tagebuch, das um "Long Covid"-Symptome erweitert wurde.

Registrieren kann sich jede:r Erwachsene hier auf der Seite von Data4Life.

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