Aktualisiert: 04.05.2021 - 16:09

Tularämie Für Menschen oft tödlich: Weiterer Hasenpest-Fall in NRW aufgetreten!

So süß! Doch vor der Hasenpest bleiben auch die niedlichsten Kaninchen nicht verschont, genauso wenig wie der Mensch. In Nordrhein-Westfalen wurde nun bereits der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit gemeldet.

Foto: Getty Images/ PrairieArtProject

So süß! Doch vor der Hasenpest bleiben auch die niedlichsten Kaninchen nicht verschont, genauso wenig wie der Mensch. In Nordrhein-Westfalen wurde nun bereits der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit gemeldet.

Auch Menschen können sich mit der Hasenpest infizieren. Unbehandelt endet ein Drittel der Infektionen tödlich.

Die Tularämie hat viele Namen: Sie wird auch als Nagerpest, Lemmingfieber oder Hasenpest bezeichnet. Das kommt daher, dass sie vor allem frei lebende Nagetiere und Hasenartige trifft, beispielsweise Hasen oder Wildkaninchen. Doch damit nicht genug: Die Hasenpest ist auch eine Zoonose – und was das bedeutet, wissen wir ja spätestens seit der Corona-Pandemie nur allzu gut: Sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden – und für diesen mitunter tödlich enden. In Nordrhein-Westfalen wurde nun ein weiterer Tularämie-Fall gemeldet. So gefährlich ist die Hasenpest für den Menschen…

Weiterer Hasenpest-Fall in NRW: Wie gefährlich ist die Zoonose für den Menschen?

Die Hasenpest wird durch das extrem ansteckende Bakterium Francisella tularensis ausgelöst. Neben Hasen und Kaninchen können unter anderem auch Eichhörnchen, Mäuse, Ratten oder Vögel daran erkranken. Symptome sind Schwäche, Apathie, Fieber und gesteigerte Lymphknoten. Die meisten Tiere sterben innerhalb weniger Tage. In Deutschland unterliegt die Hasenpest der Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz.

Wie RTL berichtete, wurde ein weiterer Hasenpest-Fall im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen bei einem Feldhasen nachgewiesen. Zuvor war bereits ein Hasenpest-Fall im Kreis Paderborn, ebenfalls in NRW, entdeckt worden. Spaziergänger, insbesondere Hundebesitzer, sind zu erhöhter Vorsicht angehalten: Zwar erkranken Haushunde, genau wie Hauskatzen, nur in seltenen Fällen selbst an der Hasenpest, können das Virus aber an Menschen weitergeben – und das kann gefährlich werden: Ohne Behandlung verläuft ein Drittel der Infektionen tödlich.

So unterschiedlich sind die Hasenpest-Symptome

Die Hasenpest wird für gewöhnlich durch direkten Kontakt, beispielsweise über kleine Wunden in der Haut, von lebenden oder toten infizierten Tieren auf den Menschen übertragen. Oft erfolgt die Infektion durch Tiere wie Hasen oder Kaninchen, aus diesem Grund sollten Sie tote Tiere niemals anfassen und am besten auch Ihren Hund von diesen fernhalten. Die Hasenpest kann aber auch durch Zecken oder Mücken, durch Aerosole oder durch den Verzehr infizierter Tiere übertragen werden.

Die Symptome der Hasenpest beim Menschen fallen unterschiedlich aus, je nachdem, wie das Virus seinen Weg in den menschlichen Körper gefunden hat. Die häufigste Form der Tularämie äußert sich durch plötzliches Fieber, Geschwüre an der Eintrittsstelle und häufig eitrigen Entzündungen der Lymphknoten. Bei Kindern äußert sich die Tularämie häufig durch Geschwüre in der Mundhöhle und im Rachen sowie durch geschwollene Lymphknoten im Kieferbereich. Ist hingegen der Verzehr infizierten Fleisches die Infektionsursache, kommt es zu Rachenentzündungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Mehr über die Hasenpest erfahren Sie hier. Sollten Sie Kontakt mit einem Nagetier, Hasen o.ä. gehabt oder diese Sorte Fleisch verzehrt haben und Symptome bei sich feststellen, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Die Hasenpest kann mit Antibiotika behandelt werden, dann sinkt die Sterblichkeit von über 30 auf nur fünf Prozent.

In Bolivien wurde letztes Jahr ein weiteres tödliches Virus entdeckt, das vom Tier auf den Menschen überspringt. Und das wird nicht das letzte gewesen sein: Vermutlich werden wir in Zukunft häufiger mit Zoonosen und Pandemien zu kämpfen haben.

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