Aktualisiert: 12.03.2021 - 18:22

Hilfe für Allergiker? Maske auf bei Pollenflug: Das bringt's!

Endlich den Frühling genießen: Das könnte zumindest manchen Allergikern dieses Jahr leichter fallen. Denn Masken schützen durchaus vor Pollen.

Foto: Getty Images/Aitor Diago

Endlich den Frühling genießen: Das könnte zumindest manchen Allergikern dieses Jahr leichter fallen. Denn Masken schützen durchaus vor Pollen.

Die Pollen fliegen wieder – doch es gibt eine eigentlich ganz einfache Möglichkeit, sich dagegen zu schützen. FFP2-Masken helfen aber nur, wenn sie richtig angewendet werden.

Allergiker, die auf Frühblüher reagieren, hat es schon erwischt. Doch die Pollenzeit ist längst nicht zuende. Möglicherweise haben Heuschnupfen-Geplagte es draußen in diesem Jahr aber etwas einfacher – wenn sie auf einen bestimmten Schutz achten: Masken filtern auch Pollen. Dafür müssen sie aber richtig sitzen und regelmäßig getauscht werden. Und es gibt noch eine Besonderheit.

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Masken gegen den Pollenflug: Allergiker profitieren

Masken tragen wir ja derzeit eh alle, wenn wir unterwegs sind. Jedenfalls in Geschäften, anderen öffentlichen Bereichen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Allergiker sollten allerdings darüber nachdenken, ob sie die Maske nicht auch direkt vor Verlassen der Wohnung aufziehen. Denn FFP2-Masken insbesondere sind als partikelfilternde Masken auch geeignet, um Pollen von Mund und Nase fernzuhalten. Aber auch OP-Masken helfen bereits.

Das ist sogar mittlerweile nachgewiesen, etwa mit einer Studie aus München: Viele Allergiker spürten die Auswirkungen des Pollenflugs dank Maske schon im vergangenen Jahr weniger. Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund können sowohl OP- als auch FFP2-Masken nebst Viren oder Feinstaub auch Pollen am Eindringen in Mund und Nase hindern. Denn Pollen haben einen größeren Durchmesser als die feinen Aerosole, in denen Viren sitzen können. Auch Alltagsmasken aus Stoff können helfen, sofern sie gut sitzen und fest gewebt sind.

Sprich: Die rund 15 Prozent Heuschnupfenallergiker in Deutschland könnten damit zumindest einen Teil ihrer Beschwerden eindämmen – insbesondere den allergischen Schnupfen und ständiges Niesen.

Gegen die juckenden und tränenden Augen hingegen kann eine Maske nur wenig ausrichten.

Tipp bei schwerer Allergie: Am besten vorher ausprobieren

Allerdings gibt es da ein Problem: Wer unter starker Allergie leidet, hat mitunter auch mit Atemnot zu kämpfen. Die wiederum kann sich durchaus durch das erschwerte Atmen unter einer Maske verstärken. OP-Masken, die das Atmen kaum erschweren, sind hier die wohl bessere Wahl – auch wenn ihre Filterwirkung nicht ganz so gut ist.

Testen Sie es am besten vorsichtig zu Hause aus: Schaffen Sie als Allergiker es, unter einer FFP2-Maske gut zu atmen? Dann ist diese die Maske der Wahl. Klappt das nicht oder nicht immer, sollte immer eine OP-Maske in greifbarer Nähe sein.

Am besten gleich mehrere Masken zum Wechseln mitnehmen

Sowieso wird Allergikern angeraten, immer mehrere Masken zum Wechseln dabeizuhaben. Das hat mehrere Gründe:

  1. Pollen können sich an der Außenseite der Maske festsetzen und dann beim späteren Abziehen und Wiederverwenden trotzdem in den Atemwegen landen.
  2. Wer in seine Maske hineinniest, sollte sie nach dem Niesanfall wechseln, da sie sonst ihre Schutzwirkung verliert. Und seien wir ehrlich: Nasse Masken sind unangenehm.

Was tun bei einem Niesanfall?

Bei laufender Nase und Niesanfällen gibt der Deutsche Allergie- und Asthmabund einen Tipp, der aber nur eingeschränkt zu empfehlen ist – nämlich dann, wenn man sich an der frischen Luft und weit weg von anderen Menschen befindet: Dann könne man die Maske vor dem Niesen kurz absetzen und in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen, damit die Maske nicht durchnässt. Denn durchfeuchtete Masken halten weder Pollen noch Viren ab.

Wichtig: Sind aber Menschen in der Nähe oder Sie befinden sich in einem geschlossenen Raum, bitte trotzdem in die Maske niesen und diese danach gegen eine frische Maske austauschen. Denn die Masken sind ja vor allem dazu da, vor eventuellen Viren zu schützen – und zwar insbesondere unsere Mitmenschen. Wer die Maske zum Niesen also abzieht, gefährdet damit möglicherweise die Menschen um sich herum. Denn beim Niesen gelangen mit atemberaubender Geschwindigkeit feinste Tröpfchen in die Umgebungsluft. Und genau die sollen die Masken ja eigentlich abhalten.

Fazit: Heuschnupfen-Allergiker sind natürlich nicht gezwungen, auch außerhalb der Gebotszonen eine Maske zu tragen. Doch einen Versuch ist es wert, denn vielleicht lassen sich so die Symptome des Heuschnupfens abmildern. Umso weniger müssen Sie vielleicht zu Apothekenmitteln gegen Heuschnupfen greifen. Falls es doch mal schwer wird – die Pollenflugzeit hat ja gerade erst angefangen – können vielleicht diese Hausmittel gegen Heuschnupfen helfen.

Corona oder Allergie? An diesen Symptomen erkennen Sie es!

Allergiker-Masken gibt es übrigens schon lange. Doch bis vor ein paar Monaten war der Anblick noch so unüblich, dass viele lieber darauf verzichtet haben. Heute guckt keiner mehr blöd, wenn jemand Maske trägt.

Kürzlich machte eine Meldung die Runde, dass Pollen das Risiko einer Covid-19-Erkrankung erhöhen können, insbesondere bei Allergikern, aber auch bei Nichtallergikern. Allerdings scheint diese Korrelation zwar vorhanden, aber nur sehr schwach ausgeprägt zu sein, weshalb Experten hier entwarnen.

Mehr zu Allergien und Intoleranzen sowie zum Coronavirus lesen Sie auf unseren Themenseiten.

Studie:

Menzel, Estrella et al. (Frontiers in Allergy, 2021): "A First Pre-season Pollen Transport Climatology to Bavaria, Germany"

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