21.09.2020 - 15:30

Wenn Symptome auftreten "Fieberambulanzen": Das plant Spahn für Herbst und Winter

Abstand und Mundschutz gelten weiterhin – auch für den Bundesgesundheitsminister. Zudem plant Jens Spahn (CDU) für Herbst und Winter in Corona-Zeiten zentrale Fieberambulanzen als Anlaufstellen für Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hindeuten.

Foto: imago images / photothek

Abstand und Mundschutz gelten weiterhin – auch für den Bundesgesundheitsminister. Zudem plant Jens Spahn (CDU) für Herbst und Winter in Corona-Zeiten zentrale Fieberambulanzen als Anlaufstellen für Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hindeuten.

Wer im Herbst und Winter über klassische Symptome von Atemwegserkrankungen klagt, soll sich laut Gesundheitsminister Jens Spahn an zentralen Anlaufstellen melden können. Was das Gesundheitsministerium noch alles für die anstehende, möglicherweise schwere Zeit plant:

Die Experten sind sich weitgehend einig: Möglicherweise kommt im Herbst und Winter eine schwerere Zeit auf uns zu. Denn klassischerweise beginnen auch Grippe- und Erkältungssaison, sobald es draußen kühler wird. Denn dann haben Viren, die Atemwegserkrankungen auslösen, ein Leichtes, neue Wirte zu finden. Das alles mischt sich mit dem aktuell grassierenden Coronavirus Sars-CoV-2, dessen Reaktion auf die kalte Jahreszeit wir noch nicht kennen. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auch dieses Virus bei kälterer Temperatur besser auf gleichzeitig durch Heizungsluft ausgetrockneten Schleimhäuten einnisten kann. Gesundheitsminister Jens Spahn plant daher sogenannte "Fieberambulanzen" und mehr für Herbst und Winter. Was dahintersteckt:

Mit Fieberambulanzen für die steigenden Corona-Fälle gewappnet

Sogenannte Fieberambulanzen will Spahn einrichten lassen und zudem vor allem Schutzvorkehrungen für Risikogruppen treffen, um einem befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen paroli zu bieten.

Wer im Herbst und Winter klassische Symptome einer Atemwegserkrankung aufweist, etwa Husten, Halskratzen, Müdigkeit, Fieber – also die Symptome, die auch bei einer Coronavirus-Infektion vorkommen können, nebst Magen-Darm-Symptomen, soll sich dann an eine zentrale Anlaufstelle in seiner Nähe wenden können, erklärte Spahn der Rheinischen Post gegenüber. Dazu sollen, so sein Vorschlag, die Kassenärztlichen Vereinigungen diese "Fieberambulanzen" vor Ort anbieten. Er präzisiert: "Konzeptionell gibt es die schon – sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein."

Spezielle Maßnahmen für Risikopatienten: Reihentests in sensiblen Bereichen

Weiterhin will Spahn Maßnahmen einführen, damit Risikopatienten auch in der kalten Jahreszeit so gut geschützt sind wie möglich. "Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen", erklärte er. "Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit."

Bis Mitte Oktober dürfe feststehen, wie die Teststrategie im Herbst und Winter weiter aussehen soll, erwartet Spahn. Dazu müssen sich die Länder untereinander noch abstimmen. Vorgesehen seien etwa Antigen-Schnelltests sowie neue Vorgaben zur Quarantäne-Zeit für Risikogebiet-Reiserückkehrer, die das Bundesinnenministerium herausgeben wird.

Was ist ein Corona-Risikogebiet?
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Die Testkapazitäten seien bereits enorm hochgefahren worden, sagte er weiterhin: "Allein in den letzten vier Wochen wurde etwa ein Drittel aller Tests seit Beginn der Pandemie gemacht."

Mit Fieberambulanzen und Schutzmaßnahmen für Risikogruppen sowie mit weiterhin diszipliniertem Verfolgen der Abstandsregelungen und Co. sollten wir Herbst und Winter dann trotz Coronavirus hoffentlich gut überstehen.

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