Aktualisiert: 11.09.2020 - 18:33

Risiko lässt sich senken 5 Regeln: So schützen Sie sich vor Darmkrebs!

Wer schon früh auf gesunde Ernährung und Co achtet, kann sein Darmkrebs-Risiko signifikant senken. Fünf Regel gelten.

Foto: iStock.com/YinYang

Wer schon früh auf gesunde Ernährung und Co achtet, kann sein Darmkrebs-Risiko signifikant senken. Fünf Regel gelten.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei gehört gerade diese Krebsart zu denen, die sich in vielen Fällen vermeiden ließen. Denn es liegt nicht nur an genetischen Faktoren, wenn jemand erkrankt. Auch der Lebensstil kann Einfluss haben.

Die zweithäufigste Krebsart bei Frauen, die dritthäufigste bei Männern: Darmkrebs könnte man fast schon als Volkskrankheit bezeichnen. Oft sind genetische Veranlagungen dafür verantwortlich, wenn das Darmkrebs-Risiko erhöht ist. Doch es ist nicht nur das. Andere Faktoren, die das Risiko erhöhen, lassen sich tatsächlich beeinflussen. Krebsmediziner sprechen von fünf Regeln, die das Darmkrebs-Risiko senken können.

Die wichtigsten Fakten über Krebs in Deutschland
Die wichtigsten Fakten über Krebs in Deutschland

Diese fünf Regeln senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken

Es geht vor allem um den Lebensstil. Wer sich wenig bewegt und sich ungesund ernährt, der steigert ganz unabhängig von der genetischen Veranlagung das Risiko einer Erkrankung. Das gilt für Herz-Kreislauf-Krankheiten oder etwa Diabetes – aber eben auch für Darmkrebs. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg haben in einer Studie mit 4.000 Darmkrebspatienten und 3.000 Kontrollpersonen herausgefunden, dass der Lebensstil einen großen Einfluss auf die Darmgesundheit hat.

Demnach kann jeder sein persönliches Darmkrebs-Risiko senken, wenn möglichst viele gesunde Lebensweisen vereint werden. Fünf "Regeln" gibt es daher, an die sich jeder halten sollte:

  1. Nicht rauchen
  2. Wenig oder kein Alkohol
  3. Gesund ernähren
  4. Viel bewegen
  5. Körpergewicht normal halten

Fünferregel gilt vor allem für genetisch Vorbelastete – aber nicht nur

Wer bereits einen Fall von Darmkrebs in der Familie hatte, kann mit diesen fünf Lebensregeln sein Risiko senken, ebenfalls zu erkranken. Zwar sind mittlerweile über 50 Genvarianten bekannt, die das Darmkrebs-Risiko leicht erhöhen können. Der Lebensstil hat aber nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen den größeren Einfluss. Diese Regeln sollten sich daher auch Nicht-Vorbelastete zu Herzen nehmen.

Klar: Auch mit gesundem Lebensstil kann man noch an Darmkrebs erkranken. Das Risiko ist nur weitaus geringer. Dabei hilft es schon, nur einen Teil der fünf Regeln zu befolgen. Studienautorin Prudence Carr äußert sich wie folgt: "Es spielte eine untergeordnete Rolle, ob es das Nichtrauchen, die gesunde Ernährung oder die körperliche Aktivität war, die beherzigt wurden. Mit allen Varianten reduzierten die Studienteilnehmer ihr Darmkrebs-Risiko."

Krebsvorsorge bleibt wichtig

Der Darm leidet still:Darmkrebs macht sich lange Zeit nicht bemerkbar. Zeigen sich Symptome, ist die Erkrankung oft schon weit fortgeschritten. Gerade deshalb ist Früherkennung so wichtig. Denn wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, lässt er sich meist gut behandeln: Darmkrebsvorsorge rettet Leben.

Vorsorgeuntersuchungen werden ab 50 Jahren empfohlen. Ab dann können Sie jährlich einmal Ihren Stuhl auf Auffälligkeiten untersuchen lassen. Zudem sollten Männer ab 50 und Frauen ab 55 eine Darmspiegelung vornehmen lassen. Bei unauffälligem Ergebnis können Sie dann ein paar Jahre bis zur nächsten Koloskopie warten.

Wer genetisch vorbelastet ist in Sachen Krebs, kann aber nach ärztlicher Rücksprache auch früher und regelmäßiger zur Vorsorge gehen. Darmkrebs behandeln: Diese Möglichkeiten gibt es.

Sie brauchen Tipps für gesunde Ernährung, die das Krebsrisiko verringert? So viel Fisch pro Woche verringert das Darmkrebs-Risiko!

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe