Aktualisiert: 12.11.2020 - 14:49

Anders als bei Erwachsenen Hat mein Kind Corona? Dieses Symptom zeigt's Ihnen!

Wenn ein Kind sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, zeigt es nicht immer Symptome – und wenn doch, können die sich von denen eines Erwachsenen unterscheiden.

Foto: iStock.com/FamVeld

Wenn ein Kind sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, zeigt es nicht immer Symptome – und wenn doch, können die sich von denen eines Erwachsenen unterscheiden.

Auch Kinder können sich mit Sars-CoV-2 infizieren, jedoch verläuft die Krankheit Covid-19 bei ihnen in den meisten Fällen leicht. Und auch die Symptome unterscheiden sich von denen der Erwachsenen. Vor allem ein Symptom kommt bei Kindern häufig vor.

Auch Kinder können an der vom neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Krankheit Covid-19 erkranken. Der Verlauf ist meist milde. Doch es gibt offenbar auch weitere Unterschiede zum Verlauf bei Erwachsenen: Kinder weisen öfter andere Coronavirus-Symptome auf als Erwachsene. Forscher konnten nun anhand einer groß angelegten Studie herausfinden, dass ein ganz bestimmtes Symptom bei Kindern überwiegt: Das Virus bringt bei sehr jungen Menschen vor allem den Magen-Darm-Trakt durcheinander.

Es ist also nicht die Rotznase, die vorrangig auf Corona hindeuten kann, wenn Kinder das Virus in sich tragen. Das heißt allerdings nicht, dass dies nicht auch ein Symptom sein kann. Es kommt nur seltener vor.

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Kinder vs. Erwachsene: Ein Coronavirus-Symptom überwiegt bei jungen Menschen

Die Forscher der Queen's University Belfast untersuchen derzeit Kinder aus England, Schottland, Wales und Nordirland, um Verbreitung und Symptomatik der Infektion mit Sars-CoV-2 bei Kindern im Vereinigten Königreich genauer zu bestimmen. Erste Erkenntnisse waren deutlich: Kinder leiden öfter unter gastrointenstinalen Beschwerden als Erwachsene, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Magen-Darm-Probleme, etwa Durchfall und Bauchschmerzen, kommen auch bei erwachsenen Covid-19-Patienten vor – bei Kindern scheint sich diese Symptomatik aber zu häufen und andere typische Symptome wie Husten und Fieber zu überwiegen.

Es kann auch vorkommen, dass die Magen-Darm-Probleme ganz ohne respiratorische Symptome, also Husten, Schnupfen oder Kurzatmigkeit, auftreten.

Sieben Prozent der untersuchten Kinder waren infiziert

Über 1.000 Kinder hat das Forscherteam im Rahmen der Studie bis September getestet. Dabei wurden Blutproben genommen, die dann auf Antikörper untersucht worden sind. Zudem wurden Kinder und Eltern zur Symptomatik befragt.

Sieben Prozent der bereits getesteten Kinder wiesen Antikörper gegen Sars-CoV-2 auf – ein Zeichen für eine bereits durchgemachte Infektion.

Hälfte war asymptomatisch – die anderen zeigten vor allem Magen-Darm-Probleme

Auffällig sind bisher vor allem zwei Aspekte: Etwa die Hälfte der Kinder hatte die Infektion mit dem Coronavirus nicht einmal bemerkt, sie berichteten in der Befragung, dass ihnen keinerlei Beschwerden aufgefallen waren. Die andere Hälfte berichtete hingegen überwiegend über gastrointestinale Symptome. Dazu gehörten Durchfall und Erbrechen. Husten sowie das bei Erwachsenen auffällige Symptom des Verlustes von Geschmacks- und Geruchssinn traten weniger auf, so die Kinder.

Infektionen bei Kleinkindern unter zehn Jahren traten zudem genauso häufig auf wie bei älteren Kindern. Und auch asymptomatische Kinder, also solche, die keinerlei Symptome verspürten, scheinen nach den ersten Erkenntnissen ebenso häufig Antikörper entwickelt zu haben als Kinder, die unter Symptomen ihrer Covid-19-Erkrankung litten.

Bei Kindern vermehrt auf bestimmte Symptome achten

Eltern stehen derzeit vor vielen Fragen: Darf ich mein Kind mit laufender Nase überhaupt in die Kita oder Schule schicken? Gerade junge Kinder leiden ja eigentlich fast durchgehend unter einer Rotznase. Wann aber kann man sein Kind auf das Coronavirus testen lassen? Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) gibt an, dass Kinder, die länger als zwei Tage einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand aufweisen und Husten, Fieber oder Magen-Darm-Schwierigkeiten (also Bauchschmerzen, Durchfall und/oder Erbrechen) zeigen, zum Arzt gebracht werden sollten. Dann wird geprüft, ob ein Test notwendig ist. Nicht getestet werden muss, wenn das Kind nur etwas Husten und kein Fieber hat.

Außerdem kann die örtliche Gesundheitsbehörde einen Test verlangen. Jedoch ist ein Test nicht zwingend notwendig, wenn ein Haushaltsmitglied infiziert ist. Dann müssen Kinder im Haushalt allerdings in Quarantäne bleiben.

Wichtig: Befinden sich Kinder oder Jugendliche in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, sollen sie nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen. Das gilt auch ganz unabhängig von Corona.

Ob es auch bei Kindern möglicherweise Coronavirus-Langzeitfolgen geben kann, wird in der britischen Studie übrigens nicht untersucht. Hier muss noch weiter geforscht werden.

Die Coronavirus-Studie ist noch nicht abgeschlossen, erste Ergebnisse liegen derzeit noch auf einem sogenannten Preprint-Server. Sie müssen also noch von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern überprüft werden.

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Studie:

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