30.03.2020 - 15:51

Mund, Achsel oder Po? Richtig Fieber messen: So bekommen Sie die genaueste Temperatur

Schon Fieber oder nur erhöhte Temperatur? Der Messwert kommt stark auf die Messstelle an. So messen Sie richtig Fieber!

Foto: iStock/EXTREME-PHOTOGRAPHER

Schon Fieber oder nur erhöhte Temperatur? Der Messwert kommt stark auf die Messstelle an. So messen Sie richtig Fieber!

Fieber messen kann so schwer ja nicht sein – oder? Zwar gibt es heute neuartige Infrarot-Messgeräte, doch viele haben noch ältere Fieberthermometer zuhause. Und da ist die Messstelle durchaus ausschlaggebend.

Richtig Fieber messen will gelernt sein. Zwar gibt es mittlerweile praktische Ohrthermometer oder solche für die Stirn. Doch erstere sind relativ teuer und letztere können ungenaue Messwerte anzeigen. Wer außerdem noch ein Kontaktthermometer, ob ein digitales Fieberthermometer oder gar ein Glasthermometer zuhause hat, sollte sich den Ort der Messung genau überlegen.

Richtig Fieber messen mit Kontaktthermometern

Die Temperatur unseres Körpers liegt im Schnitt zwischen 36 und 37,5 °C. Etwa wenn wir uns sportlich betätigen, kann sich der Körper aufheizen. Abends haben wir meist eine etwas höhere Körpertemperatur als morgens. Alles über 37,5 °C gilt als erhöhte Temperatur, ab 38 °C spricht man von Fieber. Ärztliche Hilfe sollten Sie ab einer Temperatur von 39,5 °C einholen! Dann sollten fiebersenkende Mittel gegeben werden.

Sogenannte Kontaktthermometer sind heutzutage meist digital, aber egal, welche Art, sie funktionieren in ihrem Messverhalten gleich. Die Geräte sind in der Regel sehr zuverlässig, jedoch kommt es beim Messen auf die Körperstelle an:

  • Rektal: Die genauesten Messwerte erhalten Sie – so unangenehm es ist – über eine rektale Messung, also im Po. Dort kann die Temperatur am genauesten gemessen werden. Fetten Sie die Thermometerspitze mit etwas Vaseline ein. Der Patient sollte auf der Seite oder auf dem Rücken liegen.
  • Oral: Bei der Messung im Mund weichen die Messwerte rund 0,5 °C vom rektalen Messwert ab, im Mund ist die Körpertemperatur in der Regel geringer. Beachten sollten Sie, dass Sie ca. 30 Minuten vor der Messung nichts essen oder trinken sollten. Dann legen Sie die Thermometerspitze unter die Zunge und schließen Sie den Mund während der Messung.
  • Unter der Achsel: Die wohl beliebteste, aber auch ungenaueste Methode ist die Messung der Temperatur unter der Achsel. Stecken Sie dazu die Thermometerspitze unter die Achsel und pressen Sie den Arm dicht an die Körperseite. Diese Messung weicht allerdings bis zu 2 °C von der eigentlichen Körpertemperatur ab und dauert außerdem sehr lange, bis der Wert stabil ist.

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Alternative Messmethoden: So funktionieren Ohr- und Stirnthermometer

Mithilfe von Infrarotstrahlung messen Thermometer fürs Ohr oder für die Stirn die Temperatur. Erstere sind vor allem eine gute Möglichkeit, um bei Säuglingen und kleinen Kindern Fieber zu messen. Sie bieten sich etwa an, wenn häufig die Temperatur gemessen werden muss, da sie nicht gerade günstig sind.

Die Fiebermessung im Ohr nennt man auch aurikuläre Messung. Ziehen Sie bei Kindern und Erwachsenen zum Messen das Ohr leicht nach hinten und oben, um den Gehörgang freizulegen. Bei Säuglingen reicht es, das Ohr leicht nach hinten zu ziehen. Der Patient sollte vorher jedoch nicht auf dem Ohr liegen, in dem gemessen wird. Die gemessene Temperatur liegt um ein halbes bis ein Grad niedriger als die rektal gemessene Temperatur. Außerdem kann etwa Ohrenschmalz den Messwert verfälschen. Viele Hersteller raten daher von einem Gebrauch bei Kindern unter drei Jahren ab.

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Ein Stirnthermometer misst die Temperatur direkt an der Schläfe, sogar ohne, dass es der Patient mitbekommt. Das ist praktisch etwa bei schlafenden Kindern. Jedoch ist die Methode ungenauer als andere.

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Denken Sie dran: Steigt das Fieber auf mehr als 39,5 °C, konsultieren Sie bitte umgehend einen Arzt! Eine rektal gemessene Temperatur zwischen 40 und 42,5 °C gilt als sehr hohes Fieber und ist lebensbedrohlich!

Fieber gilt auch als eines der Hauptsymptome bei Covid-19. Mehr zum neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 lesen Sie auf unserer Themenseite.

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