24.01.2020

Machen Sie den Test Wie hoch ist Ihr Diabetes-Risiko?

Diabetes erkennen
Mo, 13.08.2018, 09.43 Uhr

Diabetes erkennen

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In der Familie liegen bereits Diabetes-Fälle vor, Sie fühlen sich selbst ständig müde und haben bereits eine diffuse Vorahnung? Ein Test kann dabei helfen, das eigene Risiko festzustellen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Diabetes mellitus kann in verschiedenen Formen auftreten. Die, die zumindest zum Teil selbst beeinflussbar ist, ist Diabetes Typ 2. Hier können nebst genetischer Veranlagung auch Bewegungsmangel, schlechte Ernährung, Rauchen und andere Genussmittel eine Rolle spielen. Ein Test über das persönliche Diabetes-Risiko kann Aufschluss geben und frühzeitig motivieren, die Lebenseinstellung zu überdenken und so einer Erkrankung möglicherweise sogar vorzubeugen.

Diabetes-Risiko: So funktioniert der Test

Es gibt eine ganze Handvoll Symptome, die sich bereits im Vorfeld bemerkbar machen, bevor die meisten von uns überhaupt an Diabetes denken. Sind Sie dauernd müde, haben viel Durst und müssen nachts oft auf die Toilette? Heilen Ihre Wunden viel langsamer als früher und kämpfen Sie öfter mit Infekten? All das können Anzeichen dafür sein, dass mit dem Blutzucker etwas nicht stimmt.

Der Diabetes-Risiko-Test des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) hilft dabei, auch ohne Labortest schon einmal einen Blick darauf zu werfen, wie es um einen aufgrund seines Konsumverhaltens gestellt ist. Natürlich ersetzt der Test keine ärztlichen Testverfahren, er ist lediglich dazu da, um ein mögliches Risiko abzuschätzen und damit vielleicht sogar einen Anreiz zu geben, das eigene Verhalten zu überdenken – für die Gesundheit. Der Test lässt einschätzen, wie hoch das Risiko sein könnte, in den kommenden fünf Jahren an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Was brauche ich für den Test?

Im Test werden etwa Daten abgefragt, wie Körpergröße und Taillenumfang, Alter, aber auch der Konsum von Fleisch oder Vollkornprodukten sowie die Menge an Zigaretten. Auch nach dem Kaffeekonsum wird gefragt – denn laut diverser Studien könnte ein Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Diabetes bestehen: Wer zwei bis fünf Tassen Kaffee am Tag trinkt, könnte sein Diabetes-Risiko möglicherweise sogar mindern. Stellen Sie sich also auf folgende Fragen ein:

  • Alter (das Risiko steigt mit dem Alter)
  • Körperliche Aktivitäten (Sport, Gartenarbeit, Rad fahren)
  • Bluthochdruck
  • Vollkornbrot- oder Müsliverzehr
  • Fleischkonsum
  • Kaffeekonsum
  • Körpergröße (Kleinere Menschen haben laut Studien ein höheres Diabetes-Risiko.)
  • Taillenumfang (Stichwort Bauchfett, online können Sie Ihren Taillenumfang auch durch Eingabe Ihres Gewichts schätzen lassen)
  • Rauchen
  • Vorkommen von Diabetes in der Familie

Je nachdem, wie viele Punkte Ihnen vergeben werden, wird Ihr Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, prozentual eingeschätzt. Zusätzlich gibt es Angaben dazu, was Sie bereits richtig machen.

Dennoch sollten Sie beachten: Auch wenn der Test Ihnen ein geringes Risiko bescheinigen sollte, können Sie trotzdem an Diabetes mellitus erkranken. Genauso können Menschen mit hohem Diabetes-Risiko gesund bleiben. Daher ersetzt ein solcher Test niemals eine ärztliche Diagnose.

Was fange ich mit dem Ergebnis an?

Ihr Risiko ist niedrig? Dann machen Sie wahrscheinlich schon eine Menge richtig. Achten Sie weiterhin auf Ihr Gewicht und ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung.

Sollte Ihr Diabetes-Risiko erhöht oder hoch sein, sollten Sie sich am besten an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt wenden und einen Blutzuckertest im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung machen. Verlassen sollten Sie sich nur auf solche ärztlichen Tests, bei denen Ihr Blut im Labor untersucht wird.

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt Hausärzten übrigens, ihre Patienten über 45 Jahre routinemäßig etwa alle drei Jahre auf Diabetes Typ 2 zu testen. Sollten Sie bereits ein erhöhtes Risiko aufweisen, aber die Diagnose noch nicht erhalten haben, können Sie sich auch jährlich testen lassen.

Ein Blutzuckerspiegel im morgendlichen Nüchtern-Zustand von mindestens 126 mg/dl (7 mmol/l) deutet auf Diabetes Typ 2 hin, darüberhinaus Werte über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) spontan am Tag gemessen. In der Praxis kann dann ein Zuckerbelastungstest weitere Aufschlüsse geben. Dabei wird morgens nüchtern ein Glas Zuckerwasser getrunken und nach bestimmten Zeiten der Blutzucker gemessen. Sollte bei Ihnen bisher "nur" Prädiabetes, etwa Insulinresistenz nachgewiesen werden können, so können Sie immer noch einiges dafür tun, nicht an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Gesunde Ernährung, Bewegung wie Spaziergänge, ein wenig Abnehmen, Zucker-Konsum reduzieren – all das kann helfen.

Hier geht es zum Test:

Deutscher Diabetes-Risiko-Test

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