21.11.2019

Bitte nicht arbeiten gehen Erkältet? So lange sind Sie ansteckend

Mit Triefnase in der Öffentlichkeit? Damit begeben Sie nicht nur sich in Gefahr, denn eine Erkältung ist ganz schön früh und lange ansteckend.

Foto: iStock/Drazen Zigic

Mit Triefnase in der Öffentlichkeit? Damit begeben Sie nicht nur sich in Gefahr, denn eine Erkältung ist ganz schön früh und lange ansteckend.

"Mit einer Erkältung kann ich doch locker arbeiten" – leider kann dieser Glaube nicht nur für Sie als erkrankter Mensch gefährlich werden, sondern auch für Ihre Kollegen. Wir verraten, wann die Ansteckungsgefahr am höchsten ist.

Wenn es draußen nass und kalt ist, laufen sie wieder ohne Ende, die Nasen. Der Hals kratzt, die Glieder schmerzen. Doch eine einfache Erkältung wird häufig bagatellisiert. Da müssen wir schließlich rund dreimal im Jahr durch. Da kann man doch auch arbeiten gehen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen fahren. Doch davon abgesehen, dass Sie sich selbst einem sehr großen Risiko aussetzen (Stichwort Herzmuskelentzündung), gefährden Sie auch die Menschen in Ihrer Nähe. Wie lange eine Erkältung ansteckend ist, verraten wir Ihnen hier.

Ein erkälteter Mensch ist in den ersten Tagen am ansteckendsten

Die ersten Symptome einer Erkältung machen sich nach spätestens zwei Tagen bemerkbar, manchmal auch früher. Und wenn es dann losgeht mit Husten, Niesen und laufender Nase, genau dann begeben sich auch die erkältungsauslösenden Viren schon auf Wanderschaft und suchen sich ihre nächsten Opfer.

Das Sekret, das die oder der Erkältete ausniest und aushustet, steckt voller Viren, die sich über Tröpfcheninfektion übertragen oder über die Hände etwa auf Türklinken oder Bushaltestangen gelangen, wo sie dann von anderen mitgenommen werden.

Eine Erkältung ist länger ansteckend, als Sie denken

Nach der Inkubationszeit bei Erkältung: Auch wenn der allgemeine Konsens zur Dauer einer Erkältung lautet: "drei Tage kommt die Erkältung, drei Tage bleibt sie und drei Tage braucht sie, um zu verschwinden", kann es doch vorkommen, dass man sich schon nach wenigen Tagen wieder besser fühlt. Aber auch wenn Sie sich wieder arbeitsfähig fühlen: So ein Erkältungshusten oder ein wenig zu viel Schleim in der Nase bleiben gerne doch ein bisschen länger. Und damit tragen Sie auch Erreger mit zur Arbeit.

Es kommt aber auch immer auf das eigene Immunsystem an: Wer ein schwaches Immunsystem hat, kann durchaus auch länger ansteckend sein, da der Körper möglicherweise länger braucht, um mit den Viren fertig zu werden. Auch Kinder, deren Immunsystem noch nicht stark ausgeprägt ist, können länger ansteckend sein.

Vorbeugen: So können Sie auch trotz Ansteckungsgefahr wieder produktiv sein

Sie fühlen sich aber viel besser und die Pflicht ruft? Wichtig ist, dass Sie erst einmal genau auf Ihren Körper hören – denn keine Pflicht ist so wichtig, dass Sie Ihre Gesundheit dafür aufs Spiel setzen. Wer seinen Körper trotz geschwächten Immunsystems zu Höchstleistungen trimmen will (und sei es nur die Treppe zum Büro oder die Einkaufstasche, die schwer auf der Schulter lastet), fährt ein hohes Risiko, sich schlimme Komplikationen einzufangen. Bei bestimmten Erkältungs-Symptomen müssen Sie zum Arzt. Mit einer Herzmuskelentzündung ist nicht zu spaßen – damit liegen Sie dann definitiv eine Weile flach, und die Pflicht muss noch länger warten.

Fühlen Sie sich aber trotz noch ein wenig laufender Nase bereit, zumindest wieder halbwegs in den Alltag zu starten, achten Sie bitte auf ein paar Dinge:

  • Sollten Sie einem Bürojob nachgehen und die Möglichkeit haben, zu Hause zu arbeiten, nutzen Sie das. Hier können Sie gleichzeitig auch Ihren eigenen Körper noch schonen.
  • Verzichten Sie, wenn möglich, erst einmal aufs Händeschütteln.
  • Waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände.
  • Versuchen Sie, anderen möglichst nicht allzu nahe zu kommen.
  • Wer niesen muss: am besten in die Armbeuge.

Behandeln können Sie die Erkältung mit bewährten Hausmitteln- oder Sie greifen auf hilfreiche, von der Stiftung Warentest geprüfte Erkältungs-Arzneimittel aus der Apotheke zurück. Wichtig ist aber vor allem viel, viel Ruhe. Weitere Tipps zur Erkältung finden Sie auf unserer Themenseite.

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