07.08.2019

Warnsignale des Körpers Schnuppertest: Krankheiten am Körpergeruch erkennen

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Hinter einem unangenehmen Körpergeruch kann sich eine Krankheit verbergen. Dieser Sache sollten Sie auf den Grund gehen, um eventuelle Erkrankungen schnellstmöglich zu behandeln – und den Körpergeruch schnell wieder loszuwerden.

Foto: iStock/AaronAmat

Hinter einem unangenehmen Körpergeruch kann sich eine Krankheit verbergen. Dieser Sache sollten Sie auf den Grund gehen, um eventuelle Erkrankungen schnellstmöglich zu behandeln – und den Körpergeruch schnell wieder loszuwerden.

Nicht selten können unangenehme Körpergerüche ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie Krankheiten frühzeitig erkennen.

Schweiß- und Mundgeruch kann je nach Ausmaß zwar unangenehm sein – jedoch gibt es nicht immer ernsthaften Grund zur Sorge. Allerdings können Körpergerüche auf eine Krankheit hindeuten, weshalb es wichtig ist zu wissen, bei welchen Gerüchen Sie besonders aufmerksam sein sollten.

Körpergeruch als Indiz für eine Krankheit: Hier sollten Sie genauer hinschnuppern

Gerüche, die über unseren Atem, die Haut oder Ausscheidungen wie Urin oder Schweiß abgegeben werden und zusätzlich unangenehm riechen, können ein Warnsignal des Körpers sein. Denn oft treten diese vor einer Erkrankung auf und geben so einen ersten Hinweis. Doch welche Gerüche entstehen bei welchen Krankheiten?

Wir verraten es Ihnen und haben zehn Gerüche und die damit verbundenen Krankheitsbilder für Sie zusammengefasst.

1. Süßlicher Geruch bei einer Mandelentzündung

Entzündete Mandeln zeigen sich oft durch einen weiß-gelblichen Belag – die Entzündung rührt meist von Bakterienbefall. Diese produzieren einen süßlichen Geruch der sich im Atem bemerkbar macht.

Fieber und Schluckbeschwerden sind dabei Begleiterscheinungen und es wird dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, da sich die Entzündung auf andere Organe ausbreiten kann.

Mandeln entfernen ist einer der häufigsten Eingriffe in Deutschland. Doch wann ist es notwendig sie operativ zu entfernen? Erfahre Sie mehr darüber.

2. Mundgeruch bei Karies oder Paradontose

Eine der häufigsten Ursachen für Mundgeruch sind aber Karies oder Parodontose.

Die Entzündungen sind ebenfalls bakterienbedingt. Die Bakterien breiten sich aus und suchen sich Platz in den Zahnfleischtaschen. Die Folge: übler Mundgeruch. Vermeiden Sie diesen, indem Sie sich mit einer zahnärztlichen Behandlung helfen lassen.

3. Unangenehmer Körpergeruch bei Nierenproblemen

Wenn die Nieren nicht richtig arbeiten, erweist sich der Körpergeruch als sehr unangenehm. Dieser Geruch entsteht meist, wenn die Niere verschiedene Stoffwechselprodukte nicht richtig verarbeiten kann. Die Ausdünstungen über die Haut riechen dann nach Urin und Ammoniak.

Sollten Sie feststellen, dass Ihre Haut nach Urin und Ammoniak riecht, empfehlen wir Ihnen, speziell die Nieren durchchecken zu lassen.

Sie leiden unter Nierenproblemen? Erfahren Sie wie Sie Nierensteine durch die Ernährung vorbeugen können.

4. Strenger Geruch bei Blasenentzündung

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Urin nach dem Wasserlassen strenger riecht als sonst? Dann kann das auf eine mögliche Blasenentzündung und die damit verbundenen Bakterien hindeuten.

In der Regel treten bei einer klassischen Blasenentzündung weitere Symptome wie Brennen und ständiger Harndrang mit auf. Sollten Sie diese Anzeichen wahrnehmen ist ein Besuch beim Arzt notwendig, da sich die Entzündung sonst weiter ausbreiten und die Nieren befallen kann.

Falls Sie von einer Blasenentzündung betroffen sind, können die folgenden Hausmittel zu einer Linderung beitragen. Schaue Sie sich jetzt das Video an:

Die besten Hausmittlel für Blasentzündung

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5. Fischiger Geruch bei bakterieller Vaginose

Eine bakterielle Vaginose tritt auf, wenn die Milchsäurebakterien in der Scheide von krankheitserregenden Keimen verdrängt werden. Frauen beschreiben dabei oft einen unangenehmen, fischigen Geruch, welcher von anderen Symptomen wie Juckreiz, Brennen und milchigem Ausfluss begleitet wird.

Sollten Sie diese Symptome bemerken, empfehlen wir Ihnen, dringend einen Arzt aufzusuchen, da es sich neben einer bakteriellen Vaginose auch um andere Erkrankungen wie etwa Scheidenpilz oder Chlamydien handeln kann.

6. Körpergeruch bei Lebererkrankung

Eine kranke Leber macht sich oft durch den Geruch nach einer Mischung aus tierischer Leber und Erde auf. Dieser Geruch entsteht, wenn die erkrankte Leber bestimmte Stoffwechselprodukte nicht abbauen kann.

Verhindern Sie den unangenehmen Geruch einer erkrankten Leber und schützen und stärken Sie Ihre Leber mit diesen Zutaten.

7. Schilddrüsen-Unterfunktion lässt Schweiß nach Essig riechen

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Körper schwitzt überschüssige Säuren aus.

Dieser Überschuss äußert sich meist in einem säuerlichen Essig-Geruch, der mit unserem Schweiß nach außen getragen wird. Oftmals steht der saure Geruch auch mit anderen Symptomen in Verbindung, wie zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Gewichtzunahme
  • Haarausfall
  • oder eine träge Verdauung

8. Bei Diabetes riecht der Atem nach Aceton

Bei Diabetes ist der Glukosestoffwechsel (Zucker) verlangsamt, da zu wenig Insulin im Körper vorhanden ist. Es kann durchaus sein, dass die Stoffwechselkrankheit für einen gewissen Zeitraum unbemerkt bleibt. Allerdings schleichen sich gewissen Symptome langsam ein. So riecht der Atem eines Zuckerkranken leicht nach acetonhaltigem Nadellackentferner.

Auch Fastende können nach Aceton riechen, da eine Unterversorgung mit Zucker besteht. Wenn Sie aber dennoch nicht darauf verzichten möchten, erfahren Sie hier alles rund ums Intervallfasten als Abnehm-Methode, die funktioniert und außerdem gesund hält.

9. Abgestandener Geruch bei Grippe

Ein grippaler Infekt gehört zu den gängigsten Erkrankungen – insbesondere im Winter. Nicht selten ist mit dem Infekt auch eine unangenehme Atemluft verbunden.

Ein abgestandener und schlechter Geruch entsteht meist, weil sich Viren von alten Schleimhautzellen "ernähren". Sie können aber für einen besseren Atem sorgen, indem Sie Kräuter- und Früchtetees trinken.

10. Saurer Atem bei Magenentzündung

Auch aus dem Magen können unangenehme Gerüche kommen. Wer beispielsweise an einer Magenschleimhautentzündung erkrankt, leidet unter saurem Mundgeruch, da zu viel Magensäure entsteht.

Sodbrennen, Aufstoßen und Schmerzen im Oberbauch sind weitere Symptome, die als Begleiterscheinung auftreten können.

Wichtig: Symptome und Gerüche ernst nehmen

Für viele Menschen sind unangenehme Körpergerüche ein sensibles Thema – natürlich. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, offen damit umzugehen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Sollten Sie also das Gefühl haben, dass Ihr Körpergeruch eine unangenehme Form annimmt, ist es wichtig, dass Sie diesen genauer untersuchen lassen – bestenfalls vom Arzt, da er eine mögliche Erkrankung diagnostizieren kann.

Auf unserer Themenseite finden Sie ebenfalls hilfreiche Tipps der Naturheilkunde, um penetrante Körpergerüche loszuwerden.

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