28.06.2019

Hausmittel und Co Blase am Fuß: Was hilft gegen die schmerzende Hautabschürfung?

Gesunde Füße
Fr, 20.09.2019, 13.59 Uhr

Gesunde Füße

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Ein paar Schritte zu viel im neuen Schuhwerk, bei der Wanderung dann doch übertrieben: Die Ursachen für Blasen am Fuß sind vielseitig. Wie sie entstehen, was Sie dagegen tun können und was Sie vermeiden sollten.

Sie schmerzt. Teilweise so sehr, dass wir nicht einmal richtig auftreten können. Eine Blase am Fuß bildet sich, wenn sich durch Überlastung der Haut untere Hautschichten ablösen, die oberen aber intakt bleiben.

Wie entstehen Blasen am Fuß?

Zu enge, neue, aber auch zu weite Schuhe können die Entstehung von Blasen begünstigen. Daher ist vor allem betroffen, wer viel und lange auf den Beinen ist, etwa Wanderer und andere Sportler. Aber auch wer bei der Arbeit viel läuft oder in neuen, nicht hundertprozentig passenden hohen Schuhen, High Heels und Co unterwegs ist, klagt über Blasen.

Durch Reibung oder Druck auf beispielsweise durch Schwitzen feuchter Haut löst sich dann eine der unteren Hautschichten von der anderen. Dann füllt sich der entstandene Hohlraum mit Gewebsflüssigkeit bzw. Wundwasser. Kleinere Blasen sind dabei meist eher unangenehm, schmerzen aber nicht immer.

Schmerzen gehören zu den Symptomen

Der Schmerz entsteht, wenn die Flüssigkeit auf die unter der Blase liegenden Nervenenden drückt. Daher schmerzen tiefer liegende Blasen auch mehr als solche in den oberen Hautschichten. Sie heilen auch langsamer.

Eine Blase am Fuß kann sich aber entzünden, unter anderem durch weitere Belastung. Und dann beginnen die Schmerzen, die beim Laufen nahezu unerträglich werden können.

Ein weiteres, offensichtliches Symptom ist die Blase selbst, die aber weniger sichtbar ist, je tiefer sie liegt.

Was tun? Aufstechen vermeiden

Kleinere, oben liegende Blasen heilen meist von selbst schnell wieder ab. Ein Blasenpflaster hilft, die Stelle zu entlasten. Das Aufstechen sollten Sie möglichst vermeiden, da Krankheitserreger so ein Leichtes haben, in die Haut einzudringen und Entzündungen zu verursachen.

Ist die Blase aber sehr groß und liegt in einer der oberen Hautschichten, können Sie sie mit einer gut desinfizierten Nadel (Haut vorher auch desinfizieren!) vorsichtig aufstechen. Aber so, dass Sie das darunter liegende Gewebe nicht verletzen. Lassen Sie die Flüssigkeit heraus, desinfizieren Sie bei Bedarf noch einmal, tupfen Sie alles trocken und kleben Sie dann ein sauberes Pflaster darüber. Die Haut über der Blase sollte dran bleiben, nie abschneiden! Nachts darf das Pflaster auch ruhig abgemacht werden, das beschleunigt den Heilungsprozess.

Auch ein spezielles Blasenpflaster hilft, es polstert, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Sie sollten es aber immer so lange auf der Haut belassen, bis es von selbst abfällt, sonst besteht Verletzungsgefahr. Auch nach dem Duschen oder Baden sollte das Pflaster dranbleiben.

Bevor Sie eine Blase aufstechen: Prüfen Sie zur Sicherheit, ob Ihr Tetanus-Schutz noch aktuell ist!

Tief liegende Blasen bitte niemals aufstechen!

Sollte die Blase aber schmerzhaft sein, sich röten und Flüssigkeit austreten, die dazu trüb ist oder riecht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei der Behandlung kann neben dem Arzt auch ein Podologe, ein medizinisch geschulter Fußpfleger,helfen.

Diese Hausmittel helfen bei einer Blase

Sie kämpfen mit einer unkomplizierten, aber unangenehmen Blase am Fuß? Dann können auch einige Hausmittel oder Mittel aus der Naturheilkunde helfen.

  • Teebaumöl: Wirkt desinfizierend und antibakteriell, fördert die Heilung – ein Teil Öl auf drei Teile frisches Wasser, mit Wattepad 10 Min. auf die Blase halten.
  • Aloe Vera: Beschleunigt die Heilung, wirkt entzündungshemmend, gibt Feuchtigkeit – Gel auf die Blase geben und trocknen lassen; dreimal täglich.
  • Bittersalz: Trocknet die Blase aus; enthaltenes Magnesium wirkt schmerzlindernd – an mehreren Tagen hintereinander ein Fußbad mit ein bis zwei EL Bittersalz in warmem Wasser. NICHT bei offenen Blasen anwenden!
  • Apfelessig: Wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend – Wattepad mit Apfelessig tränken und Blase zweimal täglich über zwei bis drei Tage hinweg betupfen. Wenn's brennt, verdünnen.
  • Grüner Tee: Wirkt antioxidativ, fördert die Heilung – brühen Sie sich grünen Tee auf und legen Sie den Teebeutel nach dem Ziehen und kurzem Abkühlen für einige Minuten auf die Blase. Drei- bis fünfmal täglich über zwei bis drei Tage. Den Tee können Sie trinken.

Diese Hausmittel helfen übrigens auch bei anderen, leichten (nicht offenen) Hautverletzungen und können zu Beispiel auch als Hausmittel gegen Warzen eingesetzt werden.

Diabetiker sollten besondere Vorsicht walten lassen

Wer an Diabetes leidet, sollte ärztlichen Rat einholen. Durch die Zuckerkrankheit kann es sein, dass die Nerven leiden (diabetische Neuropathie) und damit die Schmerzempfindlichkeit sinkt. Eine Blase fällt dann vielleicht nicht auf und könnte unbehandelt zu Problemen führen – vor allem, da die Wundheilung bei Diabetikern oft länger dauert.

Der beste Tipp: Blasen vorbeugen

Damit Blasen gar nicht erst entstehen, können Sie aber auch einiges im Vorfeld tun.

  • Wenn Sie viel zu Fuß unterwegs sind: Achten Sie auf gut sitzende, gepolsterte und atmungsaktive Schuhe.
  • Auch Socken sollten gut passen, atmungsaktiv sein und keine Falten werfen oder umherrutschen. Für Sportler und Wanderer eignen sich Socken ohne dicke Nähte.
  • Neue Schuhe vor großen Wanderungen oder langen Tagen und Abenden vorsichtig einlaufen.
  • Um die Reibung in neuen Schuhen zu senken, helfen als Hausmittel Hirschtalg oder Vaseline. Einfach das Schuhinnere damit einreiben.
  • Extratipp fürs Wandern: Tragen Sie in Wanderschuhen lieber zwei Paar dünnere Socken als ein Paar dicke, womöglich raue Socken. Dann reiben die dünnen Socken eher aneinander als an der Haut.

Blasen können übrigens auch an den Händen entstehen, wenn Sie beispielsweise im Garten arbeiten und lange ein Gerät in der Hand halten und benutzen. Auch hier ist die mechanische Belastung ausschlaggebend, vor allem dann, wenn die Hände schwitzen.

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