16.03.2018

Darmkrebs-Monat März Darmspiegelung: Darmkrebs vorbeugen und frühzeitig bekämpfen

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Wussten Sie, dass Sie Darmkrebs mit Sport und der richtigen Ernährung vorbeugen können? Hier erfahren Sie, wie's funktioniert und warum sie auf eine Darmspiegelung trotzdem nicht verzichten sollten.

Foto: iStock (3) Collage Bild der Frau Online

Wussten Sie, dass Sie Darmkrebs mit Sport und der richtigen Ernährung vorbeugen können? Hier erfahren Sie, wie's funktioniert und warum sie auf eine Darmspiegelung trotzdem nicht verzichten sollten.

Eine Darmspiegelung dauert gerade mal 20 Minuten – und kann doch Leben retten. Erfahren Sie, warum gerade Frauen zur Darmspiegelung gehen sollten und was Sie im Alltag zur Vorbeugung von Darmkrebs tun können.

Der Darmkrebs-Monat März überbringt uns gute Nachrichten. So zeigen Studien, dass die klassische Darmspiegelung überaus früh und zuverlässig Vorstufen von Darmkrebs erkennt. Lesen Sie hier, welche großen gesundheitlichen Vorteile der harmlose Eingriff bietet und wie Sie mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung Darmkrebs sogar vorbeugen können.

Darmspiegelung: Kostenlose Früherkennung ab dem 55. Lebensjahr

Das Beste gleich vorweg: Zeigt eine Darmspiegelung Tumore im Anfangsstadium, sind die in über 90 Prozent der Fälle gut heilbar. "Doch bisher nutzt nur etwa jede dritte Frau diese kostenlose Früherkennung ab dem 55. Lebensjahr", bedauert Prof. Stefan Hillejan, Proktologe der Praxisklinik für Venen-und Enddarmerkrankungen in Hannover.

Damit ihre Zahl steigt, engagieren sich zahlreiche Prominente wie Mirja du Mont, Uschi Glas oder Vitali Klitschko für den Darmkrebsmonat März und werben für Darmspiegelungen. Denn die retten Leben: In 10 Jahren hat die Untersuchung fast 200 000 Menschen vor Krebs bewahrt.

Vorsorgeuntersuchungen sind vor allem im Alter wichtig

Das immer noch tabuisierte Thema ist besonders für Menschen ab 50 wichtig. Denn jeder Zehnte in diesem Alter entwickelt pilzförmige Polypen in der Darmschleimhaut. "Einige davon verändern sich mit der Zeit zu bösartigem Krebsgewebe. Deshalb werden diese Krebsvorstufen bei der Darmspiegelung gleich mit entfernt", erklärt Prof. Hillejan. Auf Symptome von Darmkrebs sollten Sie nicht erst warten – dann kann es nämlich zu spät sein. Bei der Früherkennung jedoch liegen die Heilungschancen sehr hoch.

Gibt es in der Familie bereits Darmtumor-Fälle, steigt das Risiko für den Einzelnen. Auch bei zu wenig Bewegung, Übergewicht, zu vielen Genussgiften. "Dann sollte man schon ab 30 regelmäßig zum Arzt für Checkups." Zur jährlichen kostenlosen Darmkrebs-Vorsorge gehören neben dem klassischen Hämoccult-Test auf verborgenes Blut im Stuhl jetzt auch ein neuer immunologischer Stuhltest, der als sehr zuverlässig gilt.

7 Alltags-Tipps zur Vorbeugung von Darmkrebs

  1. Kaffee satt: Schon 1 bis 2 Tassen Kaffee am Tag verringern die Gefahr von Darmkrebs um 26 Prozent. Bei mehr als 2 1 2 Tassen täglich sinkt die Wahrscheinlichkeit um über 50 Prozent, so eine Studie des Norris Comprehensive Cancer Center, Los Angeles.
  2. Langzeit-Aspirin: Wer mindestens 10 Jahre täglich 75 Milligramm Acetylsalicylsäure einnimmt, erkrankt zu 40 Prozent seltener an Darmtumoren, fand das US-amerikanische Department of Health and Human Services heraus.
  3. Fisch statt Wurst: Wer auf Fleisch verzichtet, aber mindestens einmal im Monat Fisch isst, verringert sein Darmkrebsrisiko um 43 Prozent, hat eine US-Studie der Loma Linda University ergeben.
  4. Auf Ballaststoffe setzen: Eine niederländische Studie beweist, dass das Darmkrebsrisiko pro 10 g Ballaststoffe täglich um 10 Prozent sinkt. Sie binden Giftstoffe, die Krebs fördern. Ein guter Speiseplan enthält 2 Äpfel am Tag und Vollkorn – statt Weißmehl-Produkte.
  5. Rotes Fleisch und Wurst meiden: Durch Grillen und Verarbeitung entstehen krebsfördernde Substanzen, die die Darmschleimhaut angreifen, bestätigt eine brandaktuelle Studie der Harvard Universität an über 120 000 Probanden.
  6. Grünes auf den Teller: Natürliches Chlorophyllin, z. B. in Blattgemüse wie Grünkohl, Brokkoli, Chinakohl, Feld-, Kopf-, Eichblattsalat, Spinat, kann die Tumor-Zellteilung bei einem schon bestehenden Krebs fast stoppen, sagt Prof. Rod Dashwood, Linus-Pauling-Institute, Oregon. Vor allem Kohlarten senken aber auch das Risiko für Darmkrebs um bis zu 50 Prozent, so eine Studie des Tata Memorial Hospitals in Mumbai, Indien.
  7. Leichter Ausdauersport: Wer jeden Tag radelt, im Garten arbeitet, öfter mal Treppen steigt, verringert die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken, um 25 Prozent. Sport ist bei Krebs so wichtig wie ein Medikament, so die Deutsche Krebsgesellschaft.

Lesen Sie hier mehr dazu, wie Bewegung dabei hilft, Krebs vorzubeugen.

Wie eine Darmkrebsvorsorge Leben retten kann, lesen Sie in unserem ausführlichen Experteninterview.

Mehr Informationen zum Thema Krebs finden Sie auf unserer Themenseite.

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