05.02.2018

Ständig Probleme mit der Blase Chronische Blasenentzündung – Symptome & Behandlung

Hausmittel gegen Blasenentzündung

Hausmittel gegen Blasenentzündung
Mo, 06.08.2018, 13.31 Uhr

Hausmittel gegen Blasenentzündung

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Wenn Frauen ständig Blasenentzündung haben, kann das unter anderem mit der Verhütungsmethode zusammenhängen. So können Sie sich davor schützen.

Wer einmal Blasenentzündung (Zystitis) hatte, weiß, wie extrem unangenehm das ist. Ständig der Drang, zur Toilette zu müssen, wobei das Wasserlassen massive Schmerzen und Brennen auslöst – und das, obwohl dann doch nur ein paar Tröpfchen kommen.

Besonders schlimm ist es, wenn die Blasenentzündung chronisch wird und diese Symptome immer wieder oder sogar ständig auftreten. Im Fachjargon heißt das rezidivierende Harnwegsinfektionen (rHWI) und ist definiert als: Mindestens dreimal pro Jahr oder zweimal pro Halbjahr eine Blasenentzündung haben. Rund fünf Prozent der Frauen sind betroffen, dabei vor allem junge Frauen oder solche nach den Wechseljahren.

Ursachen für chronische Blasenentzündung

Meistens sind E. Coli-Darmbakterien die Auslöser. Sie gelangen beispielsweise beim Geschlechtsverkehr in die Harnblase. So erhöht häufiger Geschlechtsverkehr eindeutig das Risiko für chronische Blasenentzündung, wie das Ärzteblatt berichtet. Eine wichtige Rolle bei jüngeren Frauen spielen auch Verhütungsmethoden wie

  • Intravaginal-Ovula
  • Spiralen
  • mit Spermiziden beschichtete Diaphragma

Bei älteren Frauen nach den Wechseljahren kommt der Hormonmangel zum Tragen. Östrogene schützen nämlich bis zu einem gewissen Maß vor Blasenentzündung. Nicht zuletzt kann auch eine nicht richtig ausgeheilte Blasenentzündung dazu führen, dass die Infektion ständig wiederkommt.

Ständig Blasenentzündung – was Sie tun sollten

Zuerst einmal sollten Sie, wenn eine Blasenentzündung öfter auftritt oder ständig plagt, nicht selbst behandeln, sondern unbedingt zum Arzt gehen. Mit einer Urinuntersuchung kann er im Labor feststellen lassen, welche Bakterien Ursache für die Entzündung sind. Dazu ist Morgenurin nötig, also vom ersten Wasserlassen nach dem Aufstehen.

Steht das Untersuchungsergebnis fest, sollten Sie nach Anweisung des Arztes ganz genau die Antibiotika einnehmen, die er Ihnen verschreibt. Meistens erfolgt die Einnahme etwas länger als bei einem banalen Blaseninfekt. Damit sollten wirklich die meisten der Bakterien in der Blase vertrieben werden.

Langzeittherapie mit Antibiotika gegen chronische Blasenentzündung

Nach der Behandlung der akuten Beschwerden rät der Arzt häufig zu einer vorbeugenden Therapie, der Antibiotikaprophylaxe. Dazu nehmen Sie über mehrere Monate hinweg nur einmal am Tag spezielle Antibiotika ein, etwa Nitrofurantoin, Trimethoprim, Cotrimoxazol oder Fosfomycin-Trometamol. Manchmal reicht es auch, das Medikament jedes Mal kurz nach dem Geschlechtsverkehr zu schlucken.

Für ältere Frauen hat sich die . Dazu verschreibt der Arzt östrogenhaltige Salben oder Vaginalzäpfchen, die regelmäßig angewendet werden, anfangs eine Woche lang täglich, später einmal pro Woche oder in 14-tägigem Abstand.

Impfung gegen Blasenentzündung

Zusätzlich gibt es eine spezielle Impfung gegen Blasenentzündung. Sie richtet sich gegen die Bakterien, die am häufigsten Ursache der Zystitis sind, die E. Coli-Bakterien. Die Impfung gibt es als Tabletten und als Injektionen. Die Tabletten müssen über drei Monate hinweg täglich eingenommen werden.

Die Injektionen gibt der Arzt in den Oberarm, und zwar dreimal im Abstand von ein bis zwei Wochen. Beide Formen der Impfung wirken gut und können in bis zu mehr als 90 Prozent der Fälle den Teufelskreis der chronischen Blasenentzündung durchbrechen.

Chronische Blasenentzündung – darauf sollten Sie achten

Neben diesen medizinischen Maßnahmen gibt es jedoch noch einige Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können und die das Risiko der Blasenentzündung senken:

  • Nach jedem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren.
  • Vor und nach dem Geschlechtsverkehr den Intimbereich mit lauwarmem Wasser waschen, dabei keine scharfen Seifen verwenden, höchstens ein ph-neutrales Waschsyndet für die Intimregion (gibt es auf den altersentsprechenden ph-Wert der Scheidenflora in verschiedenen Versionen).
  • Falls Sie Analpraktiken bevorzugen: Niemals danach Vaginalverkehr durchführen, sonst gelangen Darmbakterien auf dem schnellsten Weg in Scheide und Blase.
  • Nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten säubern.
  • Trinken Sie viel, damit die Blase immer gut durchgespült wird.

Gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt, wenn Sie ständig Blasenentzündung haben. Die gängigen pflanzlichen Mittel, Blasentees und andere Hausmittel, die bei normalen Blasenentzündugen angewandt werden, sind zur Behandlung bei einer chronischen Blasenentzündung oft nicht ausreichend.

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