15.12.2017

Beim Liegen und Gehen Hüftschmerzen: Ursachen und was Sie dagegen tun können

Können viele Ursachen haben: Hüftschmerzen treten mal plötzlich auf, mal schleichen sie sich an. Fakt ist: Sie belasten den Betroffenen extrem und schränken stark ein.

Foto: iStock/sutteerug

Können viele Ursachen haben: Hüftschmerzen treten mal plötzlich auf, mal schleichen sie sich an. Fakt ist: Sie belasten den Betroffenen extrem und schränken stark ein.

Manchmal kommen Hüftschmerzen plötzlich, dann wieder schleichend über Nacht. Welche Ursache sie haben können und was dagegen hilft, lesen Sie hier!

Hüftschmerzen können in die Leiste ziehen – die Einkerbung zwischen Unterbauch und Oberschenkel. Sie können aber auch vom unteren Rücken und den Lendenwirbeln ausgehen und dann bis ins Bein ausstrahlen. Meist treten Hüftschmerzen nur einseitig auf, selten sind beide Hüften betroffen.

Nicht nur Arthrose: Hüftschmerzen haben viele Ursachen

Bei Hüftschmerzen, vor allem wenn der/die Betroffene bereits älter ist, denken viele sofort an Arthrose, eine Abnutzungserscheinung etwa durch zu starke Beanspruchung bei körperlicher Arbeit oder Übergewicht. Das trifft zwar häufig zu, denn Hüftarthrose (Coxarthrose) ist die häufigste Form dieser Erkrankung. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Hüftschmerzen:

  • Nach einem Sturz sollten die Beschwerden spätestens nach einer Woche abgeklungen sein – sonst bitte zum Orthopäden gehen!
  • Schleimbeutelentzündung: Typisch dafür sind stechende Schmerzen, die anfangs nur unter Belastung, später auch im Liegen auftreten.
  • Nervenentzündung
  • Osteoporose
  • Lendenwirbel-Syndrom durch ständige Überlastung der Muskeln und Bänder. Dadurch kann der Ischiasnerv bedrängt werden; typischerweise strahlen die Hüftschmerzen dann bis ins Bein aus.
  • Rheuma und Fibromyalgie

Darüber hinaus können Hüftschmerzen durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) ausgelöst werden. Wenn Beckenarterie oder Hauptschlagader verengt sind, kann sich das in stechenden Schmerzen in Hüfte, Oberschenkel und Po äußern. Der Arzt bezeichnet dies als periphere arterielle Verschlusskrankheit ("Schaufensterkrankheit" PAVK). Deshalb sollten Hüftschmerzen auf jeden Fall von einem Arzt abgeklärt werden, wenn sie länger als eine Woche anhalten.

Was tun? Erste Hilfe bei Hüftschmerzen

Doch was können Sie selbst tun, wenn eine oder beide Hüften schmerzen? Als erste Hilfe eignen sich Schmerzmittel wie Ibuprofen, die nicht nur Schmerzen, sondern auch Entzündungsprozesse bekämpfen. Viel mehr können Sie selbst jedoch nicht unternehmen. Falls keine erkennbare Ursache vorliegt – etwa eine ungewöhnlich lange Fahrradtour, eine ausgedehnte Wanderung oder schweres Tragen –, sollten Sie einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Mittels körperlicher Untersuchung (Längenvergleich der Beine, Beweglichkeit der Hüftgelenke, Muskelreflexe) und Ultraschall lässt sich manchmal bereits ein Verdacht fassen. Weitere Untersuchungen wie Röntgen oder Blutbild können dann die Ursachen der Hüftschmerzen eingrenzen und damit die passende Behandlung ermöglichen.

Was gegen Beschwerden im unteren Rücken wie einen Hexenschuss helfen kann und mehr rund ums Kreuz finden Sie auf unserer Themenseite zu Rückenschmerzen!

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