08.12.2017

Rote Stelle am Bein Wundrose – Ursachen, Symptome und Tipps zur Vorbeugung

Um einer Wundrose vorzubeugen, sollten Diabetiker regelmäßig zur Fußpflege gehen.

Foto: iStock/DragonImages

Um einer Wundrose vorzubeugen, sollten Diabetiker regelmäßig zur Fußpflege gehen.

Oft liegt Fußpilz einer Wundrose zugrunde. Die Entzündung durch Bakterien ist nicht immer harmlos! Was Sie über Wundrose wissen sollten und wie Sie sich schützen, erfahren Sie hier.

Zuerst fühlen Sie sich nur schlapp – so, als sei eine kleine Erkältung im Anflug. Manchmal kommt Fieber dazu und dann beginnt die Haut an einer Stelle zu jucken, sie brennt und spannt. In den folgenden Tagen wird der Bereich glänzend rot und heiß, kann sogar anschwellen. Die Rötung ist druckempfindlich. Eine Wundrose oder Rotlauf, medizinisch Erysipel, hat sich gebildet. Erysipel ist altgriechisch und bedeutet gerötete Haut.

Warum Wundrose meist das Bein betrifft

Ursache für die Entzündung sind Bakterien und zwar Streptokokken, die in geringer Menge auf der Haut leben. Über kleinste Verletzungen, die der Betroffene oft gar nicht wahr nimmt, können die Bakterien eindringen und das Gewebe entzünden.

Meist bildet sich eine Wundrose am Bein. Dann sind die Bakterien etwa über die winzigen Risse, die Fußpilz verursacht, eingedrungen. Weitere mögliche Eintrittspforten:

  • Kratzer
  • offene Druckstellen
  • blutige Fußblase
  • Insektenstiche

Über diese Öffnung breiten sich die Erreger entlang der Lymphgefäße aus und gelangen nach oben. Allerdings wird ein intaktes Immunsystem normalerweise mit den Erregern fertig. Sind die Abwehrkräfte jedoch schwach, also ist der Betroffenen älter, hat er Diabetes, raucht oder trinkt er, ist das Risiko für eine Wundrose größer.

So lange dauert die Behandlung

Bei Verdacht auf eine Wundrose sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Denn im schlimmsten Fall droht eine Blutvergiftung. Mit Antibiotika verschwindet die Entzündung wieder, die Medikamente müssen mindestens acht Tage eingenommen werden. Halten Sie sich bitte an die Anweisung des Arztes. Mehr zur Behandlung der Wundrose lesen Sie hier.

In der Regel ist die Entzündung nicht ansteckend. Wenn jemand in der Familie erkrankt ist, müssen Sie sich also nicht fern halten. Die Ansteckung erfolgt nur dann, wenn die Erreger über eine Hautverletzung in den Körper gelangen. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch ist also nur theoretisch möglich.

Wundrose vermeiden mit diesen Tipps

Die meisten Betroffenen sind 60 Jahre und älter. Für diese Altersgruppe ist es also besonders wichtig, die Risiken dieser Infektion zu senken. Dazu gehört etwa, dass Diabetiker nicht selbst ihre Zehennägel schneiden und Hornhaut an den Füßen entfernen, sondern das eine/einen ausgebildete(n) Podologin/Podologen vornehmen lassen.

Die Spezialisten für medizinische Fußpflege sorgen nicht nur für die Gesundheit der besonders empfindlichen Haut an den Füßen von Diabetikern. Sie erkennen auch kleinste Hautrisse, können für komplikationsfreie Abheilung sorgen oder gleich den Gang zum Hautarzt oder zur Hautärztin empfehlen.

Doch auch wer nicht zuckerkrank ist, sollte vor allem die Haut an den Füßen regelmäßig prüfen und darauf achten, Fußpilz gründlich zu behandeln. So lässt sich das Risiko für Wundrose deutlich senken.

Genaue Zahlen, wie häufig Wundrose auftritt, gibt es nicht. Experten gehen aber davon aus, dass es sich um die häufigste, stationär behandelte akute Hautinfektion mit Bakterien handelt. Die häufigsten Ursachen sind Fuß- sowie Nagelpilz.

Mehr über Fieber und seine verschiedensten Ursachen lesen Sie auf unserer Themenseite!

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