30.11.2017

Bakterielle Superinfektion Verlauf der Erkältung: Diese 3 Phasen sind typisch

Der Verlauf einer Erkältung lässt sich in drei Abschnitte einteilen: Inkubationszeit, akute Phase und Abklingen des Infekts.

Foto: iStock/cyano66

Der Verlauf einer Erkältung lässt sich in drei Abschnitte einteilen: Inkubationszeit, akute Phase und Abklingen des Infekts.

Eine Erkältung verläuft in drei Abschnitten, die jeweils wenige Tage andauern. Langwieriger wird es, wenn eine bakterielle Infektion obendrauf kommt.

Zu Dauer und Verlauf der Erkältung weiß der Volksmund zu berichten: Ein grippaler Infekt, wie die häufige Infektion fachsprachlich heißt, "kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage". Eine ziemlich akkurate Aussage, schätzen doch Experten die durchschnittliche Erkältungsdauer auf etwa eine Woche bis zehn Tage.

Allerdings kann der Verlauf deutlich von dieser Faustregel abweichen; er hängt unter anderem vom Alter und Allgemeinzustand des Erkrankten ab sowie davon, ob es zu Komplikationen wie einer bakteriellen Superinfektion kommt.

Erkältung verläuft in drei Abschnitten

Die Erkrankungszeit bei einer unkomplizierten Erkältung gliedert sich dabei in drei Phasen:

  1. Da wäre zum einen die Inkubationszeit. In diesem Stadium sind die Erkältungserreger – zumeist verschiedene Virustypen – schon über die Schleimhäute in den Körper eingedrungen, etwa durch Tröpfcheninfektion oder mangelhafte Handhygiene. Die Viren rufen aber noch keinerlei Symptome hervor, sie müssen sich dafür erst vermehren.
    Diese Phase dauert etwa zwei bis fünf Tage, bei Kindern und immunschwachen Personen können sich die Erkältungsviren aber schneller breit machen. Merken wir zum Beispiel an Abgeschlagenheit oder einem ersten Halskratzen, dass sich ein grippaler Infekt anbahnen könnte, ist die Inkubationszeit bereits vorbei.
  2. Es folgt im Verlauf der Erkältung die akute Phase der Virusinfektion. Typisch dafür sind ausgeprägte Krankheitssymptome – darunter fallen Schnupfen, Halsschmerzen, Niesen und Schlappheit. Dieses Stadium dauert meist zwei bis drei Tage an, in denen von Erkrankten auch die größte Ansteckungsgefahr ausgeht.
  3. Für die Schlussphase der Erkältung ist typisch, dass der Infekt nach und nach abklingt. Die lästigen Anzeichen wie Halsweh, Husten und eine verstopfte bzw. laufende Nase werden langsam schwächer und verschwinden schließlich ganz. Dieses Stadium kann einige Tage in Anspruch nehmen, sodass Erkältete insgesamt gut und gerne eine Woche durch die Symptome lahmgelegt sind.

Bakterielle Superinfektion: Andere Keime packen die Gelegenheit beim Schopf

Im Erkältungsverlauf kann es allerdings auch zu Komplikationen kommen. Die für den Infekt verantwortlichen Viren schwächen unser Immunsystem, sodass krankmachende Bakterien es leichter haben, sich auf unseren Schleimhäuten anzusiedeln und zu vermehren.

Mediziner sprechen in diesem Fall von einer bakteriellen Superinfektion, die den Verlauf der Erkältung in die Länge zieht, die Heilung verzögert und mitunter auch andere Therapiemaßnahmen wie die Verschreibung eines Antibiotikums erfordert. Gegen Viren sind diese Arzneimittel nämlich machtlos.

Komplizierter Verlauf: Wenn es mit der Erkältung nicht getan ist

Bei der bakteriellen Superinfektion, die gewissermaßen auf den grippalen Virusinfekt "oben drauf" (lat. super = über, darauf) kommt, kann es sich zum Beispiel um folgende Erkrankungen handeln:

Zu den sehr seltenen, aber schwersten Komplikationen im Verlauf einer Erkältung gehört darüber hinaus die Entzündung des Herzmuskels. Hierfür sind aber keine Bakterien verantwortlich, sondern wiederum die Viren. Im schlimmsten Fall kann eine Herzmuskelentzündung lebensbedrohlich werden. Es kann zu solch komplizierten Verläufen kommen, wenn sich Erkältete nicht genügend schonen und etwa trotz eines akuten Infekts Sport treiben.

Durch die typischen Erkältungssymptome nämlich signalisiert uns der Körper, dass er Ruhe braucht, um die Viren abzuwehren. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Anzeichen der Erkältung für einen Arztbesuch sprechen. Der Verlauf des grippalen Infekts lässt sich außerdem durch geeignete Hausmittel günstig beeinflussen, die unter Umständen sogar die Dauer einer Erkältung verkürzen können.

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