22.11.2017

Meist Metastasen Knochenkrebs: Seine Symptome werden oft übersehen!

Schmerzen in den Beinen müssen nicht immer auf Arthrose hinweisen. In seltenen Fällen steckt Knochenkrebs dahinter.

Foto: iStock/Mladen Zivkovic

Schmerzen in den Beinen müssen nicht immer auf Arthrose hinweisen. In seltenen Fällen steckt Knochenkrebs dahinter.

Schmerzen in den Knochen erklären Ärzte meist mit Rheuma oder Arthrose. Doch manchmal sind sie auch Anzeichen von Knochenkrebs. Alle Infos dazu.

Knochenkrebs ist insgesamt selten, vor allem wenn es sich um sogenannte primäre bösartige Knochentumoren handelt. Allerdings gehören die sogenannten Osteosarkome zu den häufigsten Knochentumoren bei Kindern und Jugendlichen. Diese Krebsform verrät sich durch Schwellung, Rötung und Schmerzen in dem betroffenen Knochen. Ist der Knochenkrebs fortgeschritten und hat in andere Organe gestreut, kommen allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber hinzu.

Knochenkrebs ist meist eine Metastase – außer bei Kindern

Wesentlich häufiger handelt es sich bei Knochenkrebs jedoch um Metastasen, also sekundäre bösartige Knochentumoren. Sie bilden sich als Tochtergeschwülste vor allem bei

  • Lungenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Brustkrebs
  • Nierenkrebs
  • Schilddrüsenkrebs

Knochenkrebs-Symptome: Diese Anzeichen verraten die Krankheit

Das wichtigste Anzeichen sind dabei ebenfalls Schmerzen. Knochenmetastasen bilden sich vor allem an der Wirbelsäule, können jedoch im gesamten Skelett wachsen. Osteosarkome dagegen betreffen lange Röhrenknochen der Arme und Beine.

Knochenkrebs wird oft relativ spät erkannt. Das hat zwei Gründe:

  1. Bei Kindern und Jugendlichen denken Eltern, aber auch Ärzte nicht an Krebs, wenn Heranwachsende über Knochenschmerzen klagen. Meist schließen sie auf harmlose Wachstumsschmerzen, die normal sind, wenn Kinder in die Höhe schießen.
  2. Bei Erwachsenen und älteren Menschen werden hinter Knochenschmerzen eher Arthrose, Arthritis oder Rheumavermutet.

Die Prognose: Heilungschancen und Lebenserwartung bei Knochenkrebs

Bei Knochenschmerzen sollten Sie deshalb auf jeden Fall zum Arzt gehen. Mit Röntgen, Magnetresonanztomographie und/oder Computertomographie lässt sich Knochenkrebs eindeutig diagnostizieren. Erhärtet sich der Verdacht und steht die Diagnose schließlich fest, wird die Therapie individuell geplant. Dabei kommt es darauf an, um welche Tumorform es sich genau handelt und wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In der Regel werden Operation, Strahlen- und Chemotherapie kombiniert.

Ob der Knochenkrebs damit geheilt ist, hängt von vielen Faktoren ab. Bei Knochenmetastasen ist es etwa wichtig, den Primärkrebs zielgerichtet zu behandeln. Bei einem Osteosarkom hingegen stehen die Heilungschancen gut – die Überlebensrate nach fünf Jahren liegt immerhin bei etwa 70 Prozent, wie eine kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie zeigt. Demnach lässt sich mit einer fast normalen Lebenserwartung rechnen.

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