27.10.2017

Risiken: Rauchen und Alkohol Speiseröhrenkrebs: Achtung, seine Symptome zeigen sich spät!

Wer viel Alkohol trinkt und/oder raucht, erhöht sein Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Foto: iStock/skynesher

Wer viel Alkohol trinkt und/oder raucht, erhöht sein Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Speiseröhrenkrebs ist relativ selten, aber schwer heilbar – denn er wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Alles Wichtige hier!

Oft sind bereits Jahre vergangen, bis die ersten deutlichen Symptome von Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) auftreten. Dabei handelt es sich um diese Anzeichen:

Schluckbeschwerden und Gewichtsverlust: So gibt sich Speiseröhrenkrebs zu erkennen

  • anhaltende Beschwerden beim Schlucken
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursache wie Diät oder Sport
  • Erbrechen ohne Grund
  • Erbrechen von Blut
  • Teerstuhl (besonders dunkler Stuhl, der von altem Blut herrührt)

Der Krebs hat sich in einem Stadium, in dem er spürbare Anzeichen verursacht, schon in benachbarte Organe und Lymphknoten ausgedehnt und Metastasen gebildet. Die Prognose bei Speiseröhrenkrebs ist deshalb ungünstig und die Lebenserwartung um viele Jahre verkürzt. Zwar ist das Ösophaguskarzinom mit rund 7.000 Betroffenen pro Jahr eine der selteneren Tumorarten, die Zahlen steigen jedoch an.

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Therapie von Speiseröhrenkrebs: Wie wird behandelt?

Der richtige Ansprechpartner, wenn Sie an den aufgeführten Symptomen leiden und den Verdacht hegen, Speiseröhrenkrebs zu haben, ist zunächst der Hausarzt, dann der Gastroenterologe. Mit einer Untersuchung der Speiseröhre im Rahmen einer Magenspiegelung, bei der auch Gewebe entnommen werden kann (Biopsie) erkennt der Arzt schnell, ob womöglich Gewebeveränderungen vorliegen.

Bei Verdacht auf ein Ösophaguskarzinom sind im Anschluss weitere Untersuchungen nötig, etwa Ultraschall und Computertomographie. Auf diese Weise lässt sich das Ausmaß der Krebserkrankung feststellen und die Behandlung planen. Zur Therapie von Speiseröhrenkrebs stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Als neue Behandlungsoption bietet sich bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs auch die Antikörper-Therapie an, etwa mit Transtuzumab. Der Wirkstoff kann bei Krebszellen mit bestimmten Rezeptoren (Andockstellen) diese "Steckdosen" besetzen und damit die Vermehrung stoppen.

>> Krebs: Leben zwischen Angst und Hoffnung

Ursachen: Wer besonders gefährdet ist, Speiseröhrenkrebs zu bekommen

Als wichtigste Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs gelten:

  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Sodbrennen

Wichtig, um Speiseröhrenkrebs vorzubeugen, ist deshalb weitgehender Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Wer häufig unter Sodbrennen leidet , sollte das vom Arzt abklären lassen. Eine Magenspiegelung dauert nur wenige Minuten und kann ans Licht bringen, welche Ursachen dem Reflux zugrundeliegen und ob sich womöglich bereits Vorstufen von Speiseröhrenkrebs gebildet haben. Ist etwa der Magenkeim Helicobacter pylori die Ursache des Sodbrennens, lässt er sich mit Antibiotika vertreiben. Die Übersäurerung im Magen verschwindet und somit sinkt auch das Risiko für Speiseröhrenkrebs.

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