18.10.2017

Polyzystisches Ovarialsyndrom PCOS natürlich behandeln – mit der richtigen Ernährung!

Wenn der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung gehen will, steckt häufig das PCO-Syndrom dahinter.

Foto: iStock/artpipi

Wenn der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung gehen will, steckt häufig das PCO-Syndrom dahinter.

Jede zehnte Frau ist vom PCO-Syndrom betroffen, hat Menstruationsstörungen und kann schwer schwanger werden. Das sollten Sie über PCOS wissen!

Von Akne, Übergewicht und unregelmäßigen Regelblutungen bis hin zu unerfülltem Kinderwunsch: Hinter all diesen Symptomen kann ein und dieselbe Krankheit stecken: das PCO-Syndrom, auch PCOS genannt.

Unreife Eizellen übersensibel für männliche Hormone

Die Abkürzung steht für Polyzystisches Ovarialsyndrom. Das bedeutet, dass die Eierstöcke von zahlreichen, nicht ausgereiften Eizellen durchsetzt sind, die wie kleine Zysten aussehen.

Die Eierstöcke arbeiten bedingt durch das PCO-Syndrom nicht richtig:

  • Die Eizellen reifen nicht, weil es am Hormon mangelt, das diesen Prozess anregen würde.
  • Die Eierstöcke wandeln Testosteron, das auch der weibliche Körper produziert, nicht ausreichend in Östrogen um. So steigt der Testosteron-Spiegel überdurchschnittlich an.

Zusätzlich sind drei von vier Frauen mit PCO-Syndrom übergewichtig und weisen eine Insulinresistenz auf. Das heißt, sie haben leicht erhöhte Insulinwerte und damit Prädiabetes (die Vorstufe des Diabetes).

Blutuntersuchung und Ultraschall, um PCO-Syndrom zu erkennen

Der Arzt kann mit verschiedenen Tests und anhand der Symptome schnell feststellen, ob das PCO-Syndrom vorliegt. Doch weil die Ursachen für diese rätselhafte Frauenkrankheit noch unbekannt sind, ist auch Heilung schwierig.

Klar ist inzwischen, dass Abnehmen eine Vielzahl der PCOS-Symptome lindert und sogar dabei helfen kann, den Kinderwunsch zu erfüllen. Das gilt aber natürlich nur, wenn Sie übergewichtig sind und Ihr Frauenarzt/Ihre Frauenärztin das PCO-Syndrom bei Ihnen festgestellt hat!

Dass sich Gewichtsreduktion bei PCOS positiv auswirkt, hängt vermutlich damit zusammen, dass Abnehmen den Stoffwechsel reguliert. Dadurch könnte auch die Hormonproduktion wieder in normale Bahnen gelenkt werden.

Der Ernährungsplan bei PCO-Syndrom

Verzichten sollten Sie auf Weißbrot, Fast Food, Pommes, Wurst und Süßigkeiten.

Zugreifen dürfen Sie jedoch bei:

  • Vollkornprodukten
  • frischem Obst (Äpfel, Aprikosen, Brombeeren, Grapefruit, Himbeeren, Johannisbeeren, Papaya, Orangen, Zwetschgen)
  • frischem Gemüse (alle Salatsorten, Hülsenfrüchte, Paprika, Möhren, Kohl, Pilze, Tomaten, Gurke)
  • Nüssen (vor allem Walnüsse, Mandeln, aber weniger Erdnüsse)
  • Fisch (Krustentiere, Heilbutt, Hering, Lachs, Makrele)
  • Fleisch (mageres Schweine- und Rindfleisch, Geflügel)
  • Milch und Milchprodukten (Milch und Joghurt am besten mit niedrigem Fettgehalt)

Wichtig ist neben gesunder, kalorienreduzierter Vollwertkost auch ausreichend Bewegung. Denn Muskelarbeit normalisiert den Blutzuckerspiegel und senkt das Diabetesrisiko. Alles das sind Faktoren, die das PCO-Syndrom mildern und die Fruchtbarkeit einer betroffenen Frau erhöhen können.

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