28.08.2017

Durchfall und Erbrechen Gastroenteritis: Bakterien & Viren greifen Magen und Darm an

6 Schnelle Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe

Heftig einsetzende Übelkeit ist oft das erste Anzeichen einer Magen-Darm-Grippe. Worauf Sie sich sonst noch gefasst machen müssen und was hilft.
Mi, 12.09.2018, 10.19 Uhr

6 Schnelle Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe

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Meist sind Rota- oder Noroviren die Ursache, wenn die Verdauung durcheinander gerät. Doch es gibt noch andere Auslöser der Magen-Darm-Grippe.

Gerade noch völlig gesund, beginnt plötzlich der Magen zu grummeln, Übelkeit stellt sich ein und dann kommt noch Durchfall dazu. Vermutlich handelt es sich dabei um Gastroenteritis, so die medizinische Bezeichnung für Brechdurchfall.

Gastroenteritis-Symptome rauben dem Körper viel Flüssigkeit

Meist ist die akute Gastroenteritis zwar äußerst unangenehm, jedoch harmlos. Doch das starke Erbrechen und der Durchfall können vor allem für Babys, Kleinkinder und Senioren gefährlich werden. Der Körper verliert sehr viel Flüssigkeit und kann austrocknen. Die Symptome dieser Dehydrierung: Schwindel bis Bewusstlosigkeit, bei Senioren ist das erste Anzeichen Verwirrung.

Ursache des Magen-Darm-Infekts sind meistens Viren

Schuld an der heftigen Magen-Darm-Grippe sind vor allem Viren, Sie können sich also mit Gastroenteritis anstecken. Als Auslöser kommen vor allem in Frage:

  • Rotavirus – besonders Babys und Kleinkinder zwischen drei und 15 Monaten sind hier gefährdet. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission für alle Säuglinge ab sechs Wochen eine Schutzimpfung gegen Rotaviren. Die Krankheitserreger sind hoch ansteckend, die Kleinen infizieren sich oral-fäkal, also über gemeinsam benutztes Spielzeug, Kuscheltiere und engen Körperkontakt.

  • Norovirus – hier sind vor allem Erwachsene betroffen. Die Ansteckung erfolgt wie beim Rotavirus oral-fäkal, aber auch über verseuchtes Wasser und Nahrungsmittel. Bekannt sind große Ausbrüche etwa auf Kreuzfahrtschiffen oder in Senioreneinrichtungen.

  • Astrovirus – der dritthäufigste Auslöser für Brechdurchfall, oft begleitet von Fieber. Übertragung über kontaminiertes Wasser und Lebensmittel.

  • Adenovirus – diese Viren, die auch Erkältung auslösen, können Magen und Darm befallen. Es gibt mehr als 40 unterschiedliche Typen dieser Viren, die je nach Form Bindehautentzündung bis Durchfall auslösen. Die Übertragung erfolgt hier über Tröpfchen, also beim Husten, Niesen, Sprechen.

Gastroenteritis durch Viren heilt oft von selbst

Nur selten ist eine Gastroenteritis, die durch Viren ausgelöst wurde, gefährlich. Meist heilt alles nach wenigen Tagen von selbst wieder aus, nachhelfen können Sie mit gezielten Hausmitteln gegen Magen-Darm-Grippe und sanfter Schonkost für die Verdauung. Das ist auch gut so, denn spezielle Medikamente gegen die Viren gibt es nicht. Es lassen sich also nur die Symptome behandeln.

Bakterien meist durch verdorbenes Essen

Anders sieht das aus, wenn die Gastroenteritis von Bakterien übertragen wird. Besonders häufig sind die Übeltäter Salmonellen, Campylobacter, Shigella und Escherichia coli. Zwar sind sie wesentlich seltener als Viren die Ursache für Magen-Darm-Grippe, führen jedoch oft zu sehr heftigen, langwierigen Erkrankungen. Antibiotika wird der Arzt nur selten zur Behandlung einsetzen. Denn obwohl die Medikamente Bakterien bekämpfen, wirken sie bei Gastroenteritis nicht ausreichend. Deshalb steht auch hier, wie bei Magen-Darm-Grippe durch Viren, die Milderung der Symptome im Vordergrund.

Symptome der Magen-Darm-Grippe richtig behandeln

Maßnahmen, die die Beschwerden lindern:

  • Arzneimittel gegen die Übelkeit (Phytomedizin mit Pfefferminze und Kümmel),

  • Medikamente gegen Durchfall (Aktivkohle, Heilerde, medizinische Hefe),

  • Gemüsebrühe oder Fleischbrühe (gleicht Mineralstoff- und Flüssigkeitsmangel aus) und

  • Bettruhe.

In der Regel klingen die Beschwerden nach spätestens einer Woche ab. Falls das nicht der Fall ist, sollten Sie unbedingt den Arzt befragen. Das gilt auch, wenn die Gastroenteritis mit folgenden Symptomen einhergeht: hohem Fieber, sehr häufigem Erbrechen und Durchfall, Schwindel, Kreislaufstörungen, Blut oder Schleimbeimengungen im Stuhl.

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