23.08.2017 - 15:35

Nicht ansteckend, aber nervig Ekzem – das hilft gegen die Hautentzündung

Als Ekzem wird eine Vielzahl von nicht ansteckenden Hautveränderungen bezeichnet.

Foto: ©iStock/OlgaMiltsova

Als Ekzem wird eine Vielzahl von nicht ansteckenden Hautveränderungen bezeichnet.

Sie jucken, nässen und die Haut schuppt sich – Wie Sie Ekzeme erkennen und wie Sie die Hautentzündungen wieder loswerden.

Wenn sich die Haut entzündet, spricht der Arzt von einem "Ekzem“ oder "Dermatitis“. Ekzeme können eigentlich an allen Stellen des Körpers auftreten. Besonders häufig sind sie jedoch im Gesicht, der Hand und dem Analbereich. Die Anzeichen der Hautekzeme sind:

  • Schwellung
  • Rötung
  • Bläschen
  • Schuppung
  • Verhornung
  • Risse
  • Entzündung

Handekzem und Analekzem

Dabei ist nicht jedes Ekzem gleich, es gibt verschiedene Formen. Bekannt ist etwa das allergische Kontaktekzem. Es bildet sich, wenn die Haut auf bestimmte Stoffe, mit der sie in Berührung kommt, allergisch reagiert. Ursache des Kontaktekzems sind oft Parfumstoffe in Kosmetik, Düften oder Waschmitteln. Typisches Beispiel eines Kontaktekzems ist etwa das Handekzem bei einem Frisör. Duftstoffe und aggressive Chemikalien in Färbemitteln können die Haut der Hände dauerhaft entzünden.

Daneben treten auch diese Ekzeme häufig auf:

  • Seborrhoisches Ekzem (betrifft Gesicht, Kopfhaut, Genitalbereich – also die Körperregionen, die über viele Talgdrüsen verfügen.
  • Atopisches Ekzem – die Hautentzündung, die bei Neurodermitis typisch ist
  • Mikrobielles Ekzem – Entzündung durch Bakterien, juckt und nässt, oft im Analbereich

Ekzeme behandeln – oft hilft nur noch Kortison

Ansprechpartner ist der Hautarzt. Bei starken Ekzemen wird er zuerst Kortison-Salben verschreiben, manchmal auch Antihistaminika zum Einnehmen, um die Entzündungs- und Allergiekaskade zu bremsen. Sind zusätzlich Bakterien im Spiel, sind Antibiotika sinnvoll.

Für leichtere Fällen stehen verschiedene sanftere Behandlungen zur Verfügung, etwa

  • Schieferöl (Ichthyol)
  • Zinksalbe
  • Gerbstoffe

Entsprechende Produkte als Salben, Cremes und Tinkturen gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Falls Sie zu Ekzemen neigen:

  • Verzichten Sie auf parfümierte Pflegemittel und Kosmetik
  • Verwenden Sie pH-neutrale Waschsyndets, sie schonen den Säureschutzmantel der Haut und schützen damit vor Hautentzündung. Seifen sind dagegen aggressiver.
  • Vermeiden Sie, dass Ihre Haut austrocknet. Trockene Haut ist anfälliger für Ekzeme. Cremen Sie sich nach dem Waschen immer ein. Harnsäure (Urea) spendet besonders gut Feuchtigkeit. Ihre Bodylotion sollte deshalb mindestens 5 Prozent Urea enthalten.
  • Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit hautreizenden Stoffen, tragen Sie beim Putzen Handschuhe.
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