28.07.2017

Es gibt gut 20.000 Auslöser! Allergien: Was im Körper passiert, was Betroffene tun können

Ein Ausflug ins Grüne kann für Allergiker schnell zur Qual werden – etwa, wenn sie auf Gräser reagieren.

Foto: ©iStock/horstgerlach

Ein Ausflug ins Grüne kann für Allergiker schnell zur Qual werden – etwa, wenn sie auf Gräser reagieren.

Oft ist es knifflig, den Auslöser für eine Allergie zu finden. Unzählige, sonst harmlose Dinge kommen infrage – und können mitunter sogar lebensgefährlich werden!

Die einen leiden im Frühling wegen der Pollen, die anderen müssen im Sommer jeden Sonnenstrahl meiden oder im Winter die Kälte fürchten, die nächsten niesen und schniefen ganzjährig, weil sie auf Hausstaub allergisch sind. Und manche reagieren auf einen Wespenstich mit einem lebensgefährlichen allergischen Schock. Über 20.000 unterschiedliche Auslöser von Allergien sind inzwischen bekannt, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund berichtet, und jeder dritte Deutsche ist betroffen.

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Die häufigsten Allergien

Besonders oft treten folgende Allergien auf:

Benannt wird eine Allergie also immer nach dem Stoff, der sie auslöst.

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Die Ursache – und was dabei im Körper passiert

Jede dieser Substanzen (Allergen) kann bei besonders empfindlichen Menschen eine allergische Reaktion hervorrufen. Dabei reagiert der Körper auf eigentlich harmlose Stoffe wie Bestandteile etwa in Blütenpollen, Lebensmitteln oder Tierhaaren, als würde es sich um Krankheitserreger handeln.

Was dabei genau passiert: Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die Substanz. Diese Antikörper führen dazu, dass Entzündungsbotenstoffe wie Histamin ausgeschüttet werden, die zu den allergischen Symptomen wie Niesen, Jucken, Brennen und Schwellung führen.

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Allergietabletten als erste Hilfe

Treten erstmals allergische Symptome auf, sind die sogenannten Allergietabletten eine rasche Lösung. Sie enthalten Wirkstoffe, Antihistaminika, die rasch die überschießende Reaktion des Immunsystems stoppen können. Allerdings hält die Wirkung meist nur für Stunden an. Dauerhafte Hilfe gegen Allergien bietet nur die Hyposensibilisierung. Dabei gibt der Arzt anfangs kleinste Mengen des Allergens, etwa als Spritze, Tropfen oder Tablette („Allergie-Impfung“).

Die Dosis muss so klein sein, dass es zu keiner allergischen Reaktion kommt. Nach und nach steigert sich die Menge, bis das Immunsystem gelernt hat, auf die Substanz normal zu reagieren und nicht übermäßig. Die Hyposensibilisierung kann jedoch Monate bis Jahre dauern. Die Erfolgsrate dieser Allergiebehandlung ist jedoch sehr hoch und liegt bei bis zu 90 Prozent.

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