31.07.2017

Juckender Ausschlag Milchschorf beim Baby besser nicht entfernen

Babys haben eine samtweiche Haut. Doch vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt kann Milchschorf auftreten.

Foto: ©iStock/markokg

Babys haben eine samtweiche Haut. Doch vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt kann Milchschorf auftreten.

Nicht nur Babys können Milchschorf bekommen, auch Erwachsene. Wie Sie den Ausschlag erkennen und richtig behandeln.

Babys haben eine samtweiche Haut. Doch vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt kann Milchschorf auftreten. Das ist ein juckender, rötlicher Ausschlag mit Schuppen und Krustenbildung. Was viele nicht wissen:

  • 1. Mit Milch trinken hat die Hauterkrankung nichts zu tun.

  • 2. Das, was schon wenige Tagen oder Wochen nach der Geburt auf Gesicht und Oberkörper blüht, ist gar nicht Milchschorf, sondern der eher harmlose sogenannte Kopfgneis.

Kopfgneis und Milchschorf – die Unterschiede

Kopfgneis, medizinisch seborrhoische Dermatitis, entsteht kurz nach der Geburt, Milchschorf erst etwa drei Monate später. Der Ausschlag bei Kopfgneis kommt durch gesteigerte Talgproduktion, die sich wenige Wochen nach der Geburt wieder legt. Damit verschwinden auch die gelb-bräunlichen Schuppenkruste auf dem Kopf der Kleinen. Die Haut ist wieder völlig intakt.

Anders beim Milchschorf: Wenn sich seine Krusten lösen, ist die Haut darunter rot und entzündet. Der Juckreiz bleibt bestehen. Oft bildet sich Milchschorf nicht nur auf Wangen, Stirn und behaarter Kopfhaut, sondern greift auf Ellenbeugen und Kniekehlen über. Manchmal breitet er sich auch auf Rücken und Bauch aus.

Milchschorf und Neurodermitis

Dabei ist Milchschorf genau genommen Neurodermitis und zwar das erste Symptom der chronischen Hauterkrankung. Milchschorf ist also sozusagen Baby-Neurodermitis. Rund 20 Prozent aller Babys haben damit zu kämpfen. Allerdings verschwindet der Milchschorf und damit die Neurodermitis bei den meisten innerhalb der ersten 18 Monate nach der Geburt.

Milchschorf beim Erwachsenen

Bei anderen bleibt die Hauterkrankung jedoch bestehen, tritt weiterhin schubweise auf und klingt erst mit dem Eintritt der Pubertät wieder ab. Manche jedoch behalten Milchschorf oder besser gesagt Neurodermitis auch als Erwachsene.

Die Hauterkrankung richtig behandeln

Doch besonders quälend ist die Neurodermitis bzw. Milchschorf bei Babys. Die Kleinen verstehen noch nicht, dass, wenn sie dem Juckreiz nachgeben und kratzen, weitere Hautentzündungen entstehen können.

Um den Juckreiz zu stillen, hilft penible Hautpflege, also regelmäßiges Baden mit ölhaltigen Zusätzen, danach trocken tupfen und eincremen mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion ohne Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Bewährt haben sich auch feuchte, kühle Umschläge mit schwarzem Tee. Sie beruhigen die Haut und können den Juckreiz mildern.

Schneiden Sie außerdem die Fingernägelchen kurz, damit sich das Kind nicht aufkratzen kann. Baumwollfäustlinge in der Nacht können das ebenfalls verhindern.

Milchschorf entfernen?

Um das Abheilen zu beschleunigen, versuchen viele auch, die Krusten zu lösen, etwa mithilfe eines guten Hautöls. Kinderärzte raten davon eher ab, denn beim Lösen der Krusten können winzige Wunden entstehen, die wiederum zu Entzündungen führen. Lassen Sie sich außerdem vom Kinderarzt beraten, welche Salben für das Baby sinnvoll sind. Denn Produkte mit Kortison und Antihistaminika, wie sie Erwachsenen mit Neurodermitis gut helfen, eignen sich für die Kleinsten nicht.

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