27.07.2017

Keine Chance für Karies Karies: Mit dem Alter steigt das Risiko

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Karies entsteht, wenn Säuren die Zahnoberfläche angreifen. Mit dem Alter steigt das Karies-Risiko, deshalb ist eine gute Mundhygiene dann besonders wichtig.

Foto: iStock/PeopleImages

Karies entsteht, wenn Säuren die Zahnoberfläche angreifen. Mit dem Alter steigt das Karies-Risiko, deshalb ist eine gute Mundhygiene dann besonders wichtig.

Mit dem Alter steigt das Karies-Risiko. bildderfrau.de zeigt, wie Sie sich davor schützen können und was zu einer guten Mundhygiene gehört.

Die gute Nachricht zuerst: Zahnärzte können unsere Zähne durch moderne Methoden heutzutage viel länger erhalten als vor 20 Jahren. Die schlechte Nachricht: Mit dem Alter steigt die Häufigkeit von Karieserkrankungen.

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Alterskaries: Bakterien haben leichtes Spiel

Da die eigenen Zähne länger im Mund bleiben, können sie vermehrt erkranken. Die Gründe dafür: Das Zahnfleisch zieht sich mit der Zeit häufig zurück. Auch der Zahnschmelz, eine Schutzschicht der Zähne, geht verloren. Viele Senioren müssen Medikamente einnehmen, die den Speichelfluss hemmen. Mittel gegen Bluthochdruck,Asthma und Parkinson oder Schmerzmittel und Antibiotika sorgen zum Beispiel für Mundtrockenheit. So werden die Zähne weniger „gespült“.

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Außerdem erhält der Zahnschmelz weniger stärkende Mineralstoffe aus dem Speichel. Bakterien haben leichtes Spiel und können den Zahn und seine Wurzel angreifen. Außerdem wirken viele Zahnpflegeprodukte besser in Kombination mit Speichel. Viel zu trinken verbessert die Speichelproduktion.

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Das A und O: Mundhygiene und Vorbeugung

Neben regelmäßigen Zahnarztbesuchen (zweimal im Jahr) ist eine gründliche Mundhygiene der beste Schutz vor Karies. Putzen Sie zweimal täglich die Zähne und verwenden Sie Zahnseide oder Bürstchen für die Zwischenräume. Das abendliche Zähneputzen ist dabei besonders wichtig.

Hilfreich sind auch Zahnpasta und Mundspülungen mit dem Wirkstoff Hydroxylapatit (z. B. Karex). Sie bauen den angegriffenen Zahnschmelz wieder auf und beugen Karies vor - laut einer Studie ebenso gut wie fluoridhaltige Zahnpasta. Das Mineral Hydroxylapatit ist Bestandteil des natürlichen Zahnschmelzes und wirkt auch bei Speichelmangel.

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In Zukunft schmerzfrei

Bisher entfernt der Zahnarzt Karies mit dem Bohrer und füllt das Loch wieder. Doch die Zahnmedizin und -forschung arbeiten an Alternativen:

Abdichtung

Bei vielen Zahnärzten geht es schon jetzt ohne Bohren: Mit einer an der Berliner Charité entwickelten Methode (Kariesinfiltration) werden kleine Löcher im Zahnschmelz mit flüssigem Kunststoff aufgefüllt und abgedichtet. So kann die Krankheit nicht voranschreiten.

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Impfung

Weil Karies durch Bakterien verursacht wird, arbeiten Forscher schon seit Längerem an einer Impfung. Zum Beispiel als Nasenspray verabreicht, soll sie den Körper irgendwann anregen, Antikörper zu produzieren.

Selbstheilung

Per Strom Mineralien in den Zahn schleusen oder per Füllung die Stammzellen stimulieren – verschiedene Ansätze sollen künftig die Zähne anregen, sich selbst zu heilen.

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