26.06.2017

Schilddrüsenüberfunktion Symptome und Behandlung bei Morbus Basedow

Bei der Basedow-Krankheit kommt es zur Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).

Foto: ©iStock/pidjoe

Bei der Basedow-Krankheit kommt es zur Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).

Bei Morbus Basedow liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Alles zu den Symptomen und der Behandlung der Autoimmunkrankheit.

Warum der Körper auf einmal beginnt, mit bestimmten Abwehrstoffen (Antikörpern) vor allem die Schilddrüse anzugreifen, ist noch unbekannt – wie so vieles bei der rätselhaften Krankheit Morbus Basedow. Vermutlich spielt Stress dabei eine Rolle, aber auch Rauchen steht in engem Zusammenhang mit einem Risiko für die Erkrankung.

Was ist Morbus Basedow genau? Die Antikörper richten sich bei dieser Autoimmunerkrankung nicht nur gegen die Schilddrüse, oft sind auch die Augen betroffen und die Unterschenkel.

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Symptome für Morbus Basedow

Die Anzeichen der Krankheit treten meist ganz plötzlich und typischerweise in oder kurz nach massiven Stresssituationen auf. Möglich sind:

  • Schweißausbrüche

  • Nervosität

  • Zittern

  • Schlafstörungen

  • Blutdruckerhöhung

  • Durchfall

  • Gewichtsverlust

  • Haarausfall

  • Schilddrüsenvergrößerung (Kropf), oft erkenntlich an Schluckstörungen

  • Hervortretende Augen (Exophthalmus; weil sich das Gewebe hinter dem Augapfel vergrößert, rund 50 Prozent der Morbus Basedow-Patienten haben diese Auffälligkeit)

  • Schwellungen an den Schienbeinen (Myxödem; sehr selten)

Morbus Basedow richtig behandeln

Die meisten dieser Symptome treten auf, weil die Schilddrüse wegen des Antikörper-Angriffs zu viele Schilddrüsenhormone produziert und den gesamten Organismus damit überschwemmt. Morbus Basedow wird deshalb mit speziellen Medikamenten behandelt, die diese Hormone abbremsen, so genannte Schilddrüsenblocker (Thyreostatika). Gängige Wirkstoffe sind:

  • Carbimazol

  • Methimazol

  • Propylthiouracil

Radiojodtherapie und Operation bei Morbus Basedow

Meist legen sich durch die Medikamente die Beschwerden innerhalb eines Jahres. Bei einigen Patienten kommen die Symptome jedoch wieder oder verstärken sich noch. Dann gibt es als weitere Behandlungsoption die Radiojodtherapie (RJT) und die Operation.

Radiojodtherapie bedeutet, dass mit radioaktiver Strahlung gezielt das erkrankte Schilddrüsengewebe zerstört wird. Bei der Operation werden Teile der Schilddrüse per Skalpell entfernt.

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Ernährung bei Morbus Basedow – Vorsicht vor Jod

Wichtig für alle, die Morbus Basedow haben: Anders als bei anderen Schilddrüsenerkrankungen sollten Betroffene Jod in größeren Mengen vermeiden. Große Portionen Seefisch, womöglich mehrmals pro Woche, können für sie gefährlich werden. Denn die Schilddrüse produziert dadurch einen noch höheren Überschuss an Hormonen.

Brot, das mit jodiertem Speisesalz hergestellt wurde, stellt kein Risiko bei Morbus Basedow-Betroffene dar. Die enthaltenen Mengen sind so gering, dass sie kaum Wirkung auf die Schilddrüse haben.

>> Schilddrüsenüberfunktion: Kennen Sie die Symptome?

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