15.05.2017

Jeder Dritte ist gefährdet Basaliom – weißer Hautkrebs: Operieren oder wegcremen?

Ein Basaliom kann sich vor allem im Gesicht bilden. Wie Sie den weißen Hautkrebs am besten erkennen.

Foto: iStock/Goodluz

Ein Basaliom kann sich vor allem im Gesicht bilden. Wie Sie den weißen Hautkrebs am besten erkennen.

Basaliome bilden sich vor allem am Kopf, also an Nase, Augenlidern, Stirn, Wange – und dieser Krebs ist gefährlicher als Sie denken.

Das Basaliom (Basalzellenkrebs oder Basalzellkarzinom) ist eine Form des weißen Hautkrebses und gilt deshalb als wesentlich ungefährlicher als der schwarze Hautkrebs, das Melanom. Denn weißer Hautkrebs bildet keine Metastasen wie etwa in Lunge und Knochen. Kurz: An einem Basalzellkarzinom stirbt man nicht, allerdings wächst es oft in die Tiefe. Weil sich Basaliome vor allem im Gesicht bilden, kann das zu erheblichen Problemen führen.

Weißer Hautkrebs ist am häufigsten

Dabei ist das Basaliom mit mehr als 150.000 Betroffenen inzwischen die häufigste Krebsart in Deutschland – und die Zahlen nehmen zu. Grund ist das veränderte Freizeitverhalten und die Klimaerwärmung. Wir sind länger im Freien, bekommen mehr UV-Strahlung ab. Experten gehen davon aus, dass in Zukunft jeder Dritte im Laufe seines Lebens diesen Hautkrebs bekommt.

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Basaliome erkennen

Doch wie können Sie weißen Hautkrebs erkennen? Am sichersten ist es, beim Hausarzt oder Dermatologen einen Termin zur Hautkrebsvorsorge zu machen. Wer sich viel im Freien aufhält, sollte diese Möglichkeit mindestens einmal im Jahr nutzen.

Folgende Anzeichen können auf ein Basaliom hinweisen:

  • Stecknadelkleines Knötchen auf der Haut

  • Das Knötchen ist hautfarben bis leicht braun

  • Das Knötchen wächst oft über Monate hinweg sehr langsam, es bilden sich um seinen Rand kleine Äderchen und die Hautveränderung kann auch mal etwas bluten.

Bei diesen Alarmzeichen sollten Sie auf jeden Fall sofort zum Arzt gehen, damit rasche Behandlung eingeleitet wird.

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Basaliom einfach mit Creme behandeln?

Die Therapie sieht so aus: Der Chirurg kann das Basaliom herausschneiden. Dabei muss er einen kleinen Sicherheitsabstand einhalten, also etwas gesunde Haut um den Krebs herum mit entfernen.

Weil Basaliome oft im Gesicht wachsen, scheuen vor allem Frauen diesen Eingriff und entscheiden sich lieber zu einer anderen Therapie: einer lokalen Immuntherapie mit einer Creme, die den Wirkstoff Imiquimod enthält. Die Behandlung können Sie selbst durchführen: sechs Wochen lang einmal täglich das Basaliom damit eincremen, dann ist der Hautkrebs meist abgeheilt.

Eine Studie hat jetzt verglichen, ob die Operation oder die Creme auf Dauer die bessere Lösung ist. Dabei zeigte sich, dass fünf Jahre nach der Operation 98 Prozent der Probanden geheilt waren. Es hatte sich kein neuer Hautkrebs gebildet (Rezidiv). In der Creme-Gruppe waren es nur 83 Prozent, bei den restlichen 17 Prozent war ein Lokalrezidiv entstanden, der Krebs war also wieder gekommen. Die meisten Rezidive treten innerhalb des ersten Jahres nach der Creme-Behandlung auf, dann ist die Operation immer noch eine Option.

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