28.04.2017

Tumor aus Fett Lipom – störende Hautknötchen richtig entfernen

Foto: ©iStock/phototake

Lipome sind zwar gutartig, die Knubbel unter der Haut können aber groß werden und damit sehr stören. Mehr über die Lipom-Entfernung.

Lipome können nur wenige Millimeter klein sein, aber auch bis zu 20 Zentimeter anwachsen. Die gutartigen Tumore bestehen aus wuchernden Fettzellen. Die Ursache, warum sie sich plötzlich vermehren, ist noch nicht bekannt. Allerdings scheint es eine genetische Bereitschaft dafür zu geben, denn in manchen Familien treten Lipome besonders häufig auf.

Lipomatose stört kosmetisch oft sehr

Die Fettgewebsgeschwulste bilden sich meist direkt unter der Haut, am Rücken, dem Nacken, Oberarmen, Bauch oder Oberschenkeln. Je nachdem, in welchem Bereich sie wachsen und wie groß sie sind, können sie sehr stören: etwa als Lipomatose, wenn sie sich in großer Zahl bilden, oder als Angiolipom, einem Knoten, der außer Fettgewebe auch Blutgefäße enthält. Im Gegensatz zu Lipomen, die meist nicht weh tun, kann das Angiolipom starke Schmerzen auslösen.

Lipome sind gutartig, Liposarkome nicht

Die prallen, etwas verschiebbaren und elastischen Knoten sollten – wie jede andere Hautveränderung auch – vom Arzt abgeklärt werden. Mit Ultraschall kann er feststellen, ob es sich tatsächlich um wucherndes Fettgewebe handelt, oder um eine Zyste oder ein Fibrom (Bindegewebswucherung). Ist der Befund unklar, kann Röntgen ein Liposarkom ausschließen. Dabei handelt es sich um eine zwar seltene, aber bösartige Wucherung des Fettgewebes. Je nach Befund wird eine Behandlung eingeleitet.

Handelt es sich um ein Lipom, wird der Arzt nur dann zur Entfernung raten, wenn der Hautknubbel sehr stört. Das ist etwa der Fall, wenn der Knoten sehr groß ist oder sich an einer ungünstigen Stelle bildet, wie etwa unter dem BH-Verschluss, und es ständig scheuert.

Lipom entfernen – Liposuktion oder Operation

Bei kleineren Exemplaren rät der Arzt zur Fettabsaugung (Liposuktion). Dabei wird die betroffene Stelle örtlich betäubt. Über eine Kanüle und einen kleinen Schnitt wird im Anschluss Flüssigkeit ans Lipom herangeführt. Die Flüssigkeit löst Fettgewebe auf, das sich nun einfach über die Kanüle absaugen lässt – das gleiche Verfahren wie in der Ästhetischen Medizin etwa zur Behandlung von größeren Partien wie Reiterhosen und ausgeprägten Fettdepots am Po.

Ist das Lipom größer, ist eine Operation nötig. Unter Vollnarkose setzt der Chirurg einen Schnitt und entfernt die Fettgewebewucherung.

Doch auch wenn das Lipom vollständig entfernt wurde: Lipome haben die Eigenschaft, immer wieder zu kommen. Es kann sich also ein Rezidiv entwickeln. Weil Lipome jedoch meistens klein sind, ist die Entfernung unkompliziert und lässt sich mehrmals durchführen.

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