25.04.2017

Übungen für die Schulter Schulterschmerzen – welche Übungen hilfreich sind

Foto: ©iStock/kaisersosa67

Kein anderes Gelenk im Körper ist so beweglich und deshalb belasten Schulterschmerzen ganz besonders. Was tun gegen Schulterschmerzen?

Das Schultergelenk ist besonders anfällig für Verletzungen und Instabilität. Gestützt wird es nämlich nur von Muskeln. Dieser Aufbau macht es fast nach allen Seiten beweglich – doch auch sehr störanfällig. Das gilt vor allem für Menschen mit schwachen Muskeln.

Schulterschmerzen treten oft nur auf einer Seite auf, also ausschließlich rechts oder links. Besonders quälend sind sie in der Nacht, wenn sich kaum eine Schlafstellung finden lässt, in der die Schulter nicht schmerzt.

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Schulterschmerzen – was tun?

Auf jeden Fall sollten Sie Schulterschmerzen von einem Orthopäden abklären lassen. Mit einer Überprüfung der Beweglichkeit der Schulter, Ultraschall und falls nötig Röntgen kann er die Ursache feststellen und die entsprechende Behandlung festlegen.

Kalkschulter ist oft schuld an chronischen Schulterschmerzen

Dabei können Schulterschmerzen chronisch sein, etwa wenn das Schultergelenk verengt ist oder der Knorpel verschlissen (Schulter-Arthrose). Oft ist auch die sogenannte Kalkschulter Ursache für chronische Schulterschmerzen. Die schmerzhaften Kalkablagerungen im Schultergelenk betreffen vor allem Frauen ab 40 Jahre.

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Akute Schulterschmerzen nach Sturz oder Sportunfall

Häufig setzt der Schulterschmerz jedoch ganz plötzlich ein, etwa nach einem Sturz auf die Schulter. Dann kann eine Sehne gerissen sein oder im schlimmsten Fall ist das Schlüsselbein gebrochen. Auch ein Riss der Rotatorenmanschette, ein Muskelverbund, der das Schultergelenk umschließt und es stabil machen soll, ist meist durch einen Unfall bedingt.

Mit der heftigste Schulterschmerz tritt jedoch auf, wenn das Gelenk ausgerenkt ist (Luxation). Das ausgekugelte Gelenk sollte so rasch wie möglich von einem geübten Arzt wieder mit einem speziellen Griff eingerenkt oder operativ gerichtet werden.

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Übungen bei Schulterschmerzen

Bei Schulterschmerzen gilt die Regel: Falls es sich nicht um einen Bruch, eine Luxation oder einen Sehnenriss handelt, ist Bewegung ein entscheidender Faktor, damit das Gelenk wieder funktionstüchtig wird. Denn Ruhigstellen würde dazu führen, dass es zu Verklebungen kommt und das Schultergelenk auf Dauer in seiner Beweglichkeit eingeschränkt bleibt. Bevor Sie mit Übungen beginnen, fragen Sie am besten Ihren Arzt.

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Zur Stärkung der Schultermuskulatur und damit des Gelenks eignen sich folgende Übungen, die Sie am besten täglich machen und jeweils zehn mal wiederholen:

  1. Lassen Sie die Arme hängen und kreisen Sie beide Schultern nach hinten.

  2. Falten Sie Ihre Hände im Nacken. Drücken Sie nun Ihre Ellbogen vorne zusammen und ziehen Sie sie dann wieder auseinander. Spüren Sie, wie sich dabei Ihre Schulterblätter von einander weg und wieder auf einander zu bewegen.

  3. Strecken Sie die Arme nach hinten aus und falten Sie Ihre Hände hinter dem Rücken. Heben Sie die Hände gegen die Decke, die Arme sind dabei immer gestreckt.

  4. Nehmen Sie in jede Hand eine Plastikflasche (halber Liter, 500 Gramm). Pendeln Sie mit den ausgestreckten Armen seitlich am Körper nach vorne und nach hinten (ein Arm nach vorne, der andere pendelt währenddessen nach hinten und umgekehrt).

  5. Stellen Sie sich in einen Türrahmen, drücken Sie mit beiden Händen gegen den Rahmen, als wenn Sie die Türöffnung erweitern wollten , die Hände sollten in Schulterhöhe sein.

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