01.11.2018

Dauer & Symptome Magen-Darm-Grippe: 11 schnelle Hausmittel bei Brechdurchfall

6 Schnelle Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe

Heftig einsetzende Übelkeit ist oft das erste Anzeichen einer Magen-Darm-Grippe. Worauf Sie sich sonst noch gefasst machen müssen und was hilft.
Mi, 12.09.2018, 10.19 Uhr

6 Schnelle Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe

Beschreibung anzeigen

Heftig einsetzende Übelkeit ist oft das erste Anzeichen einer Magen-Darm-Grippe. Worauf Sie sich sonst noch gefasst machen müssen und was hilft.

Gastroenteritis, wie die Magen-Darm-Grippe in der Fachsprache genannt wird, ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten häufig. Denn in den meisten Fällen lösen Viren wie das Rota- oder Norovirus den Brechdurchfall aus – und solche Erreger grassieren gerade in der kalten Jahreszeit.

Aber auch Erkältungsviren, die normalerweise die Schleimhäute der oberen Atemwege angreifen und dort zu Schnupfen, Halsweh und Husten führen, können Magen und Darm kurzfristig krank machen. Bakterien wie etwa Salmonellen sind dagegen nur selten schuld an der Magen-Darm-Grippe.

Wichtigste Anzeichen der Magen-Darm-Grippe: Erbrechen und Durchfall

Die Symptome des Brechdurchfalls sind recht eindeutig: Wenige Stunden bis Tage nach der Ansteckung mit dem Magen-Darm-Virus stellt sich Übelkeit ein. Wenn das Immunsystem sehr stark ist, kann es bei diesem Symptom bleiben.

In vielen Fällen kommt Erbrechen oder leichter Durchfall hinzu. Oftmals treten jedoch heftiger Durchfall und überfallartiges Erbrechen gleichzeitig auf. Denn vor allem Noroviren, die für etwa ein Drittel der viralen Magen-Darm-Infektionen verantwortlich zeichnen, sind sehr aggressiv und bringen den Verdauungstrakt gehörig durcheinander.

Starker Flüssigkeitsverlust durch Gastroenteritis ist gefährlich

Doch so schnell und abrupt die Symptome aufgetaucht sind, verschwinden sie auch wieder. In der Regel dauert eine Magen-Darm-Grippe nur ein bis drei Tage. Harmlos ist sie jedoch nicht immer: Vor allem für Babys und Senioren kann der starke Flüssigkeitsverlust mit Dehydrierung und massiven Kreislaufproblemen einhergehen. Deshalb wird für Säuglinge extra eine Impfung gegen Rota-Viren angeboten.

Alarmsignale bei einer Magen-Darm-Grippe sind Schwindel und Schwäche sowie Blut im Stuhl oder wenn die Beschwerden länger als drei Tage anhalten. Dann ist unbedingt ärztliche Behandlung nötig!

Die besten Hausmittel gegen Magen-Darm-Grippe

Bewährt haben sich bei Gastroenteritis folgende elf Kniffe:

  1. Legen Sie sich hin, schonen Sie sich. Dann kann sich Ihr Körper ganz auf die Abwehr der Viren konzentrieren!

  2. Trinken Sie viel! Am besten eignet sich zimmerwarmes, stilles Mineralwasser, um den Flüssigkeitsverlust durch das Magen-Darm-Virus auszugleichen. Achtung: Kann Flüssigkeit nicht behalten werden, weil sie immer wieder erbrochen wird, sollten Sie den Arzt fragen. Manchmal ist dann Flüssigkeitszufuhr über einen Tropf nötig.

  3. Mit Elektrolytlösung gleichen Sie den Mineralstoffmangel aus, der durch Erbrechen und Durchfall entsteht. Fertigprodukte gibt es in der Apotheke. Oder Sie stellen eine Elektrolytlösung für Erwachsene selbst her: ein Liter abgekochtes Wasser, ein Teelöffel Speisesalz, zehn Teelöffel Zucker, eine Prise Backpulver – gut verrühren und über den Tag verteilt trinken (nicht auf einmal!).

  4. Trinken Sie Tee. Gut für Magen und Darm sind Kamille-, Fenchel- und Schwarztee. Eine Prise Zucker ist erlaubt, weil er das Absinken des Blutzuckerspiegels verhindert.

  5. Verzichten Sie mindestens einen halben Tag auf Essen (Nahrungskarenz), das schont den erkrankten Verdauungsapparat.

  6. Beginnen Sie dann mit leichter Kost, etwa Zwieback, den Sie lange kauen. Der Speichel übernimmt dann bereits Verdauungsarbeit, was Magen und Darm entlastet.

  7. Vergessen Sie die Hausmittel Cola und Salzstangen! Dieser Tipp ist überholt und wird von Ärzten nicht mehr empfohlen.

  8. Leicht verdaulich ist selbstgemachter Kartoffelbrei (bitte Wasser statt Milch verwenden und nur mit etwas Salz würzen).

  9. Geschälter und geriebener Apfel gilt ebenfalls als guter Einstieg zurück zu normaler Ernährung.

  10. Empfehlenswert als Schonkost sind auch zerdrückte Bananen. Stark säurehaltiges Obst, wie etwa Orangen, sollten Sie dagegen meiden, solange Sie an Gastroenteritis erkrankt sind.

  11. Eine leichte Gemüsebrühe liefert zusätzlich Energie, um nach der Magen-Darm-Grippe wieder zu Kräften zu kommen. Auch eine Hühnersuppe wirkt Wunder.

Sie sehen, die Gastroenteritis mit ihren Bakterien und Viren lässt sich auch bekämpfen. Zwar dauert es etwas, bis Magen und Darm wieder auf dem Dampfer sind, aber die Leidensphase ist mit diesen Tipps nicht ganz so hoch – und Sie geben dem Körper zurück, was er durch Durchfall und Co. dringend benötigt, durch die Krankheit aber verliert.

Impfen kann gegen die Grippe helfen. Sollten Sie Infos zum Thema Impfung benötigen, schauen Sie auf unserer Themenseite nach. Und auch für die geregelte Verdauung haben wir Tipps für Sie.

Seite