15.03.2017

Atemaussetzer im Schlaf Schlafapnoe – so gut wirkt die Maske

Foto: ©iStock/PeopleImages

Gegen gefährliche Schlafapnoe hilft letztendlich nur eine Maske, die jede Nacht getragen werden muss. Mehr über diese Therapie der Schlafapnoe.

Lautes Schnarchen, dann plötzlich Atemstillstand, gefolgt von lautem Ringen nach Luft – rund zwei Prozent der Deutschen sind von Schlafapnoe betroffen, vor allem ältere Menschen. Der gestörte Atemrhythmus und die Atemaussetzer bedeuten massiven Stress für das Herz.

Schlafapnoe als Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt

Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall: Das Risiko für diese Ereignisse ist bei Schlafapnoe siebenmal höher als bei Menschen, die nachts ruhig durchatmen können, warnt der Berufsverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner.

Zusätzlich kommt es zu Tagesmüdigkeit, Leistungsabfall und Sekundenschlaf am Tag – Betroffene fühlen sich wie gerädert.

>> Schlafapnoe - Lebensgefährliche Atemaussetzer in der Nacht

Diagnose im Schlaflabor

Meist ist es Partner oder Partnerin, der den Betroffenen darauf aufmerksam macht, dass er nachts nicht richtig atmet. Der Hausarzt kann durch Fragen und erste Untersuchungen Hinweise auf eine Schlafapnoe erhalten. Er überweist dann in ein Schlaflabor. In dieser Einrichtung kann festgestellt werden, wie häufig die Atemaussetzer auftreten und ob es sich um Schlafapnoe oder bereits um eine obstruktive Form handelt. Dabei setzt die Atmung innerhalb einer Stunde mindestens fünfmal für mehr als zehn Sekunden aus.

Wie die Maske gegen Schlafapnoe hilft

Manchmal bewirken bereits Maßnahmen wie Alkoholverzicht am Abend und Abnehmen, dass die Atmung in der Nacht wieder ohne Aussetzer funktioniert. Alkohol begünstigt Schnarchen, weil es die Muskeln entspannt. Übergewicht gilt ebenfalls als Risikofaktor, weil sich Fettgewebe nicht nur um Hüften und Taille bildet, sondern auch in allen anderen Körperteilen, wie etwa dem Rachen und ihn damit verengt.

>> Diese Getränke helfen beim Abnehmen im Schlaf

Wichtigste Hilfe gegen die Schlafapnoe ist jedoch die Atemwegsüberdrucktherapie mit der Schlafmaske. Die Maske, die während der gesamten Schlafdauer getragen werden sollte, erzeugt einen Überdruck und verhindert damit die Atemaussetzer.

Die genaue Bezeichnung lautet CPAP-Maske (Continuous Positive Airway Pressure). Sie pumpt über einen Schlauch, der mit einem Atemgerät verbunden ist, kontinuierlich mit leichtem Überdruck Raumluft in die Atemwege. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich diese verengen und Atemaussetzer auftreten. Bei 70 Prozent der Patienten hilft diese Maßnahme sehr gut. Sie fühlen sich tagsüber wieder fit und ausgeschlafen, auch Bluthochdruck sinkt in vielen Fällen.

>> Zeitumstellung? 25 Hallo Wach-Tricks gegen den Mini-Jetlag

Maske wird im Schlaflabor angepasst

Die Maske wird im Schlaflabor angepasst und es braucht ein bisschen Eingewöhnungszeit, bis sie jede Nacht problemlos getragen werden kann. Es gibt verschiedene Typen, etwa Nasenmasken oder Vollgesichtsmasken (Full-Face-Masken). Anders als alte Geräte, die oft relativ laut waren, sind neuere sehr leise und stören deshalb kaum noch. Die Maske gegen Schlafapnoe wird in der Regel von den Krankenkassen gezahlt, meist jedoch nur die kostengünstigsten Geräte.

Seite

Kommentare

Kommentare einblenden