15.02.2017

Lungenentzündung Rippenfellentzündung: Die wichtigsten Symptome und Medikamente

Bei der Rippenfellentzündung, medizinisch Pleuritis, entzündet sich diese sehr schmerzempfindliche Haut.

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Bei der Rippenfellentzündung, medizinisch Pleuritis, entzündet sich diese sehr schmerzempfindliche Haut.

Charakteristische Schmerzen beim Atmen verraten eine Rippenfellentzündung. Mehr über die trockene und feuchte Form der Infektion hier!

Die Rippenfellentzündung ist meist keine eigenständige Erkrankung, sondern entsteht als Folge einer anderen Infektion, etwa einer Lungenentzündung, Bronchitis, Lungenembolie oder Tuberkulose (Tbc). Auslöser sind also Bakterien und Viren. Aber auch bei COPDbesteht das Risiko einer Rippenfellentzündung.

Symptome der Rippenfellentzündung

Wer also krank ist oder vor kurzem war, sollte auf folgende Anzeichen achten, die auf eine Rippenfellentzündung hinweisen können:

  • stechende Schmerzen beim Einatmen

  • flache Atmung, tiefe ist kaum möglich

  • Reizhusten

  • manchmal Fieber

Jedes dieser Anzeichen sollten Sie von einem Arzt abklären lassen. Oft genügt bereits Abhorchen und Abklopfen, damit ein Mediziner die Diagnose stellen kann.

Trockene oder feuchte Rippenfellentzündung – was ist das?

Die dünne Haut, die Lungenoberfläche und Innenseite des Brustkorbs bedeckt, heißt Brustfell, medizinisch Pleura. Je nach Bereich wird sie als Lungen- oder Rippenfell bezeichnet. Beide liegen eng beieinander, nur ein Flüssigkeitsfilm in einem kleinen Zwischenraum, dem Pleuraspalt, trennt sie. Bei der Rippenfellentzündung, medizinisch Pleuritis, entzündet sich diese sehr schmerzempfindliche Haut. Beim Einatmen kommt es dann zu den typischen, starken Schmerzen.

Es gibt zwei Formen der Rippenfellentzündung: die häufigere und besonders schmerzhafte trockene Rippenfellentzündung (Pleuritis sicca) sowie die feuchte Rippenfellentzündung, Pleuritis exsudativa. In letzterem Fall hat sich Flüssigkeit (Erguss) im Pleuraspalt gesammelt und es kommt zu weniger starken Schmerzen.

Medikamente gegen Rippenfellentzündung

Bei einer Rippenfellentzündung muss die Grunderkrankung behandelt werden. Dabei helfen gegen eine bakterielle Lungenentzündung oder Tbc die entsprechenden Antibiotika. Zusätzlich können Schmerzmittel wie Ibuprofen die Beschwerden beim Atmen lindern sowie tiefes Ein- und Ausatmen zu ermöglichen.

Zur Behandlung ist auch Atemgymnastik wichtig: Denn wird für mehrere Tage nicht richtig tief durchgeatmet, besteht das Risiko, dass es zu Verwachsungen zwischen Lungen- und Rippenfell kommt. Auf Dauer bekommt der Körper dadurch zu wenig Sauerstoff. Pleuraverwachsungen müssen operativ gelöst werden. Bei einer feuchten Rippenfellentzündung kann der Pleura-Erguss meist unproblematisch mit einer Punktion entfernt werden.

Genaue Zahlen, wie häufig es zu einer Rippenfellentzündung kommt, gibt es nicht. Die Infekt-Liga berichtet, dass im Fall der Lungentuberkulose etwa vier Prozent der Patienten auch eine Rippenfellentzündung bekommen.

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