01.12.2016

Schmerzen beim Sex? Was bei Scheidentrockenheit wirklich hilft

Brigitta Langhoff

Wer unter Scheidentrockenheit leidet, ist oft starken Schmerzen ausgesetzt.

Foto: iStock/PeopleImages

Wer unter Scheidentrockenheit leidet, ist oft starken Schmerzen ausgesetzt.

Das Älterwerden bringt so einige unangenehme Veränderungen mit sich. Frauen leiden am meisten unter Scheidentrockenheit. Doch keine Sorge, es gibt Lösungen!

Falten, graue Haare, Altersflecken und ein paar Wohlfühlpfunde mehr auf den Rippen – Frauen haben beim Älterwerden mit so einigen körperlichen Veränderungen zu kämpfen. Jedoch sind die nicht nur äußerlich! Ein besonderes Problem stellt die eintretende Scheidentrockenheit dar, die leider immer noch als Tabuthema gilt. Dabei betrifft sie jede Frau irgendwann! Denn wie immer sind die Hormone schuld. Aber keine Sorge, es gibt Lösungen für dieses unangenehme Problem. Wir erklären, was zu Scheidentrockenheit führt, welche Probleme es mit sich bringt und was Sie dagegen tun können.

>> Menstruationstassen werden immer beliebter

Problem 1: Durchblutung

Gebärmutterhals und Zellen der Scheidenschleimhaut sondern normalerweise ein milchiges Sekret ab – den sogenannten Fluor genitalis. Er hält die Scheide feucht und schützt unter anderem auch vor Krankheitserregern. Bei sexueller Erregung wird deutlich mehr Sekret produziert, welches als natürliches Gleitmittel dient. Das Problem:

Nur eine gut durchblutete Vagina kann von allein ausreichend befeuchtet werden. Ist das nicht der Fall, kommt es beim Sex zu Schmerzen und sogar zu Verletzungen. Auf Dauer kann das zu vermehrten Pilz-Infektionen und Blasenentzündungen führen – und natürlich auch die Partnerschaft stören.

>> Wechseljahre – diese 17 Symptome sollten Sie kennen

Problem 2: Hormonschwankungen

Der Hormonhaushalt hat eine unmittelbare Wirkung auf die Befeuchtung der Scheide. Frauen in den Wechseljahren leiden daher am häufigsten unter Scheidentrockenheit, da der Östrogenspiegel mit dem Alter sinkt. Doch auch Frauen während der Schwangerschaft oder Krankheit wie Krebs, Multipler Sklerose, Diabetes oder Bluthochdruck können betroffen sein.

Problem 3: Stress und Nervosität

Stress geht nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf die Lust. Scheidentrockenheit ist da eine ganz normale Folge. Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Falls nicht, kann eine Psychotherapie oder eine Sexualberatung hilfreich sein.

Egal durch welche Probleme Sie von Scheidentrockenheit betroffen sind, es gibt Lösungen und Wege, das Problem in den Griff zu bekommen!

>> Schüßler-Salze speziell für Frauen

Lösung 1: Binde statt Tampon

Frauen mit einer starken Scheidentrockenheit sollten während der Menstruation lieber Binden anstatt Tampons benutzen. Bei Scheidentrockenheit sind Tampons erstens schwerer und schmerzhafter einzuführen, zweitens können sie neben dem Blut auch Scheidensekret aufsaugen und die Scheidentrockenheit so noch verstärken.

Lösung 2: Gleitcremes und Öle

Vor allem beim Sex spürt man die schmerzlichen Auswirkungen von Scheidentrockenheit deutlich. Doch der Mangel an Feuchtigkeit beim Liebespiel lässt sich ganz einfach ausgleichen: Mit Gleitgelen und Cremes! Sie sind rezeptfrei und sogar im Supermarkt erhältlich. Wichtig ist, dass die Präparate wasserlöslich sind, damit sie ggf. Kondome nicht angreifen.

Lösung 3: Hormonfreie Präparate

Frauen in den Wechseljahren werden oft einfach Östrogenhaltige Cremes verschrieben, um den Mangel auszugleichen. Doch es gibt auch zahlreiche hormonfreie Präparate, die bei Scheidentrockenheit helfen können. Diese enthalten Hyaluronsäure. Insbesondere für Frauen, die aus verschiedenen Gründen keine Hormone einnehmen sollen, ist dies eine gute Alternative.

>> Sex, Partnerschaft und Erotik ab 50

Seite

Brigitta Langhoff

Kommentare

Kommentare einblenden