29.01.2018

LEBENSMITTELINFEKTION Salmonellen – die typischen Symptome erkennen

Gefügel und Eier gelten als die Hauptüberträger der Salmonellen-Bakterien. Typische Infektions-Symptome können bereits nach wenigen Stunden eintreten, u. a. Übelkeit und Durchfall.

Foto: iStock/Tharakorn

Gefügel und Eier gelten als die Hauptüberträger der Salmonellen-Bakterien. Typische Infektions-Symptome können bereits nach wenigen Stunden eintreten, u. a. Übelkeit und Durchfall.

Salmonellen sind tierische Bakterien, die Lebensmittel kontaminieren und schwere Magen-Darm-Probleme auslösen. Kennen Sie die typischsten Symptome?

Eigentlich sollte das Risiko einer Salmonellen-Vergiftung, medizinisch Salmonellose, in Deutschland kaum noch bestehen. Denn seit mehr als zehn Jahren wird Geflügel, das zu den Hauptüberträgern dieser Bakterien gehört, routinemäßig gegen Salmonellen geimpft. Bei Tieren lösen Salmonellen kaum Krankheitszeichen aus, Menschen jedoch können daran schwer erkranken. Doch welche Salmonellen-Symptome sind typisch?

Geflügelfleisch und Eier waren bis zur Einführung der Impfpflicht die wichtigste Ansteckungsquelle mit Salmonellen. Doch trotz der Impfung werden pro Jahr noch rund 70.000 Fälle von Salmonellose gemeldet, die Dunkelziffer dürfte sogar bis zu zehnmal so hoch sein, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung berichtet. Denn die Impfpflicht besteht nur für Großbetriebe, außerdem verändern sich die Bakterien ständig, sodass die Impfung nicht mehr oder zu kurz schützen könnte.

Kann man sich mit Salmonellen anstecken?

Infizieren können Sie sich mit den Bakterien auch über weitere Lebensmittel, wenn Hygiene und Zubereitung nicht sorgfältig erfolgen. So warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) beispielsweise, dass auch pflanzliche Lebensmittel wie Sprossen und Kräutertee mit den Bakterien verseucht sein können.

Doch auch eine direkte oder indirekte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist manchmal möglich. Die Erklärung: Noch Wochen nach einer überstandenen Infektion werden über den Darm Salmonellen ausgeschieden. Mangelnde Hygiene kann dann dafür sorgen, dass die Bakterien etwa über Türgriff oder Händedruck weitergegeben werden (Schmierinfektion). Hier besteht vor allem für Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben, ein Ansteckungsrisiko – etwa Kleinkinder, chronisch Kranke und Senioren.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der mit Salmonellen Infizierte die Bakterien indirekt weitergibt. Hat die Person etwa mit Lebensmitteln zu tun, kann sie die Keime darauf verteilen. Bei Zimmertemperatur vermehren sich die Salmonellen explosionsartig. Wer von diesen kontaminierten Lebensmitteln isst, steckt sich mit Salmonellen an.

Welche Symptome zeigt eine Salmonellen-Infektion?

Die Anzeichen für eine Salmonellen-Infektion sind unterschiedlich ausgeprägt, je nachdem, wie gut das Immunsystem mit den Bakterien fertig wird. Folgende Symptome sind bereits sechs Stunden nach der Ansteckung möglich:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • wässriger Durchfall
  • Kopfschmerzen

Manchmal können Schüttelfrost und Fieber dazukommen.

Wie gefährlich sind Salmonellen?

Meist klingen die akuten Magen-Darm-Beschwerden (Gastroenteritis) nach zwei bis drei Tagen ab. Harmlos ist Salmonellose aber auf keinen Fall. Vor allem bei Kindern und Senioren können die Durchfälle zu einem erheblichen Flüssigkeitsmangel führen, der Kreislauf und Nieren überfordert.

Und bei fünf Prozent aller Patienten mit Salmonellen-Infektion kommt es zu Komplikationen. Dann beschränken sich die Bakterien nicht mehr nur auf Magen und Darm, sondern haben die Blutbahn erreicht und können andere Organe befallen.

Typische Folgen einer Salmonellen-Infektion sind:

  • Lungen- oder Leberabszess,
  • Herzinnenhautentzündung,
  • Meningitis oder eine
  • lebensgefährliche Blutvergiftung

Symptome wie starker Durchfall und Erbrechen, Fieber und Kreislaufschwäche sollten Sie deshalb ernst nehmen und von einem Arzt abklären lassen. Mit der richtigen Behandlung, etwa dem entsprechenden Antibiotikum, ist eine Salmonellen-Infektion meist ohne Folgen überstanden.

Lesen mehr über die Lebensmittelsicherheit und entdecken Sie weitere Meldungen, Statistiken und Fakten des Robert-Koch-Instituts zum Thema Salmonellen.

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