24.11.2016

WICHTIGE WERTE Niedriger Blutdruck: Diese Symptome verraten ihn

Sternchensehen beim Aufstehen und Kopfschmerz zählen zu den Anzeichen von niedrigem Blutdruck. Hypotonie plagt vor allem in der Schwangerschaft.

Foto: © iStock/Yuri_Arcurs

Sternchensehen beim Aufstehen und Kopfschmerz zählen zu den Anzeichen von niedrigem Blutdruck. Hypotonie plagt vor allem in der Schwangerschaft.

Anders als zu hoher gilt ein zu niedriger Blutdruck als kaum gefährlich. Doch er belastet das Herz, zudem kann eine Krankheit dahinterstecken.

Niedriger Blutdruck ist günstig für den gesamten Körper. Gefäße und Organe werden nicht überlastet, wie das beim Gegenteil, dem hohen Blutdruck (Hypertonie) der Fall ist. Sinken die Blutdruckwerte jedoch zu tief (Hypotonie), kann das gefährlich werden. Denn optimale Durchblutung ist dann nicht mehr gegeben.

>> Schwung trotz niedrigem Blutdruck

Bei zu niedrigem Blutdruck muss das Herz schneller schlagen

Die Folgen von zu niedrigem Blutdruck:

  • ständige Müdigkeit

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Leistungsschwäche

  • Kreislaufprobleme

Außerdem wird das Herz belastet. Denn es muss öfter schlagen, um bei einem zu niedrigen Blutdruck alle Organe ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff zu versorgen. Deshalb ist ein wichtiges Symptom von zu niedrigem Blutdruck ein zu schneller Puls. Weitere Symptome von Hypotonie:

  • Schwindel (vor allem beim Aufstehen)

  • Sternchen sehen

  • Kopfschmerzen

  • Neigung zu Ohnmacht

  • Ohrensausen

  • Blässe

  • Frieren

  • kalte Füße

>> Hoch oder niedrig? Was Blutdruck-Werte aussagen

Krankheiten, die Ärzte häufig in Deutschland diagnostizieren

Blutdruck regelmäßig messen und Blutdruckwerte aufschreiben

Einfachstes Mittel zu erkennen, ob wirklich zu niedriger Blutdruck Ursache dieser unterschiedlichen Symptome ist: Lassen Sie Ihren Blutdruck vom Arzt kontrollieren oder messen Sie ihn selbst ein paar Tage regelmäßig nach dem Aufstehen, mittags und abends. Schreiben Sie die Werte auf. Liegen Sie öfters

  • bei Frauen unter 100 zu 60 mmHg bzw.

  • bei Männern unter 110 zu 70 mmHg,

handelt es sich laut Definition der WHO um zu niedrigen Blutdruck. Lassen Sie das von einem Arzt abklären. Denn zu niedriger Blutdruck kann auch Anzeichen einer Krankheit sein.

>> Bluthochdruck – Symptome erkennen, zu hohen Blutdruck senken

Ursachen für zu niedrigen Blutdruck

Folgende Krankheiten und organische Ursachen können als Symptom einen zu niedrigen Blutdruck auslösen:

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Herzmuskelschwäche

  • Verengung der Hauptschlagader (Aorten-Stenose)

  • Bluthochdruck der Lungenbahn (pulmonale Hypertonie)

Wenn diese Ursachen behandelt werden, normalisiert sich auch der Blutdruck. In allen anderen Fällen helfen meist schon regelmäßige Bewegung und kreislaufanregende Maßnahmen wie etwa Kneippsche Anwendungen, um den Blutdruck etwas zu erhöhen.

Zu niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Allerdings tritt Hypotonie häufig auch in der Schwangerschaft auf. Wachsen die Plazenta und das Baby, sinkt der Blutdruck der werdenden Mutter vor allem in den ersten Monaten. Meist ist das nicht besorgniserregend. In Absprache mit dem Gynäkologen helfen einfache Übungen und eine leichte Ernährungsumstellung auf mehr Flüssigkeit und Salz, den Blutdruck nicht zu sehr absinken zu lassen.

>> Nordic Walking mit Baby macht fit nach der Geburt

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