15.11.2016

Entspanntere Wechseljahre So hilft die individuelle Hormonersatz-Therapie

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Etwa jede dritte Frau erlebt die Wechseljahre als Zeit heftiger Beschwerden. Doch diese lassen sich behandeln.

Foto: ©iStock/wundervisuals

Etwa jede dritte Frau erlebt die Wechseljahre als Zeit heftiger Beschwerden. Doch diese lassen sich behandeln.

Lange Zeit war es in Verruf, gegen starke Beschwerden in den Wechseljahren Hormone zu nehmen. Doch nun gibt es neue Möglichkeiten dieser Therapie.

In Kooperation mit Gedeon Richter

Die Wechseljahre sind eine Zeit der hormonellen Umstellung. Fangen die Eierstöcke im Teenageralter an, Östrogene zu bilden, stellen sie zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr langsam die Produktion der Sexualhormone wieder ein. Rund ein Drittel der Frauen bekommt diese Umstellung stark zu spüren: Sie leiden unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen und auch starken Stimmungsschwankungen.

In der Vergangenheit verordneten Ärzte zum Ausgleich die Hormonersatz-Therapie (HRT) in Tablettenform. Durch eine große US-Studie vor 12 Jahren geriet die Hormonersatz-Therapie in Verruf, weil bei den dort behandelten Frauen vermehrt Brustkrebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle auftauchten. Viele Frauen scheuen seither den Gang zum Arzt und versuchen, sich mit pflanzlichen Präparaten selbst zu helfen. Deren Wirkung bei Wechseljahren ist jedoch bisher nicht ausreichend bewiesen.

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Aus der US-Studie hat man inzwischen viel gelernt: Möglichst niedrige Dosierungen, früher Beginn nach der letzten Regelblutung und die richtige, individuell abgestimmte Hormon-Kombination. Frauenärzte bestätigen, dass eine individuell eingesetzte Hormonersatz-Therapie Osteoporose vorbeugen kann. Neue aktuelle Studien zeigen sogar Vorteile bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mit geringeren Todesraten. Vor allem aber: Die richtig gewählte Hormonersatz-Therapie ist die wirksamste Art, Wechseljahresbeschwerden zu behandeln.

Spray statt Tabletten

Besonders verträglich und risikoarm ist die Therapie, wenn die Hormone nicht geschluckt, sondern über die Haut aufgenommen werden. Dafür stehen heute Pflaster, Gele und neu auch ein Spray zur Verfügung. Im Gegensatz zu Tabletten können über die Haut verabreichte Hormone niedriger dosiert sein. Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, so wird das Spray zum Beispiel auf die Innenseite des Unterarms gesprüht. Das Hormon gelangt so in die Haut und bildet dort ein Depot. Der Wirkstoff wird gleichmäßig über 24 Stunden in die Blutbahn abgegeben.

Der Vorteil: Das Spray hinterlässt keine Rückstände, ist unsichtbar und kann einfach angewendet werden. Die Art und Dauer einer Hormonersatz-Therapie hängt immer von der persönlichen Situation ab und wird heute vom Gynäkologen nach ausführlicher Beratung individuell auf jede Frau zugeschnitten. Dabei sollten die risikoarmen Therapie-Formen bevorzugt werden.

Mehr Infos unter www.gedeonrichter.de

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