07.11.2016

Fettleibigkeit Adipositas: Ursachen und Behandlungsoptionen

Bewegung und das Meiden sehr kalorienreicher Lebensmittel gehören zwingend zur Adipositas-Therapie dazu.

Foto: © iStock/skynesher

Bewegung und das Meiden sehr kalorienreicher Lebensmittel gehören zwingend zur Adipositas-Therapie dazu.

Manche Menschen sind so dick, dass sich sich kaum bewegen können. Warum es immer mehr Adipositas-Patienten gibt und was wirklich dahintersteckt.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie immer häufiger Menschen sehen, die extrem starkes Übergewicht haben, haben Sie durchaus Recht. Die Zahl der massiv Übergewichtigen (Adipösen) steigt tatsächlich. Gab es noch vor 40 Jahren doppelt so viele Untergewichtige wie Adipöse, ist jetzt das Gegenteil der Fall. Jeder Dritte ist zu dick. Diese Tatsache gilt weltweit, wie eine Studie zeigt.

Die Zahlen in Deutschland: Rund 16 Millionen Menschen leiden unter Adipositas, wie die Deutsche Adipositas-Gesellschaft meldet. Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen bringen zu viel auf die Waage. Ein Viertel sind sogar stark übergewichtig, haben also Adipositas.

Adipositas und Adipositas per magna

Doch was sind Übergewicht, Adipositas und Adipositas permagna, von der man immer häufiger liest, tatsächlich? Ausschlaggebend ist der BMI (Body Mass Index), der sich aus Größe und Gewicht eines Menschen errechnet.

  • Ein BMI von 18,5 bis 24,9 gilt als Normalgewicht.

  • Ab einem BMI von über 25 spricht der Arzt von Übergewicht.

  • Ab einem BMI von 30 handelt es sich um Adipositas (Fettleibigkeit).

  • Liegt der BMI höher als 40 (etwa bei 170 cm Körpergröße und 120 kg Gewicht), bedeutet das extreme Fettleibigkeit, medizinisch Adipositas permagna. Permagnus ist lateinisch und bedeutet sehr groß oder riesig.

Die gesundheitlichen Folgen der Volkskrankheit Adipositas sind bekannt: Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gelenkprobleme, aber auch viele Krebsarten werden durch Übergewicht begünstigt, etwa Darmkrebs und Brustkrebs.

>> Darmkrebs – nicht erst auf Symptome warten!

Behandlung von Adipositas

Bewegung, Diät und Operationen wie die Magenverkleinerungsind die wichtigsten Maßnahmen zur Behandlung der Adipositas. Dauerhaft Erfolg haben sie nur, wenn die Lebensgewohnheiten geändert werden.

Adipositas-Ursachen kennen und bekämpfen

Doch wie lässt sich verhindern, dass in Zukunft noch mehr Menschen so stark übergewichtig werden, dass sie eine Adipositas entwickeln? Dazu ist es wichtig, die Ursachen offenzulegen und für sich selbst zu vermeiden oder wenigstens einzuschränken.

Die wichtigsten Ursachen für (starkes) Übergewicht sind:

  • zu viel essen: Die Kalorienbilanz am Ende des Tages muss stimmen, also nicht mehr Energie aufnehmen, als Sie verbrauchen. Wer beispielsweise beruflich viel sitzt und sich auch sonst wenig bewegt, hat einen Grundumsatz von nur etwa 1700 Kilokalorien pro Tag.

  • Essen aus Langeweile, Frust oder Stress: Überlegen Sie jedesmal, wenn Sie zum Essen greifen, ob Sie wirklich Hunger haben oder nur ein Gefühl betäuben wollen.

  • XXL-Packungen: Fallen Sie nicht auf günstige Großpackungen herein. Sie verleiten nur dazu, mehr zu essen, als Ihnen gut tut.

  • keine geregelten Mahlzeiten: Das gemeinsame Abendbrot der Familie gibt es bei den meisten schon lange nicht mehr. Dabei würden feste Essenszeiten (dreimal täglich) unkontrolliertes und damit zu viel Essen oft verhindern.

  • sitzender Beruf: Jede Stunde Sitzen mehr pro Tag erhöht Ihr Gesundheitsrisiko und macht dick. Gleichen Sie das mit zusätzlicher Bewegung aus.

  • Bewegungsmangel: Bauen Sie in Ihren Alltag mehr Bewegung ein, nehmen Sie die Treppe statt Rolltreppe oder Lift, lassen Sie das Auto öfter stehen, gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie Rad.

  • passive Freizeit: Viele sitzen auch in der Freizeit vor dem Fernseher oder dem Computer; auch ins Kino und zum Essen gehen zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen. Wählen Sie besser öfter Freizeitaktivitäten, die wirklich aktiv sind – Spaziergehen, Tanzen, Wandern, Schwimmen, Radfahren...

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