24.10.2016

PANKREASKARZINOM Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diese Symptome sollten Sie beachten

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine aggressive Tumorart, die Prognose deshalb häufig ungünstig.

Foto: ©iStock/selvanegra

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine aggressive Tumorart, die Prognose deshalb häufig ungünstig.

Bauchspeicheldrüsenkrebs entdecken Ärzte oft zu spät, denn die Symptome können lange Zeit übersehen werden. Was Sie darüber wissen sollten.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist zwar relativ selten, doch äußerst bösartig und mindert die Lebenserwartung stark: Die Krebsart, medizinisch Pankreaskarzinom genannt, ist die vierthäufigste Krebstodesursache, wie die Deutsche Krebsgesellschaft meldet.

Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so gefährlich ist

Zwei Faktoren machen Bauchspeicheldrüsenkrebs so gefährlich:

  1. Pankreaskarzinome bilden früh Metastasen und breiten sich über diese Absiedelungen aus. Benachbarte Organe wie Magen, Zwölffingerdarm, Gallengang, Bauchfell und Milz werden bedrängt und in ihrer Funktion gestört.

  2. Symptome treten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs meist erst dann deutlich zutage, wenn der Tumor fortgeschritten ist und zu Beschwerden in den genannten Organen führt.

Erste Symptome des Pankreaskarzinoms beachten!

Deshalb ist es wichtig, bereits auf die unspezifischen, ersten Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu achten:

  • Gewichtsverlust ohne äußeren Anlass

  • Schwächegefühl

  • Appetitmangel

  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen

  • Druckgefühl im Oberbauch

  • Rückenschmerzen im Liegen, vor allem nachts

Besonders der Gewichtsverlust ist ein Warnzeichen und kann auf eine bösartige Erkrankung wie etwa Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen, betont der Krebsinformationsdienst.

Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ansprechpartner bei Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs ist der Hausarzt, der zum Gastroenterologen überweisen wird. Verschiedene Untersuchungsmethoden können dann den Verdacht ausschließen oder bestätigen und die Ausbreitung des Tumors sichtbar machen:

  • Ultraschalluntersuchung

  • Computertomographie (CT)

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Biopsie (Gewebeprobe)

Frühe Formen und Vorstufen von Bauchspeicheldrüsenkrebs lassen sich damit jedoch schwer erkennen.

Neue Tests sollen Bauchspeicheldrüsenkrebs früher erkennen

Verschiedene, neue Ansätze zur frühen Diagnose dieses gefährlichen Tumors sind jedoch in der Entwicklung. So soll etwa ein einfacher Speicheltest Menge und Kombination bestimmter Bakterien erkennen. Dieses mikrobielle Profil deutet auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hin. Ein neuer Bluttest soll zudem genetische Spuren von entarteten Zellen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nachweisen. Den Test haben Wissenschaftler der Universität Ulm entwickelt.

Allerdings sind noch weitere Studien nötig, bis beide neuen Verfahren – Speichel- und Bluttest – zur Frühdiagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen werden. Dann könnte es ein Screening für das Pankreaskarzinom geben.

Bauchspeicheldrüsenkrebs betrifft in Deutschland pro Jahr knapp 18.000 Männer und Frauen. Die Prognose bei einem Pankreaskarzinom ist meistens ungünstig. Nur wenn der Krebs lokal begrenzt ist und noch keine Metastasen gebildet hat, leben nach zwei Jahren noch bis zu 35 Prozent der Patienten. Für sie besteht mit Operation und Chemotherapie die Aussicht auf Heilung.

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