Aktualisiert: 01.12.2020 - 10:10

Zu Tode Hungern Magersucht erkennen: Diese Test-Fragen können helfen!

Bin ich schon magersüchtig oder ist mein Verhältnis zum Essen und zu meinem Körper noch normal?

Foto: iStock/AndrewRafalsky

Bin ich schon magersüchtig oder ist mein Verhältnis zum Essen und zu meinem Körper noch normal?

Magersucht ist mehr als eine Fixierung auf das Gewicht: Anorexie kann das Leben kosten. Nur frühzeitig erkannt besteht die Chance auf Heilung. Haben Sie Sorgen, Sie selbst oder eine nahestehende Person könnte unter der Essstörung leiden? Unsere Test-Fragen bringen Licht ins Dunkle.

Viele Deutsche leiden unter einer Essstörung – wobei die Anorexia nervosa besonders häufig verbreitet ist. Es sind vor allem Frauen bzw. junge Mädchen, die erkranken – aber auch die Anzahl an Jungen steigt. Machen Sie sich Sorgen, dass bei Ihnen Anorexie vorliegen könnte? Oder sind Sie beim Blick auf Ihre Tochter oder eine Freundin besorgt? Mit unseren Test-Fragen erkennen Sie frühzeitig, ob eine Magersucht vorliegen könnte.

Test-Fragen Magersucht: Diese 15 Fragen geben Aufschluss

Es gibt 15 Fragen, deren ehrliche Beantwortung Aufschluss darüber geben kann, ob bei Ihnen eine Magersucht vorliegt. Auch können diese bei genauer Beobachtung einer geliebten Person erste Indizien geben.

  1. Meine Gedanken kreisen ständig um Themen wie Essen und meine Figur.
  2. Ich wiege mich häufig, oft sogar mehrmals täglich.
  3. Wenn ich abgenommen habe, fühle ich mich gut, wenn ich zugenommen habe fühle ich mich sofort unattraktiv.
  4. Ich fühle mich eigentlich immer zu dick, obwohl mein Umfeld sagt, ich sei dünn.
  5. Beim Einkauf lese ich genau die Inhaltsliste der Lebensmittel, die ich kaufen möchte, achte dabei vor allem auf Kalorien und Fett.
  6. Ich esse sehr langsam und habe bestimmte Essrituale.
  7. Dabei esse ich lieber alleine als in Gesellschaft.
  8. Baby- und Breinahrung, etwa in Gläschen mag ich besonders gern.
  9. Ich mag das Gefühl, Hunger zu haben.
  10. Für andere koche und backe ich mit Begeisterung und animiere sie zum Essen, während ich mich zurückhalte ("Wenn ich gekocht habe, hab ich eigentlich keinen Hunger mehr").
  11. Ich lebe sehr diszipliniert, treibe viel Sport und habe auch in meinen Alltag viel Bewegung integriert.
  12. Ich bin stolz darauf, meinen Körper so gut kontrollieren zu können.
  13. Manchmal nehme ich Abführmittel, um abzunehmen.
  14. Die Art, wie ich mich ernähre, und mein Figurbewusstsein haben schon zu Problemen in meinem persönlichen Umfeld geführt.
  15. Mein BMI liegt dauerhaft unter 17,5.

Im Prinzip zeigt jedes "Ja", das sie auf eine dieser Fragen geben, dass Sie zumindest ein Risiko haben könnten, Magersucht zu entwickeln oder bereits diese psychosomatische Krankheit zu haben. Vor allem die letzte Frage nach dem BMI ist aufschlussreich.

Auf jeden Fall sollten Sie sich, wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, an einen Arzt oder Psychotherapeuten wenden. Beratungsstellen in Ihrer Nähe gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Magersucht ist eine Krankheit, die schwerwiegende Folgen haben kann, etwa Unfruchtbarkeit, Osteoporose und Herzprobleme. Nicht zuletzt sterben pro Jahr rund 100 Menschen in Deutschland an Essstörungen – meist, weil Diagnose und Therapie nicht früh genug einsetzen.

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Sie wollen mehr rund um das Thema Magersucht erfahren? Im Video haben wir Ihnen wichtige Informationen zusammengestellt:

Essstörung: Das ist Magersucht
Essstörung: Das ist Magersucht

Neben der Magersucht gibt es noch viele weitere Essstörungen, die sehr gefährlich werden können. Allgemeinhin bekannt ist etwa die Bulimie, auch Ess-Brech-Sucht genannt. Weniger bekannt, aber dennoch sehr ernstzunehmend ist etwa das sogenannte Binge Eating. Viele Symptomüberschneidungen mit der Essstörung hat übrigens auch die körperdysmorphe Störung .

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