08.04.2019

Probleme vor den Tagen PMS – die 20 häufigsten Symptome vor der Periode

Gedrückte Stimmung und Bauchschmerzen sind typische PMS-Symptome.

Foto: Shutterstock/Stock-Asso

Gedrückte Stimmung und Bauchschmerzen sind typische PMS-Symptome.

Gereizt, traurig, Gewichtszunahme – zwei Wochen vor der Periode haben viele Frauen massive Probleme. Welche Anzeichen PMS auslöst und was hilft.

Aus heiterem Himmel deprimiert und bei der kleinsten Kritik schießen Tränen in die Augen? Viele Frauen kennen dieses Stimmungstief. Es setzt kurz nach der Zyklusmitte ein, etwa vier bis 14 Tage vor Beginn der Regel. Manchmal geht diese Phase nur einen Tag, manchmal bleibt sie bis zum Einsetzen der Regelblutung. Mediziner sprechen dann vom Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Symptome und Beschwerden treten also in den Tagen kurz vor der Menstruation auf, so sagt es der Name.

PMS und seine Symptome durch sinkendes Östrogen und Serotonin

Ursache sind – so wird es zumindest vermutet – Hormonumstellungen: Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel. Gleichzeitig steigt der Spiegel des Gelbkörperhormons Progesteron, auf dessen Abbauprodukte manche Frauen empfindlicher reagieren. Diese Schwankung beeinflusst vermutlich auch die Produktion von Botenstoffen, etwa der des "Glückshormons" Serotonin. Und auch Umweltfaktoren sowie familiäre Veranlagung können mit einfließen.

Doch psychische Veränderungen sind nicht die einzigen Symptome eines PMS. Frauenärzte fassen über 150 Beschwerden als PMS zusammen, sowohl psychischer als auch physischer Natur. Die wichtigsten weiteren Anzeichen sind:

  1. Schlechte Stimmung
  2. Aggressivität
  3. Depression
  4. Körpergewicht steigt, obwohl nicht mehr als sonst gegessen wird. Ursache sind Wassereinlagerungen im Gewebe, die mit Einsetzen der Menstruation wieder verschwinden.
  5. Die Brüste schmerzen und spannen.
  6. Die Brustwarzen sind sehr berührungsempfindlich und tun schnell weh.
  7. Kopfschmerzen
  8. Migräne
  9. Rückenschmerzen
  10. unreines Hautbild
  11. Bauchschmerzen
  12. Blähungen
  13. Übelkeit
  14. Völlegefühl
  15. Heißhunger oder Appetitverlust
  16. Hitzewallungen
  17. Angstgefühle
  18. Schlafstörungen
  19. Konzentrationsstörungen
  20. Reizbarkeit

75 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter haben regelmäßig mit diesen Problemen zu kämpfen. Manche treffen nur ein oder zwei dieser Symptome. Bei sechs Prozent der Frauen treten jedoch mehr dieser Beschwerden auf – und so massiv, dass sie oft arbeitsunfähig sind. Diese schwere Form von PMS wird als prämenstruelle Dysphorie (PMDD) bezeichnet.

PMS oder schwanger?

Gerade, wenn Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Ziehen in den Brüsten und Heißhungerattacken deutlich ausgeprägt sind, stellen sich viele Frauen die Frage, ob sie nicht vielleicht doch schwanger sind und die vermeintlichen PMS-Symptome in Wirklichkeit Frühzeichen dafür sind, dass sie ein Baby erwarten.

Ein Schwangerschaftstest ist so kurz nach der potenziellen Befruchtung meist nicht aussagekräftig. Der Urin-Frühtest kann etwa drei bis vier Tage vor vermutlichem Beginn der Menstruation Auskunft geben. Ganz sicher gehen Sie, wenn Sie den Termin der nächsten Regel abwarten: Falls die Blutung eintritt, handelt es sich um PMS und keine Schwangerschaft.

Das hilft gegen die belastenden PMS-Symptome

Sport und Entspannungstechniken gelten als sanfte Hilfen gegen die Qual beim Prämenstruellen Syndrom. Auch pflanzliche Präparate eignen sich zur Behandlung, etwa Mönchspfeffer (Agnus castus) oder Johanniskraut. Auch kalziumreiche Ernährung und Vitamin B6 als eines der sieben wichtigsten Vitamine für Frauen können helfen.

Wer unter PMDD leidet, kann nach Absprache mit den behandelnden Ärzten auch Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Aldosteronantagonisten – wenn zu Ödemen geneigt wird – einnehmen. Laut Forschern kann aber auch eine gewisse Kombination aus Fettsäuren einige der PMS-Symptome lindern.

Ein Allheilmittel gegen die PMS-Symptome gibt es allerdings leider nicht. Viele Frauen probieren auch Akupunktur oder Entspannungsübungen aus. Andere versuchen, weniger Alkohol und Kaffee zu trinken.

Manche Frauen, die die Antibabypille nehmen, berichten, dass die Beschwerden im Gegensatz zu vorher nachlassen. Andere wiederum sind plötzlich nach Absetzen der Pille beschwerdefrei.

Jede Frau reagiert also individuell – und muss daher am besten selbst herausfinden, was ihr guttut und was gar nicht hilft.

Mit Einsetzen der Periode sind die PMS-Beschwerden dann meist weg – werden dann aber möglicherweise durch Regelbeschwerden abgelöst.

Übrigens kann die Farbe der Periode so einiges über Ihre Gesundheit aussagen:

Das sagt die Farbe der Periode über die Gesundheit aus

Die meisten Frauen empfinden ihre Periode als lästig. Dabei kann die Monatsblutung sehr viel über die eigene Gesundheit aussagen.

Das sagt die Farbe der Periode über die Gesundheit aus

Beschreibung anzeigen

Verwechslungsgefahr mit Endometriose

Der Gynäkologe sollte jedoch in jedem Fall befragt werden, um andere Ursachen für die unterschiedlichen Probleme auszuschließen. Manchmal kann nämlich auch Endometriose Ursache der Bauchschmerzen und anderer "PMS-Symptome" sein.

Sind die Beschwerden durch PMS sehr stark, kann der Arzt Hormonpräparate verschreiben, die den Eisprung verhindern. Damit fallen die Hormonschwankungen und auch die Probleme vor den Tagen oft weg.

Mehr zum Thema Vagina lesen Sie auf unserer Themenseite.

Seite