04.06.2018

ABCDE-Regel und Co. Hautkrebs-Symptome ganz leicht erkennen

Wenn Sie Hautkrebs-Symptome bei sich erkannt haben, sollten Sie unbedingt einen Experten aufsuchen.

Foto: iStock/kali9

Wenn Sie Hautkrebs-Symptome bei sich erkannt haben, sollten Sie unbedingt einen Experten aufsuchen.

Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung. Wie Sie die Anzeichen für schwarzen und weißen Hautkrebs mit der ABCDE-Regel identifizieren und was dann zu tun ist.

Ist das ein Muttermal, eine helle Warze oder eine kleine Wunde, die schlecht heilt? Bei jeder Art von Hautveränderungen sollten die Alarmglocken schrillen. Denn Hautkrebs ist mit mehr als 260.000 Fällen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Deutschland, wie die Deutsche Krebshilfe berichtet. Die Hautkrebs-Symptome sind vielfältig und unterschiedlich – lassen sich aber mit einer einfachen Regel leicht erkennen.

Hautkrebs-Symptome: Krankheit per Selbstuntersuchung der Pigmentmale entdecken

Am besten sollten Sie deshalb Ihre Haut einmal pro Monat selbst untersuchen oder an schwer einsehbaren Stellen von Ihrem Partner oder einer anderen vertrauten Person checken lassen. Dabei hilft die sogenannte ABCDE-Regel zur Selbstuntersuchung:

  • A steht für Asymmetrie, wenn ein dunkler Hautfleck unregelmäßig geformt ist statt rund bis oval oder sich in seiner Form verändert hat.
  • B wie Begrenzung, der Hautfleck hat verwischte Konturen, seine Ränder sind gezackt, uneben oder rau.
  • C steht für das englische Wort colour (Farbe), das Hautmal ist uneinheitlich gefärbt, rosa, grau oder teilweise schwarz.
  • D bedeutet Durchmesser, denn Hautveränderungen, die an ihrer breitesten Stelle größer als fünf Millimeter oder halbkreisförmig sind, könnten Hautkrebs sein.
  • E steht für Erhabenheit eines Pigmentals.

Weitere Alarmzeichen sind sämtliche Formveränderungen bestehender Muttermale, Juckreiz, wenn der vermeintliche Leberfleck blutet oder eine krustige Auflage bildet.

Hautkrebs erkennen: Das sind die Anzeichen

Jedes dieser Symptome kann auf Hautkrebs hindeuten und sollte auf jeden Fall vom Hautarzt abgeklärt werden. Im Rahmen des Hautkrebs-Screenings untersucht der Arzt die Haut am gesamten Körper. Das dauert rund eine Viertelstunde. Auf Nagellack, Piercings und anderen Körperschmuck sowie aufwändige Frisuren und Makeup sollten Sie verzichten, das erschwert die Untersuchung.

Früherkennungsuntersuchung von Hautkrebs

Der Arzt betrachtet dabei jede Hautveränderung mit dem Dermaskop, einer speziellen Lupe. Auffälligkeiten werden fotografiert, damit man bei Folgeuntersuchungen im Laufe der Zeit ihre Entwicklung kontrollieren kann. Besteht der Verdacht auf Hautkrebs, wird der Arzt den Fleck unter örtlicher Betäubung entfernen und das Gewebe im Labor untersuchen lassen.

Wie sieht Hautkrebs aus?

Nicht immer treten Tumoren in der Haut als dunkle Muttermale in Erscheinung. Es erkranken sogar weitaus mehr Menschen am weißen Hautkrebs als an Melanomen, also an schwarzem Hautkrebs. Aber was ist eigentlich der Unterschied?

Weißer Hautkrebs

Die beiden häufigsten Formen von weißem Hautkrebs sind Basaliomen und Plattenepithelkarzinomen. Weißer Hautkrebs entsteht, wenn sich das Erbgut bestimmter Hautzellen verändert. In Deutschland erkranken jährlich etwa 180.000 Menschen daran. Der weiße Hautkrebs tritt in der Regel erst nach dem 60. Lebensjahr auf, in den meisten Fällen sind die Basalzellen betroffen.

Weißer Hautkrebs verursacht in der Regel keine spürbaren Schmerzen. Er macht sich bemerkbar durch oberflächliche Hautveränderungen, die ganz unterschiedlich aussehen können. Zur genauen Abklärung sollte immer ein Arzt zu Rate gerufen werden. Dieser kann meist schon mit einer sogenannten Blickdiagnose eine erste Einschätzung geben. Für eine sichere Diagnose muss eine Gewebeprobe (Biopsie) im Labor untersucht werden. Gegen den weißen Hautkrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Unter anderem ist operieren oder wegcremen möglich. Erfahren Sie hier, was Sie gegen ein Basaliom tun können.

Die Krankheits-Prognose hängt von der Art, der Lokalisation und der Dicke des Tumors ab. Grundsätzlich sind weiße Hauttumore deutlich weniger gefährlich als Melanome (schwarzer Hautkrebs).

Schwarzer Hautkrebs

Bei einem schwarzen Hautkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor, ein sogenanntes malignes Melanom. Der Großteil dieser Tumore tritt an der Haut auf. Schwarzer Hautkrebs ist, früh entdeckt, gut behandelbar. Im fortgeschrittenen Stadium ist das sogenannte Maligne Melanom jedoch sehr aggressiv. Je nach Fortschritt der Krankheit gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten des Melanoms.

Mit Labortests Gewissheit erlangen

Wie weit die Krankheit fortgeschritten ist, und um welchen Art von Hautkrebs es sich handelt, das kann meist nur ein Labortests eindeutig identifizieren. Erst danach weiß der Patient, ob die Hautveränderung harmlos ist, oder ob es sich um eine der drei Arten von Hautkrebs oder eine ihrer Vorstufen handelt.

  • Aktinische Keratose: eine Hautkrebs-Vorstufe, die sich oft als hautfarbene, raue Stelle zeigt und unbehandelt zum Plattenepithelkarzinom auswachsen kann
  • Basalzellkarzinom (Basaliom, weißer Hautkrebs): Diese häufigste Form von Hautkrebs ruft sehr unterschiedliche Anzeichen hervor, die Hautveränderung kann etwa knotig aussehen oder rote Flecken bilden.
  • Plattenepithelkarzinom (Spinaliom, Stachelzellkarzinom, ebenfalls weißer Hautkrebs): Diese Tumorform ist nach dem Basalzellkarzinom die häufigste bösartige Hauterkrankung. Typisch sind runde Geschwüre, oft hautfarben und uneben.
  • Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs): Diese gefährlichste Hautkrebsart entwickelt sich oft aus einem Leberfleck. Das Melanom tritt seltener auf als alle anderen Hautkrebsarten, doch seine Zahl verdoppelt sich alle zehn Jahre. Rund 3.000 Menschen in Deutschland sterben derzeit pro Jahr an den Folgen eines Melanoms.

So wird Hautkrebs behandelt

Bei den ersten Hautkrebs-Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn je früher die Krankheit entdeckt und behandelt wird, desto besser sind die Hautkrebs-Heilungschancen. Nachdem die Diagnose gestellt wurde, sollte der Arzt mit dem Patienten über eine geeignete Therapie sprechen. Die Methode mit der geringsten Rückfallquote ist die Operation. Dabei entfernt der Chirurg das betroffene Gewebe möglichst vollständig.

Ist die Stelle schwer zugänglich oder der Patient schon im fortgeschrittenen Alter kann auch die Bestrahlungstherapie infrage kommen. Dabei schaden Röntgenstrahlen mit sehr hoher Energie den erkrankten Hautzellen. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Chemotherapie. Welche Behandlungsmethode die größten Erfolgsaussichten hat, muss der Arzt je nach Krankheitsbild und Patienten-Akte individuell entscheiden.

Mehr Hautkrebserkrankungen mit der Zeit: Auf Sonnenschutz achten!

Allgemein nimmt das Vorkommen von Hautkrebs in Deutschland rasant zu. Ursache ist das veränderte Freizeitverhalten mit starker Sonnenbelastung. UV-Strahlung ist Risikofaktor Nummer eins! Sie sollten beim Sonnenbaden also immer auf den richtigen Sonnenschutz achten. Dabei helfen können auch diese Hausmittel, die sowohl einen Sonnenbrand vermeiden, als auch lindern können.

Weitere Informationen über Hautkrebs gibt's auf unserer Themenseite. Auch die Deutsche Krebshilfe informiert hier.

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