11.04.2018

Schmerzen und Aufstoßen Magenschleimhautentzündung: Die richtige Ernährung

Magenschleimhautentzündung: Die richtige Ernährung

Bei einer Magenschleimhautentzündung beruhigt die richtige Ernährung den Magen und mildert die Symptome. Erfahren Sie, was Sie jetzt essen sollten, und was nicht.
Do, 06.12.2018, 16.31 Uhr

Magenschleimhautentzündung: Die richtige Ernährung

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Bei einer Magenschleimhautentzündung beruhigt die richtige Ernährung den Magen und mildert die Symptome. Erfahren Sie, was Sie jetzt essen sollten, und was nicht.

Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl und Bauchschmerzen – eine Magenschleimhautentzündung, medizinisch Gastritis genannt, macht jede Menge Probleme und kann Wochen bis Monate dauern.

Die Symptome der Magenschleimhautentzündung entstehen, wenn die aggressive Magensäure die Magenschleimhaut angreift und entzündet. Auch die Magenwand kann betroffen sein. Säureblocker hemmen zwar die Bildung der Magensäure, allerdings müssen diese Medikamente dauerhaft eingenommen werden und viele Betroffene haben deshalb Bedenken.

Das besonders Unangenehme an der Gastritis: Die Symptome können sowohl dann auftreten, wenn der Magen leer ist und die Magensäure ungehindert auf die Schleimhaut einwirkt, aber auch nach dem Essen, wenn bestimmte Lebensmittel und Gewürze den Magen gereizt haben.

Wir erklären, was Sie bei einer Magenschleimhautentzündung essen sollten, was dem Magen gut oder eben schlecht tut.

Magenschleimhautentzündung: Was Sie jetzt essen sollten...

Günstig sind mehrere kleine Mahlzeiten. Bei Gastritis sollten vor allem folgende Lebensmittel und Getränke auf den Tisch kommen:

  • Kartoffelbrei
  • Haferflockenbrei, auch Porridge genannt
  • Reis
  • mageres Fleisch und magerer Fisch, gekocht
  • säurearme Obstsorten wie Banane, Melone, Avocado, Äpfel und Birnen
  • leichtverdauliches Gemüse wie Karotten, Fenchel, Zucchini
  • stilles Wasser
  • ungesüßter Tee

Bei Magenschleimhautentzündung kommt es nicht nur darauf an, was Sie essen, sondern auch wie Sie essen: Nehmen Sie sich Zeit, essen Sie nicht im Stehen, sondern setzen Sie sich in Ruhe hin. Schlingen Sie nicht, sondern nehmen Sie kleine Bissen und kauen Sie gut. Dann wird das Essen bereits vorverdaut und das entlastet den Magen zusätzlich.

Auch unser Dr. Wimmer hat ein paar wertvolle Tipps bei Magenschleimhautentzündung für Sie:

Bild der Frau Gastritis Dr. Wimmer

Dr. Wimmer erklärt, was bei Gastritis zu beachten ist, was Sie essen können und sollten und worauf Sie besser verzichten.

Bild der Frau Gastritis Dr. Wimmer

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Unsere Rezeptideen bei Magenschleimhautentzündung

Mit den oben angegebenen Zutaten können Sie lecker essen und schonen zudem Ihren angeschlagenen Magen. Aus Haferflocken lassen sich die verschiedensten Gerichte zubereiten. Unser Tipp: köstliches Kurkuma Porridge mit Apfel und Blütenpollen.

Auch Reis zeigt sich vielseitig und kommt mit vielen, leichten Rezepten daher. Empfehlenswert wäre etwa ein Spargel-Risotto mit Zucchini. Mehr Informationen zum Thema Schonkost gibt's übrigens hier.

Stilles Wasser ist ebenfalls empfohlen, ist Ihnen aber zu langweilig? Mit diesen tollen Ideen bekommt es ein ganz natürliches und leckeres Aroma:

... und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten

Bei Gastritis ungünstig sind dagegen scharfe, fettreiche, süße und schwer verdauliche Nahrungsmittel; die können die Symptome der Magenschleimhaut verstärken. Worauf Sie daher besser verzichten sollten:

  • fette Milchprodukte wie Sahne und Käse
  • fettes Fleisch, Wurst und Fisch
  • Gebratenes und Frittiertes (Pommes frites)
  • Süßes, Kuchen und Gebäck, auch Vollkornprodukte
  • Kohl
  • Zwiebeln
  • Hülsenfrüchte
  • stark säurehaltiges Obst wie Zitrusfrüchte
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Alkohol
  • Kaffee

Auch Nikotin regt die Bildung von Magensäure an. Bei einer Gastritis sollten Sie deshalb besser aufs Rauchen verzichten – und am besten sogar den Rauchstopp dauerhaft einhalten.

Hausmittel: Bei Gastritis Milch trinken?

Nicht ganz sicher sind sich Mediziner, ob fettarme Milch bei Magenschleimhautentzündung günstig ist oder eher nicht. Bei manchen Menschen beruhigt lauwarme Milch den Magen und lindert Sodbrennen, bei anderen nicht. Auf jeden Fall sollten Sie jedoch bei Gastritis anfangs besser auf Milch und Milchprodukte verzichten. Das gilt vor allem bei akuter Gastritis mit Erbrechen.

Nochmal zum Thema Säureblocker: Wann Sie keine Säureblocker zu sich nehmen sollten,, verraten wir Ihnen hier.

Mit welchen Lebensmitteln und Wirkstoffen der Natur Sie Ihrem Körper sonst noch Gutes tun können, erfahren Sie auf unserer Naturheilkunde-Themenseite.

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