22.07.2016

Tückischer Blutkrebs Leukämie – auf diese frühen Symptome sollte man achten

Leukämie wird unter anderem mit Chemotherapie behandelt.

Foto: © iStock/marvinh

Leukämie wird unter anderem mit Chemotherapie behandelt.

Oft wird Leukämie erst spät erkannt, weil Warnzeichen nicht wahrgenommen wurden. Lesen Sie, welche Symptome wichtig sind.

Leukämie, umgangssprachlich Blutkrebs, hat keine eindeutigen Anzeichen, ihre Symptome sind eher unspezifisch. Deshalb verstreicht oft wertvolle Zeit, bis die Krebserkrankung erkannt wird und gezielte Behandlung einsetzen kann. Leukämie im Anfangsstadium löst jedoch eine Reihe von Beschwerden aus. Auf diese frühen Symptome, die auf Blutkrebs hinweisen können, sollten Sie achten:

  • ständige Müdigkeit
  • Hautblässe
  • Neigung zu Blutungen, das bedeutet starke Blutergüsse auch bei geringfügigen Stößen, Nasenbluten, Zahnfleischbluten
  • winzige Blutungen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Leistungsminderung
  • Nachtschweiß
  • anhaltendes Fieber ohne erkennbare Ursache
  • Lymphknotenschwellungen etwa in der Achsel und Leiste
  • Infektanfälligkeit

Jedes einzelne dieser Anzeichen kann harmlos sein, aber auch durch Leukämie ausgelöst werden. Sie sollten es deshalb unbedingt von einem Arzt abklären lassen.

Akute und chronische Leukämie: Die Unterschiede

Je nachdem, welche Form der Leukämie vorliegt, können diese Anzeichen unterschiedlich ausgeprägt sein. Akute Leukämie zeigt sich mit plötzlich und massiv einsetzenden Symptomen, etwa starkem Krankheitsgefühl wie bei einer Grippe.

Chronische Leukämie dagegen beginnt schleichend und verursacht kaum Beschwerden. Meist wird eine chronische Leukämie daher nur zufällig entdeckt, etwa bei einer Blutuntersuchung im Rahmen eines Routine-Checkups.

Akute myeloische Leukämie und akute lymphatische Leukämie

Pro Jahr erkranken in Deutschland mehr als 11.000 Menschen an einer Leukämie. Doch was ist Leukämie eigentlich? Es handelt sich um einen Oberbegriff für verschiedene Krebserkrankungen des blutbildenden Systems, dabei vor allem der weißen Blutzellen (Leukozyten). Leukämien beginnen im Knochenmark, wo die Blutzellen gebildet werden. Die häufigsten Formen dabei sind:

  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • akute lymphatische Leukämie (ALL)

Seltener sind chronische Leukämien. Darunter fallen:

  • chronisch-myeloische Leukämie (CML)
  • chronisch-lymphatische Leukämie (CLL)

Behandlung von Leukämie mit Tyrosinkinasehemmern

Mit Untersuchungen von Blut und Knochenmark können Ärzte feststellen, ob und welche Form der Krebserkrankung vorliegt. Anlaufstelle für Patienten sind Kliniken und Praxen, die auf Leukämie spezialisiert sind (hämatologisch-onkologische Zentren). Die Behandlung der Leukämie richtet sich nach ihrer Form; zur Verfügung stehen Chemotherapie und falls möglich eine Stammzelltherapie.

Dabei werden die Behandlungsoptionen ständig weiterentwickelt. So ist etwa eine neue Generation von sogenannten Tyrosinkinasehemmern in der Lage, CML zu bremsen, wie eine Langzeitstudie zeigt. Der Wirkstoff soll die massenhafte Vermehrung der Leukozyten verhindern.

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